<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280</id><updated>2012-02-04T22:39:26.022+01:00</updated><category term='Tourismus'/><category term='Essen'/><category term='Wildblumen'/><category term='Export'/><category term='Milner Road'/><category term='Dance for All'/><category term='Franschhoek'/><category term='Landwirtschaft'/><category term='Mudlark'/><category term='Urlaub'/><category term='Simbabwe'/><category term='Restaurant'/><category term='Lion&apos;s Head'/><category term='Gericht'/><category term='Book Lounge'/><category term='Kapstadt'/><category term='COPE'/><category term='Meinungsfreiheit'/><category term='Lodge'/><category term='Feiertage'/><category term='Musik'/><category term='Simbabwer'/><category term='Liberia'/><category term='Buch-Tipp'/><category term='Paso-Shop'/><category term='Gewalt'/><category term='Konzert'/><category term='Leipziger Buchmesse'/><category term='Umweltschutz'/><category term='Kriminalität'/><category term='Grill'/><category term='Kirstenbosch'/><category term='Kabarett'/><category term='Benzin'/><category term='Coloureds'/><category term='Steinberg'/><category term='Johannesburg'/><category term='Kirche'/><category term='Einladung'/><category term='Farm'/><category term='Öffentlicher Dienst'/><category term='Weingut'/><category term='Museum'/><category term='Oper'/><category term='Mugabe'/><category term='Chor'/><category term='Atomkraft'/><category term='Müll'/><category term='Auto'/><category term='Eisenerz'/><category term='District Six'/><category term='Pieter-Dirk Uys'/><category term='Minen'/><category term='Kultur'/><category term='Rassismus'/><category term='Polizei'/><category term='Festival'/><category term='Projekte'/><category term='Kommunalwahl'/><category term='Cartoon'/><category term='Libyen'/><category term='Democratic Alliance'/><category term='Erdbeben'/><category term='Breede River'/><category term='Tee'/><category term='Tafelberg'/><category term='Statistik'/><category term='Kap'/><category term='Tree Man'/><category term='Tamboerskloof'/><category term='ANC'/><category term='Springbok'/><category term='Shapiro'/><category term='Jazz'/><category term='Rian Malan'/><category term='Wasser'/><category term='Baxter Theatre'/><category term='Südafrika'/><category term='Buchmesse'/><category term='Zille'/><category term='Tanzen'/><category term='Roiboos'/><category term='Darling'/><category term='Zuma'/><category term='Somerset West'/><category term='UN'/><category term='Theater'/><category term='Kennzeichen'/><category term='Silvertown'/><category term='Arbeitskampf'/><category term='Korruption'/><category term='Busverkehr Kapstadt'/><category term='Weiße'/><category term='Apartheid'/><category term='Recycling'/><category term='Shiceka'/><category term='Green Point'/><category term='Demonstrationen'/><category term='Kupfer'/><category term='Menschenrechte'/><title type='text'>Cape &amp; More</title><subtitle type='html'>Südafrika nach der Fußball-WM: Tagebuch aus einem Land, das 17 Jahre nach Ende der Apartheid noch immer vor schwierigen Problemen steht.
Frühling 2010, Herbst 2011 und Frühling 2012: Kapstädter Erfahrungen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>112</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5879609381786948034</id><published>2012-02-04T22:39:00.000+01:00</published><updated>2012-02-04T22:39:01.093+01:00</updated><title type='text'>Max du Preez und das ANC-Jubiläum</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-MScHTsnb_Nk/Ty2i1nufvEI/AAAAAAAAAOY/cyPiy5jqhYo/s1600/Max%2Bdu%2BPreez%2B2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="225" src="http://1.bp.blogspot.com/-MScHTsnb_Nk/Ty2i1nufvEI/AAAAAAAAAOY/cyPiy5jqhYo/s320/Max%2Bdu%2BPreez%2B2.jpg" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Südafrika hat viele mutige und meinungsfreudige Journalisten. Einer, der sich gern ins Getümmel stürzt, ackert und dann deutliche Worte findet, ist Max du Preez. 1988 hatte er das &lt;i&gt;Vrye Weekblad&lt;/i&gt; gegründet, eine „alternative“ (wie man damals sagte) afrikaanssprachige. Wochenzeitung, die mächtig von sich reden und der Apartheidregierung zu schaffen machte.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Nach dem Ende der Apartheid verantwortete er im SABC-Rundfunk das investigative Magazin &lt;i&gt;Special Assignment&lt;/i&gt;, eine der wenigen sehenswerten Fernsehsendungen, wurde aber bald wegen Unbotmäßigkeit gefeuert. Er hat das in der ihm eigenen Art so kommentiert: „Ich passte nicht in das übersichtliche, kleine Bild eines uniformen, disziplinierten Korps von Soldaten, die blind und ohne je kritische Fragen zu stellen ausführen, was die Hierarchie anordnet.“&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Max du Preez hat eine Reihe interessanter Bücher geschrieben und herausgegeben, zuletzt 2011 &lt;i&gt;Opinion Pieces by South African Thought Leaders&lt;/i&gt;, einen sehr lesenswerten aktuellen Sammelband mit Beiträgen renommierter Autoren wie Neville Alexander, Jonathan Jansen,  Njabulo Ndebele und Carmel Rickard.&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Als im April 2011 ein Mann an seine Bürotür in der Kapstädter Long Street klopfte, sich mit seinen Komplizen Handy und Laptop von du Preez schnappte und wegrannte, da verfolgte der gerade 60 gewordene die Diebe noch ein gutes Stück durch die Stadt, bis er aufgab. Später lobte er 7000 Rand, um wieder an die dort gespeicherten Daten zu kommen. Dazu gehörten zwei Kapitel und Recherchen für ein weiteres Buch über Nelson Mandela, das inzwischen erschienen ist (&lt;i&gt;The Rough Guide to Nelson Mandela&lt;/i&gt;).&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Streitbar und streitlustig wie er ist, hat sich du Preez natürlich auch zum Jubiläum des ANC geäußert, der sich am 8. Januar in Bloemfontein groß selbst gefeiert hat und selbstverständlich davon ausgeht, dass er allein legitimiert ist, das neue Südafrika zu regieren und das auch auf Dauer tun will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;i&gt;„Der ANC ist mehr als eine politische Partei. Er steht für eine nationale Bewegung. Jeder Südafrikaner, der die Beendigung der Apartheid und der weißen Vorherrschaft unterstützt hat, ist Teil dieser Bewegung. Sie ist das Symbol  unserer Befreiung und Emanzipation und deshalb unser aller Sache. Wenn nun der ANC im nächsten Monat sein hundertjähriges Bestehen feiert, dann sollten wir alle feiern.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Wenn man die Uhr etwas zurückdreht, dann könnte dieser Absatz  von mir geschrieben worden sein. Ich habe lange die Ansicht vertreten, dass der ANC den Menschen dieses Landes gehört, nicht nur den eingeschriebenen Parteimitgliedern oder der gewählten gegenwärtigen Führung – genau so wie Albert Luthuli, Walter Sisulu, OR Tambo und Nelson Mandela uns allen gehören.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Schluß damit. Sollte ich einen Drink nehmen, wenn an seinem Geburtstag auf den ANC angestoßen wird, dann nur, um meine Traurigkeit zu ertränken, nicht um zu feiern.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Das Ansinnen des ANC, dass das ganze Land zusammen Party machen soll, um 100 Jahre ANC zu feiern, hat mich lange und grundsätzlich über meine frühere Haltung nachdenken lassen. Ich hatte starke Argumente dafür aufgefahren, dass die Bewegung etwas größeres sei als die Leute, die heute ihre Strukturen bestimmen, dass sie mehr sei als nur die gegenwärtige, von der Partei ernannte Regierung. In gewisser Weise sind wir alle ANC, jedenfalls all jene, die Freiheit, Fortschritt und zurückgegebene Würde wollen. Das hatte ich mir zurechtgelegt.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Der Niedergang der vergangenen Monate hat mir vor Augen geführt, wie falsch ich lag. Nicht dass der ANC in diesen wenigen Monaten verfault war, vielmehr ist die Hoffnungslosigkeit der Lage gerade glasklar geworden. Wir erleben die Manifestation von Jahren von Missbrauch, Mangel an Moral, Nepotismus, Korruption, Machthunger, Gier und Anspruchsdenken.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Es ist nicht der ANC, der da nächsten Monat in Bloemfontein teuren Whisky trinken und die Annehmlichkeiten der Macht zur Schau stellen wird. Der ANC ist in Wirklichkeit tot. Bei denen, die sich da feiern, handelt es sich lediglich um eine von Scharlatanen und machtbesoffenen Autokraten angeführte Partei, die sich des Namens des ANC bedient.“&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp;Max du Preez: The real ANC is dead.&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5879609381786948034?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5879609381786948034/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/02/max-du-preez-und-das-anc-jubilaum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5879609381786948034'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5879609381786948034'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/02/max-du-preez-und-das-anc-jubilaum.html' title='Max du Preez und das ANC-Jubiläum'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-MScHTsnb_Nk/Ty2i1nufvEI/AAAAAAAAAOY/cyPiy5jqhYo/s72-c/Max%2Bdu%2BPreez%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6145349712001256508</id><published>2012-01-28T19:08:00.002+01:00</published><updated>2012-01-28T19:13:53.423+01:00</updated><title type='text'>80 Jahre London - Kapstadt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-cs9UiRLV-RA/TyQ6DJhF1zI/AAAAAAAAAMc/rE1haripO5o/s1600/Imperial%2BAirways%2B3.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 242px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-cs9UiRLV-RA/TyQ6DJhF1zI/AAAAAAAAAMc/rE1haripO5o/s320/Imperial%2BAirways%2B3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5702746853926623026" /&gt;&lt;/a&gt;Nicht nur der ANC hat in diesem Jahr ein rundes Jubiläum zu feiern – nur sind es nicht genau 100 Jahre: British Airways hat in diesen Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass die Linie vor 80 Jahren ihren Flugdienst nach Kapstadt aufgenommen hat. Am 20. Januar 1932 landet die erste Maschine auf dem Liniendienst London-Kapstadt mit Post an Bord an der Südspitze Afrikas. Die Linie heißt damals noch Imperial &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-uR5jByk4HcE/TyQ6DQFq-hI/AAAAAAAAAMo/FeiFy8AfNM0/s1600/Imperial%2BAirways%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 230px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-uR5jByk4HcE/TyQ6DQFq-hI/AAAAAAAAAMo/FeiFy8AfNM0/s320/Imperial%2BAirways%2B2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5702746855690664466" /&gt;&lt;/a&gt;Airways, einer der Vorläufer von BA. Drei Monate später dürfen dann die ersten Passagiere mitfliegen – Platz gibt es allerdings nur für sieben. Und das Reisen nach Kapstadt zu dieser Zeit ist noch ein großes Abenteuer. Es geht in mehreren Etappen vor sich, schließt eine Zugreise ein und dauert insgesamt zehn Tage: Abflug in Croydon am Donnerstag, Landung in Kapstadt am übernächsten Sonntag. &lt;br /&gt;1938 gibt es dann schon zwei Flüge in der Woche, und British Airways ist stolz, die Reisezeit auf viereinhalb Tage gedrückt zu haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg startet BOAC (British Overseas Airways Corporation), die Nachfolgerin von Imperial Airways, auf der Route London – Johannesburg den weltweit ersten Passagierdienst mit einem Düsenjet – ein Flug mit Zwischenlandungen in Rom, Beirut, Khartum, Entebbe und Livingstone, der allerdings nicht nach Kapstadt verlängert wird. Die Reisezeit nach Südafrika wird damit noch einmal mehr als halbiert auf jetzt 23 Stunden.&lt;br /&gt;Seit 1984 kann man Kapstadt dann einmal in der Woche von London aus mit BA direkt anfliegen (die Kapstädter tauften ihn schnell „Friday Night Jumbo“), 1990 werden daraus zwei Flüge wöchentlich. &lt;br /&gt;Nach Ende der Apartheid ist Kapstadt ein internationales Touristen-Ziel, eines der attraktivsten der Welt. Heute besuchen im Jahr mehr als acht Millionen Urlauber Südafrika; fast zwei Millionen von ihnen landen auf dem Flughafen von Kapstadt. British Airways bietet in der Hauptsaison täglich zwei Flüge zur „Mother City“, das sind fast 5.000 Sitzplätze in der Woche in jede Reiserichtung. Flugzeit nach London heute: gut elf Stunden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6145349712001256508?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6145349712001256508/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/01/80-jahre-london-kapstadt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6145349712001256508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6145349712001256508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/01/80-jahre-london-kapstadt.html' title='80 Jahre London - Kapstadt'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-cs9UiRLV-RA/TyQ6DJhF1zI/AAAAAAAAAMc/rE1haripO5o/s72-c/Imperial%2BAirways%2B3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-289015196305728272</id><published>2012-01-06T23:36:00.004+01:00</published><updated>2012-01-30T12:00:58.910+01:00</updated><title type='text'>(ANC-)Politik als Romanze</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-GWwUqzmG-Gk/Twd6n9p6DFI/AAAAAAAAAMQ/jUruvnJY6dE/s1600/ANC%2B1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 160px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-GWwUqzmG-Gk/Twd6n9p6DFI/AAAAAAAAAMQ/jUruvnJY6dE/s320/ANC%2B1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5694655080817101906" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Der ANC feiert an diesem Wochenende sein hundertjähriges Bestehen. Es beginnt mit einem Golfturnier - und gefeiert werden soll das ganze Jahr über, bis dann auf der nächsten Jahreskonferenz in Mangaung (= Bloemfontein) Präsident Zuma wiedergewählt werden wird (oder nicht). Über die Regierungszeit des ANC seit 1994 hat die "City Press" folgende hübsche Geschichte veröffentlicht (aufmerksame Blog-Leser konnten sie schon im Mai 2011 hier auf englisch lesen):&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Politik eine Romanze wäre, dann wäre der ANC ein Spieler und ein furchtbarer Ehemann.&lt;br /&gt;Ja, der ANC wäre der schwarze Mann mit armem Hintergrund, der eine andere arme schwarze Frau vor einem furchtbaren reichen weißen Ehemann gerettet und sie vor 17 Jahren geheiratet hätte.&lt;br /&gt;Als sie heirateten, hat er ihr den Himmel auf Erden versprochen.&lt;br /&gt;In den ersten fünf Jahren der Ehe schien alles eitel Sonnenschein, der Mann gab sich große Mühe und zeigte alle Anzeichen eines treusorgenden Ehemannes. Er versprach ihr ein neues Haus, Job oder Geschäft und all die anderen süßen Dinge des Lebens.&lt;br /&gt;Zehn Jahre gingen ins Land. Nichts geschah. Die Frau fing an, sich zu beschweren und drohte, ihn zu verlassen, aber er war ja geschickt und redete ihr das aus, und sie gab ihm eine neue Chance. Er versicherte, alle seine Pläne seien noch gültig, und er werde sie wie versprochen verwirklichen.&lt;br /&gt;Von Zeit zu Zeit erzählt er ihr, er als einziger verstehe ihre Probleme; es habe daher keinen Sinn, sich andere Männer auch nur anzuschauen – die würden sich nicht um sie kümmern, wollten sie nur benutzen.&lt;br /&gt;Fünfzehn Jahre vergingen, und es gab immer noch kein Haus, kein Job, kein Geschäft. Die Frau zweifelte immer mehr, wurde wütend und erinnerte ihn an seine gebrochenen Versprechen.&lt;br /&gt;Statt sie zu erfüllen, fing er an zu erpressen, ging zurück zu ihrer Vergangenheit und riet, sie solle wegen ihrer gemeinsamen Geschichte auf jeden Fall bei ihm bleiben und niemals vergessen, wie stark er sich für ihre Freiheit aufgeopfert habe.&lt;br /&gt;Aus Schuldgefühl, Verwirrung und blinder Loyalität entschied die arme Frau, der Ehe noch eine weitere Chance zu geben.&lt;br /&gt;Inzwischen verschwand er immer öfter und kam dann nur an ihrem Hochzeitstag mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten wieder zurück; er schwindelte über sein Verbleiben, versicherte der armen Frau aber immer wieder, sie bleibe seine Nummer Eins.&lt;br /&gt;Ironischerweise ist er es, der vergessen hat, woher er kommt.&lt;br /&gt;Der Mann lebt mittlerweile auf großem Fuß – riesige Häuser, neumodische Autos, teurer Champagner, man fliegt Business, nächtigt in Luxushotels und teilt seinen Reichtum mit Freunden und Verwandten, während die arme Frau immer tiefer in die Armut rutscht.&lt;br /&gt;A luta continua, der Kampf geht weiter. Entschuldigung, ich meine: Die Heirat geht weiter.&lt;br /&gt;Tschüß, bis 2014!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Thembelani Vuntu in „City Press“, 8. Mai 2011&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-289015196305728272?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/289015196305728272/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/01/anc-politik-als-romanze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/289015196305728272'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/289015196305728272'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2012/01/anc-politik-als-romanze.html' title='(ANC-)Politik als Romanze'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-GWwUqzmG-Gk/Twd6n9p6DFI/AAAAAAAAAMQ/jUruvnJY6dE/s72-c/ANC%2B1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-653522525966406506</id><published>2011-05-27T23:49:00.001+02:00</published><updated>2011-05-27T23:55:32.813+02:00</updated><title type='text'>Ausgebloggt</title><content type='html'>&lt;a href='http://4.bp.blogspot.com/-khDXTR__e0s/TeAccB8lqoI/AAAAAAAAAME/1F1gnHoMUeM/s1600/L1010747.JPG'&gt;&lt;img src='http://4.bp.blogspot.com/-khDXTR__e0s/TeAccB8lqoI/AAAAAAAAAME/1F1gnHoMUeM/s320/L1010747.JPG' border='0' alt=''style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;' /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Und mit einem Bild aus St. James/Kalk Bay - der Urnengang zur Kommunalwahl wurde von freundlichen Polizisten gesichert - verabschieden wir uns erst einmal aus Südafrika: Die drei Monate sind wieder einmal schneller um als gedacht, die Zeit vor der Abreise war wieder einmal viel zu kurz, einige Blog-Entwürfe bleiben noch im Computer. Wir sagen danke fürs Mitlesen und -denken! Und bis demnächst vielleicht, vielleicht sogar in Kapstadt...&lt;div style='clear:both; text-align:LEFT'&gt;&lt;a href='http://picasa.google.com/blogger/' target='ext'&gt;&lt;img src='http://photos1.blogger.com/pbp.gif' alt='Posted by Picasa' style='border: 0px none ; padding: 0px; background: transparent none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: initial; -moz-background-origin: initial; -moz-background-inline-policy: initial;' align='middle' border='0' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-653522525966406506?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/653522525966406506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/ausgebloggt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/653522525966406506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/653522525966406506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/ausgebloggt.html' title='Ausgebloggt'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-khDXTR__e0s/TeAccB8lqoI/AAAAAAAAAME/1F1gnHoMUeM/s72-c/L1010747.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8590885148204947444</id><published>2011-05-16T22:53:00.003+02:00</published><updated>2011-05-16T23:00:31.565+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Franschhoek'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Festival'/><title type='text'>Franschhoek Literary Festival</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-MTHNOgubkA8/TdGP5_XRrII/AAAAAAAAAL8/yOGrxWvVO6c/s1600/L1010742.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-MTHNOgubkA8/TdGP5_XRrII/AAAAAAAAAL8/yOGrxWvVO6c/s320/L1010742.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5607421237477354626" /&gt;&lt;/a&gt;In den vergangenen drei Tagen war fast alles, was in Südafrikas Literaturszene Rang und Namen hatte, nach Franschhoek gekommen: zum fünften Literatur-Festival. Der kleine Wein- und Gourmet-Ort wurde von den Buchfreundinnen und -freunden voll in Beschlag genommen - drei Tage lang, mit 70 Veranstaltungen in der Kirchenhalle, der Schulaula, in Seminarräumen und mehr als 7.000 verkauften Tickets. Ein tolles Erlebnis - und obwohl wir mit 15 Veranstaltungen ein prall gefülltes Programm absolviert haben, hätte es noch viel mehr Interessantes gegeben.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind in erster Linie zu den politischeren Veranstaltungen gegangen. Die Hochschulprofessoren Jonathan Jansen und Francis Wilson diskutierten über „Leadership and Innovation“, die Simbabwe-Experten Douglas Rogers („The Last Resort“) und Peter Godwin („The Fear“) zeigten sich sehr pessimistisch über die Zukunft dieses Landes, Mondli Makhanya diskutierte mit zwei weiteren Journalisten über Bedrohungen der Pressefreiheit, Tim Couzens und Max du Preez unterhielten sich über die Schwierigkeiten, noch Neues über Nelson Mandela zu schreiben. Nach all den kritischen Bestandsaufnahmen der Gegenwart sehr berührend war unsere Abschluss-Veranstaltung zu den „Struggle Stalwarts“, in der Ronnie Kasrils, Lynn Carneson und Hugh Lewin noch einmal lebendig werden liessen, mit welchem Mut Menschen gegen die alte Apartheid-Ordnung gekämpft hatten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;60 Rand kostete der Eintritt zu jeder Veranstaltung - und nach fünf Jahren ist dadurch soviel Geld zusammen gekommen, dass die geplante neue Bibliothek mit Kommunikationszentrum für Franschhoek jetzt gebaut werden kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8590885148204947444?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8590885148204947444/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/franschhoek-literary-festival.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8590885148204947444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8590885148204947444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/franschhoek-literary-festival.html' title='Franschhoek Literary Festival'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-MTHNOgubkA8/TdGP5_XRrII/AAAAAAAAAL8/yOGrxWvVO6c/s72-c/L1010742.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2829535194188008526</id><published>2011-05-15T23:20:00.002+02:00</published><updated>2011-05-15T23:27:00.570+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunalwahl'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Democratic Alliance'/><title type='text'>Die Toilettenwahl</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-L-NBMzLSy2g/TdBE9D1hjaI/AAAAAAAAAL0/q-1NX5xFjpc/s1600/a-zapiro%2Btoilet.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 211px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-L-NBMzLSy2g/TdBE9D1hjaI/AAAAAAAAAL0/q-1NX5xFjpc/s320/a-zapiro%2Btoilet.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5607057351868779938" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl) Die "Toilettenwahl" - so hat die Wochenzeitung &lt;em&gt;Mail &amp; Guardian&lt;/em&gt; die Kommunalwahlen am 18. Mai charakterisiert. Für die neue Demokratie, gerade erst 17 Jahre alt, wie immer betont wird, ist das ein peinliches, aber für die gegenwärtige Katerstimmung auch charakteristisches Verdikt. Der Streit um die Toiletten währt nun schon viele Monate. Angefangen hat alles 2009 in Kapstadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Stadt wie Kapstadt so zu regieren, dass die Bürgerinnen und Bürger zufrieden sind, ist ein harter Job. Die Bewohner der wohlhabenderen Vororte möchten, dass die guten Standards der Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen aufrecht erhalten werden. Sie verweisen gern darauf, dass sie ja schließlich Steuern zahlen. Die in den townships lebenden Menschen möchten, dass sich ihre Lebensbedingungen verbessern, sie möchten solide Häuser, geteerte Straßen, eine Klinik in der Nähe. Die Neuzuwanderer (jedes Jahr kommen 18 000 Familien zusätzlich nach Kapstadt) in den „&lt;em&gt;informal settlements&lt;/em&gt;“, erst jüngst errichteten Siedlungen mit &lt;em&gt;shacks &lt;/em&gt;(selbstgebauten Buden), möchten ein stabiles Dach über dem Kopf und überhaupt erst einmal Anschluss an das Wasser- und Stromnetz. Und neben diesen konkurrierenden Interessen gibt es ja noch andere Aufgaben, will die Stadt weitere Arbeitsplätze schaffen und Touristen anziehen. Nun wirbt die regierende Democratic Alliance im Wahlkampf damit, dass sie für alle sorge („Delivery for All“). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich verflucht sie den Tag, als sie sich 2009, wohl in guter Absicht, einfallen ließ, bei der Verbesserung der Lebensbedingungen, &lt;em&gt;upgrade &lt;/em&gt;genannt, in einem dieser &lt;em&gt;informal settlements&lt;/em&gt; einen unkonventionellen Weg zu gehen. Die nationale (ANC-)Regierung hat festgelegt, dass pro fünf Familien ein Toilettenhäuschen errichtet wird. Damit dennoch mit dem gleichen Budget jede Familie eine Toilette bekommt, vereinbarte die DA-Regierung mit der „&lt;em&gt;community&lt;/em&gt;“, dass sie nur die Toiletten liefert und ans Netz anschließt, dafür aber die Familien das Häuschen darum selbst bauen. Die ganz große Mehrheit (1265 Familien) machte das auch, 51 Familien aber konnten oder wollten den Sicht- und Wetterschutz nicht errichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war der Beginn des Kapstädter Toilettenkrieges, der nun seit Wochen das ganze Land beschäftigt: Die Jugendliga des ANC erkannte schnell die gute Gelegenheit, aus der Verlegenheit der Nutzer der im Freien stehenden Toiletten politisches Kapital zu schlagen und die verhasste Stadtregierung in Verlegenheit zu bringen: Seht, so geht die DA mit armen Leuten um! Sie reichte Klage bei der Menschenrechtskommission ein, die DA reagierte darauf mit der Umkleidung der Toiletten mit Wellblech, Bürgermeister Don Plato kam höchstpersönlich, um sie zu übergeben. Doch die Jugendliga verjagte den Bürgermeister und riss einen Teil der „minderwertigen“ Wellblechverkleidungen gleich wieder ein. Daraufhin ließ der Bürgermeister die Klos ganz abbauen. Ein Versuch von ihm und Gouverneurin Helen Zille, in einem Gespräch eine Lösung zu finden, endete im Chaos, die Jugendliga drohte damit, die ganze Stadt unregierbar zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschenrechtskommission sah die Würde der Menschen verletzt und hielt der Stadt vor, die &lt;em&gt;community &lt;/em&gt;nicht ausreichend und nicht angemessen konsultiert zu haben. Die Stadt wiederum fühlte sich zu Unrecht an den Pranger gestellt, hatte sie sich doch an die nationalen Regeln gehalten und versucht, das Beste daraus zu machen. Am Ende musste das Oberste Gericht der Westkap-Provinz (angerufen von der Jugendliga des ANC) entscheiden. Richter Nathan Erasmus ordnete an, dass die Stadt die Toiletten ordentlich verkleiden muss. Und er rügte die Konfliktparteien heftig - die Stadt in ihrer rechthaberischen Arroganz und die Jugendliga des ANC für die unappetitliche Doppelrolle ihres lokalen Vorsitzenden. Andili Lili war nämlich vom Bauunternehmen dafür angestellt worden, die Bevölkerung über die geplanten Maßnahmen und Bauarbeiten zu informieren und die Firma zu beraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch kaum war der Jubel vor dem Gericht verklungen, tauchten im Internet die ersten Vorhersagen auf: Dem ANC würden seine Freudenbekundungen, die DA-regierte Stadt vorgeführt zu haben, noch im Halse stecken bleiben. Denn es gebe ja genügend ANC-Kommunen, in denen die Menschenwürde verletzt würde. Die nächsten unverkleideten Toiletten waren schnell gefunden: Im &lt;em&gt;township &lt;/em&gt;Rammulotsi nahe Viljoenskron im ANC-regierten Free State stehen sie seit Jahren im Freien. Und der zuständige Minister, eben jener Sicelo Shiceka (vgl. unseren Blog vom XX.XX.2011) soll das auch gewusst haben (was er mittlerweile bestritten hat). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ANC versuchte, zu retten, was zu retten ist, rückte mit viel Prominenz ins township ein, beteuerte, nichts von den unverkleideten Toiletten gewusst zu haben, befand, dies sei ein großer Skandal, versprach umgehende Abhilfe und forderte, bei den Verantwortlichen müssten jetzt „Köpfe rollen“. Was die Krisen-PR angeht, ist der ANC mit seiner schnellen, populistischen Reaktion der immer noch streng auf ihre gute Absicht und die Spielregeln pochenden DA um einiges voraus.  &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Von den größeren Zusammenhängen ist in der Wahlkampf-Stänkerei kaum noch die Rede. Gavin Silver von der &lt;em&gt;Social Justice Coalition&lt;/em&gt; in Khayelitsha hält es für das Grundproblem, dass die informellen Siedlungen als temporär angesehen und nicht als dauerhaft akzeptiert werden. Südafrika erlebt seit dem Ende der Apartheid eine verspätete Verstädterung, die die Versorgung mit grundlegenden Diensten zum „moving target“ macht: Während man neue Siedlungen baut, entstehen gleich daneben die nächsten informellen Hütten.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundlegender noch hat sich gezeigt, dass die Vergabe von Häusern an Menschen, die keine Arbeit haben, neue Probleme schafft: Brauchen sie Geld, wird das Haus verkauft oder im kleinen Hinterhof ein „&lt;em&gt;shack&lt;/em&gt;“ errichtet und an Neuzuzügler vermietet. Sehr viele Häuser sind zudem so schlecht gebaut, dass sie grundlegend saniert werden müssen. Das hat der für Wohnungsbau zuständige Minister Tokyo Sexwale jüngst eingeräumt. Und er hat auch durchblicken lassen, dass die Regierung nicht auf Dauer Häuser bauen und kostenlos abgeben könne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wird ein weiterer Konfliktpunkt sichtbar: Jan Hofmeyr vom Kapstädter Institute of Justice and Reconciliation stellte bei einem Seminar der Hanns-Seidel-Stiftung die Frage, was auf Gesellschaften zukomme, wenn die sozialen Grundrechte in der Verfassung garantiert seien, der Staat aber kein Geld habe, die entsprechenden Versorgungsleistungen zu finanzieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2829535194188008526?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2829535194188008526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-toilettenwahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2829535194188008526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2829535194188008526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-toilettenwahl.html' title='Die Toilettenwahl'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-L-NBMzLSy2g/TdBE9D1hjaI/AAAAAAAAAL0/q-1NX5xFjpc/s72-c/a-zapiro%2Btoilet.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5791180147758808414</id><published>2011-05-14T22:17:00.003+02:00</published><updated>2011-05-15T23:27:42.044+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Oper'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Baxter Theatre'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apartheid'/><title type='text'>„Rewind“ - A cantata for voice tape and testimony</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dAYqv8ckmVA/Tc7jsRPAL9I/AAAAAAAAALs/C8_tbEjvoO8/s1600/A-Rewind.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-dAYqv8ckmVA/Tc7jsRPAL9I/AAAAAAAAALs/C8_tbEjvoO8/s320/A-Rewind.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5606668935802925010" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Als Südafrikaner vor der &lt;em&gt;Truth and Reconciliation Commission &lt;/em&gt;(TRC) 1996 ihren Apartheid-Alltag schilderten und diese Anhörungen im Radio übertragen wurden, steuerte der Komponist Philipp Miller seinen Wagen oft an den Straßenrand und hörte zu. 2006, zehn Jahre später, komponierte er „Rewind - A cantata for voice tape and testimony“, die einige Aussagen vor der TRC in eine musikalische Form goss, und im Baxter-Theater von Kapstadt wurde diese Kantate in dieser Woche vor ausverkauftem Haus wieder aufgeführt. Ein eindrückliches Erlebnis!&lt;br /&gt;Auf der Bühne saßen acht Musiker (Geige, Cello) in der zweiten Reihe, vier Sänger (Sopran, Mezzosopran, Bariton, Tenor) bildeten mit dem Dirigenten die erste - und hinter dem Gaze-Vorhang, auf den verschiedene Fotos und Videos projiziert wurden, war der ungefähr 80 Mann (und Frau) starke Chor platziert. &lt;br /&gt;In 17 Szenen wurden einzelne Aussagen vor der TRC musikalisch interpretiert, auf den Vorhang projiziert und im Originalton eingespielt - eine Collage, die die Geschichten der Apartheid-Opfer auf eine sehr eigene Art in eine neue Dimension transponierte. Sibongile Khumalo, eine der bekanntesten (und vielseitigsten) Sängerinnen Südafrikas, war eine der vier tragenden Stimmen der Aufführung - aber auch die anderen (Nozuko Teto, Otto Maidi und Stefan Louw) überzeugten. Noch nie haben wir am Ende einer Vorstellung, nach 75 Minuten, in Kapstadt einen so lang anhaltenden Beifall gehört. Normalerweise klatschen die Theaterbesucher 30 Sekunden und gehen dann nach Hause; hier gab es mehrere Minuten standing ovations. „’Rewind’ ist soviel mehr als eine Oper“, hat Bischof Tutu, damals Leiter der TRC, gesagt. „Es ist ein wundervolles Mittel, unsere Geschichte zu erzählen und zum nation building beizutragen.“&lt;br /&gt;In New York (2007) und London (2010) war „Rewind“ schon zu hören. Wann kommt es nach Berlin?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5791180147758808414?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5791180147758808414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/rewind-cantata-for-voice-tape-and.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5791180147758808414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5791180147758808414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/rewind-cantata-for-voice-tape-and.html' title='„Rewind“ - A cantata for voice tape and testimony'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-dAYqv8ckmVA/Tc7jsRPAL9I/AAAAAAAAALs/C8_tbEjvoO8/s72-c/A-Rewind.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-957265393459254162</id><published>2011-05-09T11:09:00.004+02:00</published><updated>2011-05-09T11:29:03.943+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunalwahl'/><title type='text'>Die ANC-Regierung - Eine Ehegeschichte</title><content type='html'>&lt;a href="http://cdn.24.com/files/Cms/General/d/402/c43d86e7b1e34904b145e517bd39419f.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 370px;" src="http://cdn.24.com/files/Cms/General/d/402/c43d86e7b1e34904b145e517bd39419f.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Noch neun Tage bis zu den Kommunalwahlen - und viele Experten halten sie für die ersten spannenden Wahlen in Südafrika seit 1994, weil die Übermacht des ANC an manchen Orten nicht mehr so sicher ist. Über die Beziehung der Südafrikaner zum ANC hat Thembelani Vuntu gestern in der „City Press“ eine hübsche (Ehe-)Geschichte geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;If Politics was a romance, the ANC would be a player and an abusive husband.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yes, the ANC would be the black guy from a poor background who rescued another poor black woman from an abusive rich white husband and married her 17 years ago.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;He promised her heaven on earth when he proposed.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In the first five years, the marriage seems rosy and warm, with the man showing great commitment and displaying all the necessary qualities of a good caring husband.&lt;br /&gt;He promises her a new house, job or business and all the other sweet things life has to offer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ten years pass. Nothing happens. The woman starts to complain and threatens to leave him, but being the smooth operator that he is, he talks her out of it and she gives him another chance. He assures her that all plans are in place and that he will deliver on his promises.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;From time to time, he tells her he is the only man who understands her problems and therefore she shouldn’t even look at other men because they don’t care about her, all they want is to use her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fifteen years pass and still no house, no job or business. The woman gets very irritated and starts throwing tantrums, and rightfully reminds him how he has broken his promises.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Instead of delivering, he resorts to blackmail, going on about her past, telling her that she should stick with him no matter because of their history and she should never forget how much he sacrificed to free her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Out of guilt, confusion and blind loyalty, the poor woman decides to give the marriage a chance again.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;He has developed a tendency to disappear and reappear with small gifts and groceries only on their wedding anniversary, telling her lies about his whereabouts, reassuring the poor woman that she is his number one priority.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ironically, he is the one who forgets where he comes from.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The man is living large now - huge mansions, fancy cars, expensive champagne, flying business class, living in luxury hotels, and sharing his wealth with his friends and his relatives while the poor woman gets deeper into poverty.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A luta continua, the struggle continues. Sorry, I mean the marriage continues.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;See you in 2014.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-957265393459254162?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/957265393459254162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-anc-regierung-eine-ehegeschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/957265393459254162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/957265393459254162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-anc-regierung-eine-ehegeschichte.html' title='Die ANC-Regierung - Eine Ehegeschichte'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5923616720384715051</id><published>2011-05-08T15:49:00.002+02:00</published><updated>2011-05-08T23:31:41.852+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lion&apos;s Head'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><title type='text'>Lion's Head</title><content type='html'>&lt;a href='http://3.bp.blogspot.com/-mq450vwkkhs/Tcafs5grAkI/AAAAAAAAALk/DciFiguwV7k/s1600/A-Lions%2BHead.jpg'&gt;&lt;img src='http://3.bp.blogspot.com/-mq450vwkkhs/Tcafs5grAkI/AAAAAAAAALk/DciFiguwV7k/s320/A-Lions%2BHead.jpg' border='0' alt=''style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;' /&gt;&lt;/a&gt;(la) Für Kapstädter ist es offenbar ein Sonntagsvergnügen: der Fußmarsch rauf auf den Lions Head. Als wir kurz vor 9 Uhr morgens an der Straße auf dem Weg zum Signal Hill parken wollen, stehen dort schon mindestens 40 Autos - Wanderer sind Frühaufsteher. „Mittags kann es da oben verdammt heiß werden“, erklärt Bill. „Habt Ihr genug Wasser mit?“ Eva und Bill werden uns heute zum Gipfel führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Kletterer kommen den Weg schon wieder herunter, als wir uns aufmachen. Es geht gemächlich nach oben, und zunächst ist der Weg relativ breit. Vom Start weg hat man einen guten Blick über die Innenstadt von Kapstadt, und bald haben wir die andere Seite des Lions Head erreicht und blicken auf Camps Bay und den Atlantik. Der Ausblick verführt zu vielen Pausen; später sind sie mehr der Kondition geschuldet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein reges Kommen und Gehen, aber als wir uns auf dem Weg nach oben einmal um den Lions Head herumgeschraubt haben, wird der Weg eng, und das Klettern beginnt. Eine Stunde sind wir unterwegs, als wir an einer kleinen Weggabelung ankommen - rechts über uns arbeiten sich Jugendliche mithilfe von Ketten an einer abenteuerlichen Wand hoch. „Nein, wir wollen sie nicht gleich beim ersten Mal umbringen“, sagt Eva und entscheidet sich gegen die Abkürzung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Baumwurzeln auf dem Weg sind von den vielen Füßen, die über sie geklettert sind, höchst rutschig; man muss aufpassen. Auch der Wind bläst manchmal ziemlich kräftig. „Alles okay?“, fragt Bill - aber wir wollen natürlich nach oben: Weiter! Als wir die Leitern erreichen, die das Erklimmen einiger Felsen erleichtern, ahnen wir, dass der Gipfel nicht mehr weit ist. Noch einige Meter, dann ist es geschafft: Der Lions Head (669 Meter hoch) ist bestiegen. Kekse und Käse werden ausgepackt, eine Flasche Sekt wird entkorkt: Gipfelfrühstück! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abstieg erfordert noch einmal die volle Konzentration - und nach drei Stunden sind wir wieder am Parkplatz angelangt. Ein toller Ausflug, meint Renate: „So etwas könnten wir eigentlich jede Woche machen.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5923616720384715051?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5923616720384715051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/lions-head.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5923616720384715051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5923616720384715051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/lions-head.html' title='Lion&apos;s Head'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-mq450vwkkhs/Tcafs5grAkI/AAAAAAAAALk/DciFiguwV7k/s72-c/A-Lions%2BHead.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7438185230146186265</id><published>2011-05-07T16:40:00.004+02:00</published><updated>2011-05-07T16:48:32.612+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Export'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kriminalität'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kupfer'/><title type='text'>Die Kupferdiebe von Kapstadt</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-31F1T_VrbKE/TcVbK46CbsI/AAAAAAAAALc/vp5X1TUb6Ss/s1600/a-copper.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-31F1T_VrbKE/TcVbK46CbsI/AAAAAAAAALc/vp5X1TUb6Ss/s320/a-copper.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5603985553965084354" /&gt;&lt;/a&gt;(la/rwl) Kapstadt exportiert Kupfer - obwohl die Stadt gar keine Kupfermine hat. Was exportiert wird, ist Diebesgut, das über sogenannte „&lt;em&gt;bucket shops&lt;/em&gt;“ wieder in den Wirtschaftskreislauf kommt. Jedes Jahr wird in Südafrika Kupfer für fünf Milliarden Rand - 500 Millionen Euro - geklaut, schätzen die Behörden, und Kapstadt liegt an der Spitze der Statistik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 1997 hat Kapstadt eine eigene Polizeieinheit, die sich darum kümmert: die &lt;em&gt;Metal Theft Unit&lt;/em&gt;, heute bekannt als die „&lt;em&gt;Copperheads&lt;/em&gt;“. Bei einer Razzia vor drei Tagen im Stadtteil Bonteheuwel war die DA-Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Patricia de Lille, dabei. Die „Cape Times“ schrieb mit, als einer der Kabeldiebe ihr erklärte: „Wir machen das, damit wir etwas zu essen haben. Für uns gibt es keine Jobs, keine Schule - Tausende leben hier vom Müll.“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tonnen Kupfer finden die &lt;em&gt;Copperheads &lt;/em&gt;bei ihren Razzien im Jahr; in der Stadt brennen tagsüber viele der 300.000 Straßenlaternen, um den Kabeldiebstahl zu verhindern; öffentliche Wasserhähne sind nicht mehr aus Kupfer, sondern nur noch aus Plastik; Polizeihunde sind mittlerweile darauf trainiert, Kupfer zu riechen. Auf sechs Millionen Rand schätzt die Stadt den Schaden, den die Kabeldiebe jedes Jahr anrichten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das Geld, das wir für die Reparaturen ausgeben müssen, können wir nicht für die Verbesserung der städtischen Dienstleistungen einsetzen“, versuchte de Lille die Menschen in Bonteheuwel zu überzeugen. Die Verlockung aber ist groß: Für eine Tonne Kupfer bekommt man auf dem Exportmarkt 60.000 Rand. Manche der „&lt;em&gt;bucket shops&lt;/em&gt;“ weisen die Diebe sogar daraufhin, dass der Ankaufpreis variieren könne - schließlich fluktuiere der Weltmarktpreis ja auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Kupferkabeldiebstahl endet übrigens auch ein Essay von Südafrikas renommierter Soziologin Deborah Posel. Sie erzählt von der Enttäuschung über eine junge wissenschaftliche Mitarbeiterin, in die sie große Hoffnungen gesetzt und zu der sie so etwas wie ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hatte. Die Frau wird schließlich von township-Mitbewohnern wegen Kabelklaus der Polizei übergeben. Deborah Posel hat ein Lehrstück darüber geschrieben, wie ihr und der Universität langsam dämmert, dass etwas nicht in Ordnung ist, welche Art von „ungleichen“ Beziehungen es im Nach-Apartheid-Südafrika gibt und wie linksliberale Akademiker damit umgehen (erschienen in dem auch sonst sehr lesenswerten Band „Load Shedding“, herausgegeben von Liz McGregor and Sarah Nuttall).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7438185230146186265?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7438185230146186265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-kupferdiebe-von-kapstadt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7438185230146186265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7438185230146186265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/die-kupferdiebe-von-kapstadt.html' title='Die Kupferdiebe von Kapstadt'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-31F1T_VrbKE/TcVbK46CbsI/AAAAAAAAALc/vp5X1TUb6Ss/s72-c/a-copper.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-736378235229504303</id><published>2011-05-03T01:42:00.005+02:00</published><updated>2011-05-09T21:01:27.498+02:00</updated><title type='text'>Altersfragen</title><content type='html'>(rwl) Manchmal sind einfache Statistiken ziemlich aufschlußreich. Auf einer website des „Media Studies Department“ der &lt;em&gt;University of the Witwatersrand&lt;/em&gt;, kurz &lt;em&gt;Wits&lt;/em&gt;, ist im November 2010 eine Übersicht über das Alter von Politikern in Afrika und in der westlichen Welt veröffentlicht worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Afrikanische Regierungschefs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Robert Mugabe (Simbabwe):    86&lt;br /&gt;Abdoulaye Wade (Senegal):           83&lt;br /&gt;*Hosni Mubarak (Ägypten):           82&lt;br /&gt;Paul Biya Mbinvondo (Kamerun):      77&lt;br /&gt;Bingu Wa Mutharika (Malawi):        76&lt;br /&gt;Ellen Johnson Sirleaf (Liberia):    75&lt;br /&gt;Hifikepunye Pohamba (Namibia):      74&lt;br /&gt;Rupiah Banda (Sambia):              73&lt;br /&gt;Mwai Kibaki (Kenia):                71&lt;br /&gt;Colonel Gaddafi (Libyen):           68&lt;br /&gt;Jacob Zuma (Südafrika):             68&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Westliche Regierungschefs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Herman von Rompuy (EU):             62&lt;br /&gt;Angela Merkel (Deutschland):        56&lt;br /&gt;Nicolas Sarkozy (Frankreich):       55&lt;br /&gt;*Jose Socrates (Portugal):          53&lt;br /&gt;Stephen Harper (Kanada):            51&lt;br /&gt;Julia Gillard (Australien):         49&lt;br /&gt;Luis Zapatero (Spanien):            49&lt;br /&gt;Barack Obama (USA):                 48&lt;br /&gt;Dimitri Medvedev (Russland):        45&lt;br /&gt;David Cameron (Großbritannien):     43&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(*: nicht mehr im Amt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Afrikaner sind im Schnitt 76, die „Westler“ 51, also 25 Jahre jünger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann nun jeder interpretieren, wie er/sie möchte; Stephen Muholland schreibt in der südafrikanischen Wirtschaftszeitschrift FINWEEK: „Unser Kontinent zieht offenbar große alte Männer (und eine Lady) mit großen Familien und großen Vermögen vor.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-736378235229504303?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/736378235229504303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/altersfragen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/736378235229504303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/736378235229504303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/altersfragen.html' title='Altersfragen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6812976700997815836</id><published>2011-05-01T17:18:00.003+02:00</published><updated>2011-05-01T17:23:05.507+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feiertage'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><title type='text'>Feiertage in Südafrika</title><content type='html'>&lt;a href="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRTQ-7AONLjGSf7KYgqrQkHEiCICWbG5Zs8pg9j8_YV8AD6HqDcZA"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 111px; height: 83px;" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRTQ-7AONLjGSf7KYgqrQkHEiCICWbG5Zs8pg9j8_YV8AD6HqDcZA" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl) Mit dem Ende der Apartheid sollten auch viele Symbole der alten Ordnung verschwinden, etwa die Feiertage der weißen Besiedlung und der von ihnen geprägten Republik. Während der Verhandlungen über den Übergang zu einem demokratischen Südafrika (CODESA), in dem alle Bürgerinnen und Bürger Wahlrecht haben, wurde darüber heftig gestritten.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende mussten alte (weiße) Feiertage wie der Tag der Republik und der Tag zu Ehren von Paul Krüger weichen, dafür wurden neue Feiertage aufgenommen, die an den Widerstand gegen die Apartheid erinnern. Ein 1994 verabschiedetes Gesetz (&lt;em&gt;Public Holidays Act&lt;/em&gt;) regelt, dass es nun 12 Feiertage gibt, neben alten christlichen Feiertagen wie Karfreitag und 1. Weihnachtstag sowie Neujahr sind das nun Festtage, die die Familie (Ostermontag), die Jugend (16. Juni, zur Erinnerung an den Schüleraufstand von Soweto 1976) und die Frauen (in Gedenken an den Marsch der Frauen gegen die Passgesetze am 9. August 1956) feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprünglich nicht geplant war die Erinnerung an das - ebenso signifikante - Massaker von Sharpeville (1960); die Demonstrationen damals waren vom &lt;em&gt;Pan Africanist Congress (PAC)&lt;/em&gt; ausgegangen, der sich vom ANC abgespalten hatte und mit ihm rivalisierte. Der ANC benimmt sich häufig so, als sei er alleiniger Repräsentant des Widerstandes. Nun wird aber dieses Datums (21. März) als Tag der Menschenrechte gedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 16. Dezember, an dem früher der Triumph der Voortrekker über die Zulu am Blood River gefeiert wurde, ist nun der Tag der Versöhnung. Das gemeinsame Erbe des Landes wird am &lt;em&gt;Heritage Day &lt;/em&gt;(24. September) gewürdigt, der Start-Tag des neuen Südafrika mit der Erinnerung an die ersten demokratischen Wahlen am 27. April 1994 heißt jetzt &lt;em&gt;Freedom Day&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fällt einer dieser Feiertage auf einen Sonntag, ist auch der Montag danach noch arbeitsfrei. Diese südafrikanische Besonderheit hat zur Folge, dass die symbolbehafteten Tage hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt eines verlängerten Wochenendes betrachtet werden, an dem man gut Freunde und Verwandte besuchen kann. Weihnachten und damit auch der Tag des guten Willens (26. Dezember) liegt ohnehin in den großen Sommerferien.    &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;In diesem Jahr gibt es noch einen weiteren freien Tag: den der Kommunalwahlen am 18. Mai. Ob es da - und wenn ja für wen - etwas zu feiern gibt, ist schwer vorherzusagen. Bisher hat er vor allem daran erinnert, wie unzufrieden die meisten Südafrikaner mit ihren Kommunalverwaltungen sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6812976700997815836?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6812976700997815836/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/feiertage-in-sudafrika.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6812976700997815836'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6812976700997815836'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/05/feiertage-in-sudafrika.html' title='Feiertage in Südafrika'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4629788872340509400</id><published>2011-04-25T16:25:00.004+02:00</published><updated>2011-04-25T16:36:38.485+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Restaurant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>Restaurantempfehlungen für Kapstadt...</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-z_DcwZPHPfk/TbWGI1FCZnI/AAAAAAAAALU/f1S-LWbexAI/s1600/amiller.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 275px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-z_DcwZPHPfk/TbWGI1FCZnI/AAAAAAAAALU/f1S-LWbexAI/s320/amiller.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5599529197950363250" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl) … zu geben, ist riskant. Denn was gerade noch &lt;em&gt;trendy &lt;/em&gt;war, ist ein, zwei Jahre später vielleicht gar nicht mehr da. Wer sich zum Beispiel auf Iwanowskys Reiseführer-Empfehlungen in seinem 2010 neu herausgegebenen Wälzer über Südafrika orientiert, wird in Tamboerskloof bei manchen Restaurants vor verschlossenen Türen oder in einem veränderten Ambiente stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beständig und über die Jahre mit guter bzw. ausgezeichneter Qualität sind dagegen &lt;em&gt;Arnold’s&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Miller’s Thumb&lt;/em&gt;. Arnold’s, 1998 gegründet, gehört Arnold Bettendorf, einem Österreicher, der seine Karriere im Gastgewerbe als 14jähriger in Trier begonnen hat. Das Restaurant in der Kloof Street ist morgens, mittags und abends geöffnet und meist gut besucht. Man kann dort zu moderaten Preisen u.a. eine &lt;em&gt;Game Platter&lt;/em&gt; mit vier afrikanischen Fleischsorten bestellen (dazu gehört an machen Tagen auch Krokodil), eine geröstete Springbok-Keule ordern  oder einen  &lt;em&gt;Ostrich Burger&lt;/em&gt; verzehren, je nach Appetit &lt;em&gt;single &lt;/em&gt;oder &lt;em&gt;double&lt;/em&gt;. Mit der Rechnung bekommt man meist einen Gutschein für eine Flasche Wein beim nächsten Besuch - als würde man nicht auch so wieder kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer gerne Fisch isst, sollte bei Jane und Solly Solomon von &lt;em&gt;Miller’s Thumb&lt;/em&gt; einkehren. Welcher Fisch am Tage frisch gefangen wurde, steht auf der Kreidetafel, man kann ihn dann wahlweise gegrillt mit, sagen wir, Zitronenbutter bekommen, nach marokkanischer oder malayischer Art zubereitet oder &lt;em&gt;Cajun style&lt;/em&gt; mit einer aparten Kruste. Das alles steht in der an &lt;em&gt;Mr. &amp; Mrs. Hungry&lt;/em&gt; gerichteten Speisekarte. Und dann sind da noch die „specials“ auf der Kreidetafel, zuletzt Rumpsteak mit Schokoladen-Chili-Sauße und zum Nachtisch in Rotwein gegarte Birnenschnitze mit Blauschimmelkäseeis. So viel Kreativität hat dann auch einen etwas höheren Preis. Und bitte unbedingt vorbuchen: Wer einfach nur so vorbeikommt, läuft oft Gefahr, keinen Platz mehr zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das Frühstück oder den Mittagsimbiss gibt es seit November 2009 eine neue Anlaufstelle: den &lt;em&gt;Cookshop &lt;/em&gt;in der Hatfield Street - das ist die Strasse in Gardens, in der auch das eindrucksvolle Jüdische Museum liegt. Ab 7.00 Uhr früh bekommt man dort Frischgebackenes, mittags gibt es eine wechselnde Karte mit gesunden Kleinigkeiten (etwa: Mittelöstlichen Brotsalat mit Sumach-Creme Dressing). Man nimmt sich, was man möchte, und bezahlt den kleinen (35 Rand) oder großen (45 Rand) Teller. Mit dem herannahenden Winter wird es dann mehr warme Suppen geben. Ehrliches Essen von ehrlichen Leuten in einer ehrlichen Umgebung hat eine Kapstädterin über dieses kleine Restaurant geschrieben. Es ist so populär, dass es wohl in ein paar Jahren auch noch da sein wird und  - hoffentlich - nichts von seiner Frische verloren haben wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4629788872340509400?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4629788872340509400/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/restaurantempfehlungen-fur-kapstadt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4629788872340509400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4629788872340509400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/restaurantempfehlungen-fur-kapstadt.html' title='Restaurantempfehlungen für Kapstadt...'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-z_DcwZPHPfk/TbWGI1FCZnI/AAAAAAAAALU/f1S-LWbexAI/s72-c/amiller.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2727077247540657157</id><published>2011-04-22T23:14:00.005+02:00</published><updated>2011-04-22T23:29:54.741+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Cartoon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shapiro'/><title type='text'>Shapiros Ostergruß</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-1OaBd7vJ1TY/TbHwBZ-t4OI/AAAAAAAAALM/vaLQSQO2nVY/s1600/Zapiro.gif"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 230px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-1OaBd7vJ1TY/TbHwBZ-t4OI/AAAAAAAAALM/vaLQSQO2nVY/s320/Zapiro.gif" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598519718742712546" /&gt;&lt;/a&gt;Der Ostergruß des Karikaturisten Shapiro aus dem aktuellen "Mail &amp; Guardian". Rechts unten in der Ecke - in dieser Blog-Größe leider nicht zu entziffern - sieht man übrigens Demonstranten mit "Deliver!"-Plakaten und einen prügelnden Polizisten - und einen Osterhasen, dem dem ANC wegläuft: "Sorry, Buddy - You'll ruin my credibility!" Ach ja: Jacob Zuma hält einen Papierstapel mit der Aufschrift "Election Promises" in Händen...&lt;br /&gt;Wir wünschen fröhliche Ostern aus Kapstadt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2727077247540657157?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2727077247540657157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/shapiros-ostergru.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2727077247540657157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2727077247540657157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/shapiros-ostergru.html' title='Shapiros Ostergruß'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-1OaBd7vJ1TY/TbHwBZ-t4OI/AAAAAAAAALM/vaLQSQO2nVY/s72-c/Zapiro.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3910987103823030393</id><published>2011-04-22T23:07:00.006+02:00</published><updated>2011-04-22T23:25:40.700+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirche'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Silvertown'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chor'/><title type='text'>Der Messias in Silvertown</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-O8XSq-t3dfI/TbHva1JrvnI/AAAAAAAAALE/Bv0Ohb3cRks/s1600/Ah%25C3%25A4ndel.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 226px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-O8XSq-t3dfI/TbHva1JrvnI/AAAAAAAAALE/Bv0Ohb3cRks/s320/Ah%25C3%25A4ndel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598519056021569138" /&gt;&lt;/a&gt;(la/rwl) Kapstadt hat viele sehr unterschiedliche Stadtteile, und manche besucht man nur, wenn man dort ein bestimmtes Ziel hat. An Silvertown waren wir bisher immer achtlos vorbeigefahren, obwohl es am Weg vom Flughafen in die Stadt liegt und  Teil von Athlone ist, das durch sein großes Stadion auf sich aufmerksam macht. Früher hatte dort „Dance for All“ sein Hauptquartier im Joseph Stone Theater - jene hinreißende Ballettschule für township-Kinder.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Athlone insgesamt wird auch Silvertown überwiegend von &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;bewohnt. Auf der breiten Klipfontein Road geht es gleich nach dem Stadion (das Sepp Blatter für die Fußball-WM nicht gut genug war) links ab zur Neuapostolischen Kirche. Das Hinweisschild ist gar nicht nötig,  wir müssen nur den vielen Autos folgen, die schon weit vor dem großen Betongebäude einparken. Junge Männer in weißem Hemd und Schlips winken uns ein: ein wilder Parkplatz auf einem freien Stück Land. Wir schließen uns den vielen Menschen im Sonntagsstaat an, die zur Kirche streben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kirchen in Südafrika sind manchmal sehr groß, diese hat genau 1965 Sitzplätze. Heute Nachmittag waren sie alle besetzt: Der Chor der Kirche führte mit dem Philharmonischen Orchester von Kapstadt Händels „Messias“ auf. „Auditorium open 1630, show starts at 1700“ hieß es auf der Eintrittskarte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-hQ0KCj76cro/TbHukYod7YI/AAAAAAAAAK8/NScl3jO_7r0/s1600/A-Chor.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 191px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-hQ0KCj76cro/TbHukYod7YI/AAAAAAAAAK8/NScl3jO_7r0/s320/A-Chor.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598518120653122946" /&gt;&lt;/a&gt;Im Saal sehr viele &lt;em&gt;Coloureds&lt;/em&gt;, hier sind die Weißen in der Minderheit. Der Chor sitzt schon auf der Bühne - mehr als 100 Menschen, mehr junge Frauen, aber erstaunlich viele junge Männer. Chöre sind ein wesentlicher Bestandteil der Gottesdienstgestaltung und des Gemeindelebens. Auch im „Informations“-Radio SAFM erklingen am Sonntag die unterschiedlichsten Chöre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben uns sitzt eine junge Frau; sie wohnt nicht in Silvertown, aber ihr Boyfriend singt mit im Chor. Zweimal pro Woche ist Probe, erzählt sie uns, vor einem Konzert wie diesem sogar dreimal. Heute ist nur die erste Besetzung auf der Bühne; insgesamt hat der Chor 200 Mitglieder, wie wir in der Pause erfahren. Die Neuapostolische Kirche hat am Kap einen eigenen Musikalischen Projektmanager, der heute Chor und Philharmoniker dirigiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige Minuten nach 17 Uhr geht es los, und der Chor ist ziemlich gut. Händels „Messias“, 1741 geschrieben, ist ein effektvolles Werk - und beim bekanntesten Stück, dem „Hallelujah“, steht das offenbar mit dem Werk gut vertraute Publikum ganz selbstverständlich auf.  Unterbrochen von einer kurzen Pause dauert die Aufführung fast drei Stunden. Sehr schnell machen sich die Silvertown-fremden Besucher kurz vor 20 Uhr wieder auf in ihre eigenen Stadtteile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sich die Menschen aus den verschiedenen Stadtteilen  so selten begegnen, hat drei Gründe: die erzwungene Segregation der Apartheidpolitik, das Fehlen öffentlicher Räume und die Furcht vor Kriminalität. Wer mit einer Konzertkarte in der Tasche einen Nachmittag im fremden Territorium verbringt, wird auf sehr angenehme Art daran erinnert, dass auch dort Menschen leben, die Musik lieben und Gemeinschaft pflegen, die an der Moderne und der Mode teilhaben wollen (die meisten jungen Damen standen auf atemberaubend hohen Stöckelschuhen) und die dafür hart arbeiten. Ein Kristallisationspunkt dafür sind die Kirchen. In einem Land, das kaum noch eine öffentliche Moral kennt, geben sie Halt und Orientierung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3910987103823030393?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3910987103823030393/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/der-messias-in-silvertown.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3910987103823030393'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3910987103823030393'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/der-messias-in-silvertown.html' title='Der Messias in Silvertown'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-O8XSq-t3dfI/TbHva1JrvnI/AAAAAAAAALE/Bv0Ohb3cRks/s72-c/Ah%25C3%25A4ndel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7178076888698860028</id><published>2011-04-22T11:18:00.002+02:00</published><updated>2011-04-22T11:22:07.496+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Demonstrationen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gewalt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polizei'/><title type='text'>Polizeigewalt</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-bFQDl3Qmj3g/TbFITwOgB5I/AAAAAAAAAK0/1detbCcLBC4/s1600/Tatane.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 222px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-bFQDl3Qmj3g/TbFITwOgB5I/AAAAAAAAAK0/1detbCcLBC4/s320/Tatane.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598335315998672786" /&gt;&lt;/a&gt;(la/rwl) Das Bild hat in Südafrika Schockwellen ausgelöst: Ein unbewaffneter Demonstrant, der bei einer Protestkundgebung in der Kleinstadt Ficksburg (Orange Free State) einen alten Mann vor Übergriffen der Polizei schützen wollte, war von Polizisten verprügelt und aus nächster Nähe zweimal angeschossen worden - er starb in den Armen seines Freundes, Minuten nach dieser Aufnahme. Die Bilder liefen abends in den Hauptnachrichten als Aufmacher: Posthum ist Andries Tatane berühmt geworden.&lt;br /&gt;Seit einer Woche wird der Fall heftig diskutiert. „&lt;em&gt;Delivery protests&lt;/em&gt;“ sind zahlreich, Polizeiübergriffe auch - den Tod eines Demonstranten aber konnte man noch nie im Fernsehen miterleben. Auch ANC-Sprecher Jackson Mthembu fühlte sich an die finstersten Zeiten der Apartheid erinnert, als die Polizei Demonstrationen ohne Rücksicht auf Menschenrechte niederknüppelte. &lt;br /&gt;Jetzt ist die grundsätzliche Kritik an den Sicherheitskräften ein Thema der Medien: Die Polizei ist in den vergangenen Jahren militarisiert worden, aus „Police Service“ wurde „Police Force“, Polizeichef Cele hat die Beamten mit militärischen Dienstgraden versehen, nennt sich selbst „General“ und ermuntert im „Krieg gegen die Kriminalität“ zum schnellen Gebrauch von Schusswaffen. Die frühe Mahnung von ANC-Veteran Kader Asmal, nach der Verfassung sei die Polizei ein Diener der Bürger und nicht ihr Gegner, stieß damals auf taube Ohren. &lt;br /&gt;Heute, so beklagt die „Sunday Times“, scheine die Polizei die Verfassung als Hindernis für eine effektive Polizeiarbeit zu begreifen. Und der „Sunday Independent“ fragt bitter, wann die ANC-Regierung endlich aufwache und begreife, dass „General“ Cele „einen Haufen wilder Hunde“ heranzüchte. &lt;br /&gt;Die Anwendung exzessiver Gewalt im Polizeialltag sei seit langem normal, schreibt Gareth Newham vom renommierten Institute for Security Studies in Pretoria; die aufrüttelnden Fernsehbilder vom Tod Andries Tatanes haben dies nur öffentlich bewusst gemacht. Das für Polizeiübergriffe eingerichtete „Independent Complaints Directorate“ hat in den vergangenen Jahren eine wachsende Zahl von Übergriffen und Todesfällen gezählt. Jetzt soll es die Hintergründe untersuchen; sechs Polizisten von Ficksburg sind vorläufig festgenommen. Beim ersten Auftritt vor Gericht mussten sie vor wütenden Bürgerinnen und Bürgern geschützt werden. &lt;br /&gt;Bis die südafrikanische Polizei nicht nur gefürchtet, sondern von den Bürgern auch wieder respektiert wird, scheint noch ein langer Weg. Es wäre sehr traurig, hat „Business Day“-Chefredakteur Peter Bruce an diesem Montag geschrieben, wenn Polizeichef Cele am Ende dieser Woche noch Polizeichef wäre. Wie nicht anders zu erwarten, ist er aber weiterhin im Amt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7178076888698860028?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7178076888698860028/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/polizeigewalt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7178076888698860028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7178076888698860028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/polizeigewalt.html' title='Polizeigewalt'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-bFQDl3Qmj3g/TbFITwOgB5I/AAAAAAAAAK0/1detbCcLBC4/s72-c/Tatane.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8759386199751307654</id><published>2011-04-21T20:40:00.003+02:00</published><updated>2011-04-21T21:06:33.396+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Auto'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kennzeichen'/><title type='text'>Autos, Autos</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-IaxEdthzTFw/TbB741xdI5I/AAAAAAAAAKs/oaHJOEx8Z6k/s1600/Numbe%2BPlate.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-IaxEdthzTFw/TbB741xdI5I/AAAAAAAAAKs/oaHJOEx8Z6k/s320/Numbe%2BPlate.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5598110553258926994" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Autos sind in Südafrika ein wichtiges Statussymbol. Und Autokennzeichen gehören dazu. Auch hier war früher alles wohl geordnet: „CA“ oder ein „C“ im Schild ist auch heute noch ein untrügliches Kennzeichen für Kapstadt, „GP“ am Ende steht für die Provinz Gauteng, „NP“ für Northern Province, „FS“ für Free State, „WP“ für Western Province - das ist alles noch sehr logisch und überschaubar. &lt;br /&gt;Seit einiger Zeit aber besteht die Möglichkeit, sich gegen eine jährliche kleine Gebühr eigene Kreationen als Nummernschild geben zu lassen. Jetzt verraten manche Autos nicht mehr ihre Herkunft, sondern sagen viel mehr aus über den Fahrer. Egomanen und Angeber dürfen sich austoben („OPULENT 1“), und clevere Geschäftsleute werben mit dem Autokennzeichen für sich und ihre Produkte. Unsere Nachbarin Jenny Morris, „&lt;em&gt;the giggling gourmet&lt;/em&gt;“ - eine Köchin mit eigenem Catering und Kochshows im Radio -, fährt gleich mit mehreren Autos Werbung für sich: „FOOD4U-WP“ liest sich als „Food for you“, „FOOD2U“ fährt sie auch, und der Wagen mit „GR8FOOD“ gehört ihr ebenfalls. &lt;br /&gt;Südafrikanische Autofahrer haben allerdings auch Humor. Bei „7ATE9“ sitzt wohl ein kleiner Witzbold hinter dem Steuer, und ein Macho hat sich ein "BLONDE"-Schild bestellt - mit auf dem Kopf stehenden Buchstaben. „WASNT ME“ gehört wohl auch einem lustigen Menschen. Und ob „GANGSTA 1-GP“ ein Regierungs-Auto aus Johannesburg ist? Dann wäre „WASNT ME“ eigentlich ein guter Zweitwagen…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8759386199751307654?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8759386199751307654/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/autos-autos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8759386199751307654'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8759386199751307654'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/autos-autos.html' title='Autos, Autos'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-IaxEdthzTFw/TbB741xdI5I/AAAAAAAAAKs/oaHJOEx8Z6k/s72-c/Numbe%2BPlate.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4258859862390566241</id><published>2011-04-21T12:49:00.005+02:00</published><updated>2011-04-21T13:01:40.566+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Simbabwe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mugabe'/><title type='text'>Mike Campbell gestorben</title><content type='html'>&lt;a href="http://media.economist.com/images/images-magazine/2011/04/23/ob/20110423_obp001.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 595px; height: 335px;" src="http://media.economist.com/images/images-magazine/2011/04/23/ob/20110423_obp001.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Im vergangenen Jahr hatten wir ihn im Film kennengelernt: Mike Campbell, den Farmer aus Simbabwe, der gegen seinen Präsidenten vor dem SADC-Tribunal in Windhuk geklagt und gewonnen hatte. Trotzdem war Campbell von seiner Farm vertrieben worden, wie eindrücklich in dem Dokumentarfilm "Mugabe and the White African" geschildert wurde (siehe Blog-Eintrag vom 1.8.2010!). Am 6. April ist Mike Campbell in Harare im Alter von 78 Jahren gestorben - und der "Economist" hat ihm einen Nachruf gewidmet: www.economist.com/node/18584000&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.economist.com/node/18584000?story_id=18584000"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4258859862390566241?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4258859862390566241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/mike-campbell-gestorben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4258859862390566241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4258859862390566241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/mike-campbell-gestorben.html' title='Mike Campbell gestorben'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8052179629916990244</id><published>2011-04-16T19:00:00.003+02:00</published><updated>2011-04-16T19:11:15.444+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kriminalität'/><title type='text'>Alarm</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-fk5zvs5mBTA/TanNa16bS7I/AAAAAAAAAKk/agVaYOwWsS8/s1600/L1010673.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-fk5zvs5mBTA/TanNa16bS7I/AAAAAAAAAKk/agVaYOwWsS8/s320/L1010673.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5596229873016982450" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Unser Nachbar hatte gestern abend alle Schuld auf seine Frau abgewälzt: „Louise hat das Management der Sicherheitsanlage übernommen, und die ist nun einmal ziemlich kompliziert!“ Der Sirenenalarm hatte uns mehrfach auf die Terrasse gebracht, von wo aus man die Einfahrt zum Nachbargrundstück überblicken kann: Alles ruhig - nur die Sirene nicht. Beim dritten Alarm haben wir den abwesenden Nachbarn dann doch auf dem Handy informiert, und wenige Minuten später kam Johann, um nach dem Rechten zu sehen. Fehlalarm!&lt;br /&gt;Heute morgen schrillt die Sirene bis zum Mittag fünfmal - und die Nachbarn sind wieder unterwegs. Telefonisch bitten sie uns um Amtshilfe: Vermutlich hätten sich Klappläden auf dem Balkon, vom Wind ermutigt, selbständig gemacht und den Alarm ausgelöst; die Sicherheitsleute sollten mal nachschauen, und wir hätten doch gerade die große Leiter geborgt… &lt;br /&gt;Wenige Minuten später steht ein Wagen der Sicherheitsfirma ADT vor der Tür. Mit der Pistole im Halfter klettert der junge Mann, sichtlich ungeübt, über das Tor und prüft das Haus: Alle Fenster dicht, die Klappläden festgezurrt. „Seems okay“, sagt Themba und klettert wieder auf die Straße. &lt;br /&gt;Auf seiner 12-Stunden-Schicht fährt er nur im Stadtteil Tamboerskloof Streife. „Nach einem Alarm bin ich innerhalb von drei Minuten da“, sagt er stolz. Drei Monate ist er für diesen Job geschult worden, aber sehr oft kommt er nicht zum Einsatz. „Ein-, zweimal im Monat werden wir alarmiert“, sagt er - meistens, nachdem parkende Autos aufgebrochen wurden. &lt;br /&gt;In seinem Wagen hat Themba Verbindung zur Polizei (SAPS) und zur &lt;em&gt;Tamboerskloof Neighbourhood Watch&lt;/em&gt;, einer Selbsthilfegruppe der Stadtteilbewohner, die auch Streife gehen/fahren. Wenn der Alarm mit Druck auf einen „Panic Button“ im Haus ausgelöst wird und also vermutlich im Haus ein Problem besteht, soll er nicht auf eigene Faust tätig werden, sondern auf die Polizei warten. TBK Watch ist mit der Polizei (SAPS) vernetzt. &lt;br /&gt;Oft genug reicht die pure Präsenz. „Wenn hier um Mitternacht Leute herumspazieren, dann suchen die doch vermutlich eine Gelegenheit“, sagt Themba. „Wir fragen dann, was sie hier wollen - aber mehr können wir nicht machen. Hier darf ja jetzt jeder jederzeit herumspazieren.“&lt;br /&gt;Neulich abends hat er drei Afrikaner beim Aufbrechen eines Autos gestört. Eine Anzeige wollte der Besitzer des Wagens aber trotzdem nicht machen: Das sei zuviel Papierkram, und die Diebe kämen ja doch am nächsten Tag wieder frei. „Aber bedankt hat er sich bei mir, dass ich meinen Job mache“, sagt Themba und fährt weiter Streife.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8052179629916990244?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8052179629916990244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/alarm.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8052179629916990244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8052179629916990244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/alarm.html' title='Alarm'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-fk5zvs5mBTA/TanNa16bS7I/AAAAAAAAAKk/agVaYOwWsS8/s72-c/L1010673.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4708719761802332002</id><published>2011-04-16T13:02:00.012+02:00</published><updated>2011-04-21T20:55:29.505+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Korruption'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shiceka'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><title type='text'>Sicelo Shiceka und das Regierungs-Handbuch</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-5UFNstReyGE/Tal36Q-LteI/AAAAAAAAAKc/TH1Sm9oXCIU/s1600/Minister.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 250px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-5UFNstReyGE/Tal36Q-LteI/AAAAAAAAAKc/TH1Sm9oXCIU/s320/Minister.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5596135854856451554" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Das ist Sicelo Shiceka. Sicelo Shiceka ist einer von 65(!!) Ministern und stellvertretenden Ministern im südafrikanischen Kabinett. Seit September 2008 ist er „Minister of Co-operative Governance and Traditional Affairs“. Shiceka ist damit für die lokalen Verwaltungen zuständig - und er genießt offenbar sein Amt: Als südafrikanischer Minister kann man es sich ziemlich gut gehen lassen. Wie gut, hat die „Sunday Times“ kürzlich penibel aufgelistet.&lt;br /&gt;☻ Als sein Präsident Zuma im Parlament von Kapstadt sprach, quartierte sich Shiceka im „One &amp; Only“ ein, einem der neuesten 5-Sterne-Hotels von Kapstadt - eine Nacht für 55.793 Rand (geteilt durch zehn, dann sind es Euro). Innerhalb eines Jahres gab Shiceka - besser: der südafrikanische Steuerzahler - im „One &amp; Only“ für sich und seine Leute 640.000 Rand aus.&lt;br /&gt;☻ Innerhalb von acht Monaten ließ Shiceka zehn seiner Familienmitglieder für 160.000 Rand herumfliegen, ebenfalls auf Steuerzahlerkosten.&lt;br /&gt;☻ Auch er selbst war oft in der Luft: 2009 mit 183 Flügen innerhalb von neun Monaten - für 1,3 Millionen Rand.&lt;br /&gt;☻ Als Shicekas Freundin wegen Drogenhandels in der Schweiz im Gefängnis saß, flog er schon kurz nach seiner Bestallung als Minister mit seiner persönlichen Assistentin für fünf Tage nach Genf - Erster Klasse, für 77.000 Rand je Ticket. Das gebuchte 4-Sterne-Hotel wurde kurzfristig in ein 5-Sterne-Hotel ausgetauscht; die Limousine für die Fahrt zum Gefängnis kostete 32.000 Rand. Insgesamt schlug die Stippvisite mit 367.000 Rand zu Buche. Offizieller Grund de Reise: Gespräche zur Vorbereitung der Fußball-WM. Shiceka selbst sagt heute, er habe von den Erfahrungen der Schweiz als Fußball-WM-Gastgeber profitieren wollen (für Fußball-Laien: das war 1954; Deutschland gewann!). Seine persönliche Assistentin bestätigte der „Sunday Times“ aber, dass der Besuch bei der Freundin im Gefängnis einziger Programmpunkt der Reise war.&lt;br /&gt;Auf seine teuren Reisen angesprochen, sah Shiceka kein Problem: Das ministerielle Handbuch erlaube das. Die Wochenzeitung „Mail &amp; Guardian“ hat daraufhin in dieser Woche versucht, dieses ministerielle Handbuch zu bekommen. Zunächst hieß es im Informationsministerium, das sei leider unmöglich, es handele sich um ein geheimes Papier, auf Nachfrage dann, neugierige Journalisten müssten einen Antrag stellen. Schließlich meinte die Pressestelle, man arbeite gerade daran, der Öffentlichkeit das Handbuch einfacher zur Verfügung zu stellen…&lt;br /&gt;Der „Mail &amp; Guardian“ ist hartnäckig und hat das Handbuch über andere Kanäle bekommen. Die Regeln dort lesen sich eher so, dass Sicelo Shiceka sich nicht ganz so sparsam verhalten hat wie dort vorgeschlagen. Jetzt - so hat der ANC vor einigen Tagen beschlossen - soll der &lt;em&gt;Public Protector&lt;/em&gt; klären, ob der Minister sich korrekt verhalten hat oder nicht. &lt;br /&gt;Und Interessierte haben seit gestern ganz einfach Zugang zu dem &lt;em&gt;Ministerial Handbook&lt;/em&gt;: Beim „Mal &amp; Guardian“ kann man es sich herunterladen - http://www.mg.co.za/handbook&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4708719761802332002?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4708719761802332002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/sicelo-shiceka-und-das-regierngs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4708719761802332002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4708719761802332002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/sicelo-shiceka-und-das-regierngs.html' title='Sicelo Shiceka und das Regierungs-Handbuch'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-5UFNstReyGE/Tal36Q-LteI/AAAAAAAAAKc/TH1Sm9oXCIU/s72-c/Minister.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4863330390057004192</id><published>2011-04-11T00:08:00.009+02:00</published><updated>2011-04-21T20:52:48.706+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunalwahl'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Shapiro'/><title type='text'>Wahlkampf am Kap</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bgzXhVLktyY/TaIrjaMXDLI/AAAAAAAAAKU/nS3wQJr3Uvk/s1600/L1010650.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-bgzXhVLktyY/TaIrjaMXDLI/AAAAAAAAAKU/nS3wQJr3Uvk/s320/L1010650.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5594081574474157234" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl/la) Am 18. Mai wird in Südafrika gewählt - da, wo es wirklich brennt, in den Kommunen. Die Regierungspartei ANC erinnert sich an das Volk, führende Vertreter sind im Land unterwegs und müssen sich harsche Kritik an lokalen Missständen anhören. „Save us from the vampires in the ANC in Nelson Mandela Bay” war ihr Appell im ehemaligen Port Elizabeth.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Port Elizabeth liegt im Eastern Cape, einer Provinz, die besonders schlecht regiert wird. Um die Wähler zu motivieren, dennoch ihr Kreuz beim ANC zu machen, greifen manche Wahlkämpfer auf Helden der Vergangenheit oder höhere Mächte zurück. Im Februar hatte Präsident Zuma den Wählerinnen und Wählern am Ostkap erklärt, eine Stimme für die Opposition sei eine Stimme für den Teufel. Ende vergangener Woche verkündete er in Graaff-Reinet, Gott sei immer da präsent, wo der ANC vertreten sei: „Wenn Ihr für den ANC stimmt, werden sogar Eure Hände gesegnet sein.“ Der ANC, das hatte Zuma schon vor längerer Zeit angekündigt, werde regieren, „bis Jesus Christus zurück komme“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julius Malema, das &lt;em&gt;enfant terrible&lt;/em&gt; der südafrikanischen Politik, war als Vorsitzender der ANC-Jugendliga in New Brighton und beschwor die Geister der Vergangenheit: „Wenn Ihr die ANC-Väter enttäuschen wollt, dann stimmt für die Democratic Alliance“. Und weiter: „Am 18. Mai, dem Geburtstag von Walter Sisulu (dem verstorbenen Kampfgefährten Nelson Mandelas), könnt Ihr nicht gegen seine Organisation stimmen.“ Und: „Wenn Ihr wollt, dass sich Chris Hani im Grab umdreht, dann geht hin und wählt einen Unabhängigen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hani, der sehr respektierte Generalsekretär der Kommunistischen Partei, war 1993 von einem polnischen Immigranten ermordet worden. Und die unabhängigen Kandidaten, das sind oft ehemalige ANC-Lokalmatadore, die von der Partei nicht wieder aufgestellt oder von der Kandidatenliste gestrichen worden waren und jetzt als Unabhängige kandidieren. Manche werden von ANC-Generalsekretär Mantashe persönlich zu Hause aufgesucht, damit sie sich der Parteidisziplin unterwerfen und ihre Kandidatur zurückziehen. Genaues weiß man erst am kommenden Dienstag, wenn die Wahlbehörde die offizielle Kandidaten-Liste veröffentlicht, aber bei dieser Wahl wird es sicher mehr als 800 unabhängige Kandidaten geben: so viele wie noch nie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ANC mobilisiert mit allen Mitteln, denn viele enttäuschte ANC-Anhänger wollen am Wahltag zu Hause bleiben: Politiker, das haben sie gelernt, versprechen ihnen vor der Wahl alles und lassen sich danach nie wieder blicken. Wozu also überhaupt wählen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da muss man schon mit allen Mitteln arbeiten. „Glaubt an zwei Dinge: an Gott und an den ANC“, ruft Präsident Zuma den Wählerinnen und Wählern zu. Und auch wenn das Leben auf Erden für die enttäuschten ANC-Anhänger ziemlich trostlos ist - ein Populist wie Julius Malema weiß: „Der ANC steht für den Himmel auf Erden“. In Port Elizabeth instrumentalisierte Malema auch den früheren Präsidenten: „Präsident Mandela ist krank, und Ihr wollt doch nicht zur Verschlechterung seines Zustandes beitragen, in dem ihr nicht ANC wählt.“ (Shapiro, der scharfzüngige Cartoonist in Kapstadt, hat dies sofort aufgespießt - siehe die Karikatur aus der "Sunday Times"!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Port Elizabeth, aka Nelson Mandela Bay, ist heftig umkämpft. Bei den Provinzwahlen (2009) war die Zustimmung zum regierenden ANC schon auf 49,15 Prozent abgesunken. Es wird bereits darüber spekuliert, dass demnächst eine von der DA geführte Koalition im Rathaus regieren könnte. Vizepräsident Motlanthe hat erst vor einigen Tagen Schlagzeilen gemacht: Als er im Wahlkampf einräumte, dass der ANC Kapstadt jetzt wohl nicht zurückgewinnen werde. Aber dann bei der nächsten Wahl, 2014…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4863330390057004192?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4863330390057004192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/wahlkampf-am-kap.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4863330390057004192'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4863330390057004192'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/wahlkampf-am-kap.html' title='Wahlkampf am Kap'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-bgzXhVLktyY/TaIrjaMXDLI/AAAAAAAAAKU/nS3wQJr3Uvk/s72-c/L1010650.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2034286571138309416</id><published>2011-04-10T13:53:00.005+02:00</published><updated>2011-04-10T14:09:34.424+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Somerset West'/><title type='text'>Ausflug nach Altona</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ZyoibzRmZq0/TaGc0h0kp0I/AAAAAAAAAKM/TfhAAb15CfY/s1600/L1010643.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-ZyoibzRmZq0/TaGc0h0kp0I/AAAAAAAAAKM/TfhAAb15CfY/s320/L1010643.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5593924638416873282" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl) Kapstadt.com heißt ein Magazin, das „auf gut Deutsch“ über alles informiert, was Touristen interessieren könnte. Geworben wird ganz besonders für Angebote von Deutschen oder Deutschstämmigen. Oder von Deutsch sprechenden, wie dem Südtiroler Johann Innerhofer, der in Somerset West Wein und Oliven anbaut und vor gut einem Jahr ein Restaurant eröffnet hat. Dass viele Südtiroler sehr gut kochen, haben wir oft erlebt und genießen können, es ist also ein Besuch fällig. Und weil wir neugierig sind, machen wir uns schon am Nachmittag auf nach Sommerset West. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt gehört zum Großraum Kapstadt, ist traditionell bei Deutsch(stämmig)en sehr beliebt - und wächst offenbar weiter. Links der Autobahn (von Kapstadt aus gesehen), schießen seit Jahren neue Wohnsiedlungen aus dem Boden (in Südafrika werden zuerst die Straßen gebaut und - heutzutage - auch die Umfriedung, meist Mauern). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf die Frage, wer in diesen vielen neuen Siedlungen  (auch im Norden Kapstadt gibt es immer mehr davon) wohnt, wissen wir immer noch keine gute Antwort - die bisherigen Auskünfte reichen von jungen Kapstädtern, urlaubenden Johannesburgern  über britische Rentner und deutsche „Schwalben“ (regelmässige Langzeiturlauber) bis hin zu aufstrebenden Mittelschichtangehörigen, insbesondere der &lt;em&gt;Coloureds&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fragezeichen werden noch größer, als wir die alte Sir Lowry’s Pass Road entlang fahren; sie verläuft etwas oberhalb der Autobahn, und man hat einen schönen Blick über die Bucht und die sie begrenzenden Berge. Links und rechts weitere umfriedete Wohnsiedlungen (&lt;em&gt;gated communities&lt;/em&gt;), so neu, dass noch nicht einmal alle Straßen auf unserem neuen Stadtplan verzeichnet sind. Daneben, ebenfalls neu, ein paar Weingüter, und eines davon gehört dem Meerblick suchenden Südtiroler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Stück weiter ändert sich das Bild und die Stimmung: statt gefräßiger Erschließung (&lt;em&gt;urban sprawl&lt;/em&gt; nennen das die Stadtplaner) ältere Häuser, manche leicht heruntergekommen, viele mit Elektrozaun gesichert. Ein Weingut steht zum Verkauf, offenbar schon länger, denn es sieht nicht so einladend aus wie die meist penibel gepflegten Anwesen. Auch hier sind fast alle Gebäude mit Elektrozaun umgeben. Ganz am Ende, jenseits eines unbeschränkten Bahnübergangs, wird die Straße nicht mehr gewartet, weil die Zufahrt auf die berühmte eigentliche Passstraße gesperrt ist. Eine Sackgasse also, langsam wächst sie von links und rechts zu. Plastikmüll und niedergedrücktes Buschwerk legen die Vermutung nahe, das hier Menschen gehaust haben. Wir kehren um.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rechts geht es zu einem jahrhundertealten Weingut: Knoerhoek ("seit 1793"). Vor dem gesicherten Tor ein Auto der Sicherheitsfirma ADT, hinter dem Schlagbaum ein Wächter. Irgendwas stimmt hier nicht. Vom nicht sehr gesprächigen Wachmann erfahren wir, dass es viele Überfälle gegeben hat, und als unser Blick auf einen neuen Zaun mit verschärftem Stacheldraht fällt, sagt er: „Und jetzt haben wir auch noch Patrouillen mit Hunden aufgenommen“. Daneben ein neues Weingut, Wedderwill, ebenfalls mit Eingangskontrollen gesichert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück auf Sir Lowry’s Pass Road liegt links Sir Lowry’s Pass Village. Wir registrieren das Schild „Methodist Mission“ und eine stacheldrahtverbarrikadierte Polizeistation. Wir fahren weiter, weil uns leider erst beim nächsten Blick auf den Stadtplan auffällt, dass das Dorf eine besondere Geschichte haben muss. Die eine Hälfte heißt „&lt;em&gt;Mission Grounds&lt;/em&gt;“, die andere, fein säuberlich durch die Straße getrennt und mit einem engeren Straßengeflecht, „&lt;em&gt;Sun City&lt;/em&gt;“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen fahren wir so langsam, dass wir den Autoverkehr stören und mehrfach rechts ran müssen. Nicht gerade gepflegte Häuser, verrostende Maklerschilder, eine Abfahrt zu einem Altmetallhandel, ein Hinweis auf „Altona“, handgemalte Werbung für „Bratwurst“ und „Schnitzel“. Wir würden gerne wissen, was hier los ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Südtiroler Pionier (der tatsächlich sehr gut kocht) spricht später auf die Frage nach der „Gegend“ lieber von den Neu-Entwicklungen auf der anderen Seite. Wieder zuhause soll „google“ unsere Fragen beantworten. Zuerst tauchen deutsche Freiwillige auf, die Kinder unterrichten, von sozialen Problemen, Arbeitslosigkeit, häuslicher Gewalt, Kriminalität, Aids ist die Rede. Barbara Tofaute hat eine Stiftung „&lt;em&gt;Hope and Light&lt;/em&gt;“ gegründet, die man auch von Deutschland aus unterstützen kann. Dann erklärt sich die angespannte Stimmung beim alten Weingut Knoerhoek. Der Farmer, Roy McGregor, ist im März so übel zugerichtet worden, dass er nur mit Glück überlebt hat. Brandstiftung ist ein gravierendes Problem. Eine andere Meldung erwähnt, dass in dem Gebiet besonders viel Metall gestohlen wird (insgesamt in Kapstadt ein Problem, die Polizei hat eine spezialisierte Einheit aufgestellt). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam schält sich auch so etwas wie eine Geschichte heraus. Bis vor etwa 20 Jahren bestand das Dorf aus kleinen Landwirtschaftsbetrieben (&lt;em&gt;small holdings&lt;/em&gt;) im Besitz von Weißen und der methodistischen Missionsstation, die für 800 Familien, meist &lt;em&gt;Coloureds&lt;/em&gt;, kleine Häuser gebaut hatte. Dann wurden für einen ein Teil der Bewohner eines nahe gelegenen squatter camps (&lt;em&gt;Sun City&lt;/em&gt;) 600 Häuschen (&lt;em&gt;RDP houses&lt;/em&gt;) gebaut. Und dann haben sich viele weitere Menschen in selbstgebauten &lt;em&gt;shacks &lt;/em&gt;niedergelassen, so dass jetzt insgesamt etwa 8.000 Menschen in dem „Dorf“ leben, darunter zunehmend viele zugewanderte Afrikaner aus dem Eastern Cape und den Nachbarländern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Sir Lowry’s Pass Road stoßen also die Welten aufeinander, die sonst in Kapstadt meist räumlich voneinander getrennt sind. Stacheldraht ist die eine Reaktion, einkommenschaffende und soziale Projekte die andere. Der Getränkehersteller Amarula lässt hier seit 2003 inzwischen 85 Frauen gelb-goldene Bändchen für seine Flaschen fertigen. Die auf dem Knoerhoek-Gelände liegende 4-Sterne Bezweni Lodge wirbt damit, dass sie so viel wie möglich aus dem Dorf bezieht. Der Eco Residential Estate, der sich vor allem dem Ausrotten invasiver fremder Pflanzen verschrieben hat, will von den Bewohnern der dazu gehörenden Häuser sogar eine Entwicklungsabgabe (&lt;em&gt;development levy&lt;/em&gt;) zugunsten von Sir Lowry’s Pass Village erheben. Und dann gibt es noch einen ausgefeilten, 21 Seiten langen Plan „Sir Lowry’s Pass Tourism &amp; Business Development Trust“, der aus dem Ort eine „World Class Destination“ machen will (darunter tut man es hier selten).   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mikrokosmos Südafrikas also, derzeit noch in einem ungemütlichen nebeneinander. Ein Mikrokosmos auch, was die Vorstellungen angeht, wie sich Bürger engagieren und Entwicklung bewerkstelligen können, wenn wie hier, die beiden Welten Südafrikas aufeinanderstoßen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Südtiroler Johann Innerhofer hat &lt;em&gt;sein&lt;/em&gt; Paradies gefunden, aber nicht &lt;em&gt;das &lt;/em&gt;Paradies.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2034286571138309416?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2034286571138309416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/ausflug-nach-altona.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2034286571138309416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2034286571138309416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/ausflug-nach-altona.html' title='Ausflug nach Altona'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-ZyoibzRmZq0/TaGc0h0kp0I/AAAAAAAAAKM/TfhAAb15CfY/s72-c/L1010643.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1856956742038096647</id><published>2011-04-04T14:46:00.006+02:00</published><updated>2011-04-10T14:06:49.318+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Umweltschutz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Green Point'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Recycling'/><title type='text'>Green Point Urban Park</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-fiJYmZt_Iqg/TZnAukHib2I/AAAAAAAAAKE/DdWdPjxJDcU/s1600/L1010620.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-fiJYmZt_Iqg/TZnAukHib2I/AAAAAAAAAKE/DdWdPjxJDcU/s320/L1010620.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5591712318558990178" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Eingeladen waren alle Kapstädterinnen und Kapstädter, gekommen aber waren vor allem &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;aus Mitchell’s Plein: Gestern ist in unmittelbarer Nähe des Green Point Stadions der Green Point Urban Park offiziell eröffnet worden. Eine kleine Bühne, viele Bands, der bekannte Entertainer Soli Philander (der mit seinen Witzen auf Afrikaans zwar nicht uns, aber alle anderen zum Lachen brachte), einige offizielle Reden - und auf dem Rasen jede Menge Mittelschicht. Neben den &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;natürlich auch Weiße, denn in Green Point, Sea Point und Mouille Point stellen sie immer noch die ganz überwiegende Mehrheit der Bewohner.&lt;br /&gt;Wo vor zehn Jahren der Wind den Abfall vor sich her trieb und die Sportstätten vor sich hin gammelten, ist - quasi als Abfallprodukt der Fußball-WM - ein hübscher, grüner Park entstanden. Grün im doppelten Sinn: mit getrennten Abfalltonnen für Papier, Glas und Plastik und mit einem Naturlehrpfad, der anhand der vielfältigen Pflanzen am Kap kurzweilig darüber informiert, wie alles mit allem zusammenhängt. Und mittendrin farbenprächtige Tiere - aus Draht gebogen und mit bunten Perlen versehen von den Künstlern von „Streetwires“.&lt;br /&gt;Manche Hinweisschilder sind übrigens sehr britisch: &lt;em&gt;„Unattended children will be sold to the circus!”&lt;/em&gt; Bleibt zu hoffen, dass der Park wirklich - wie in den Eröffnungsreden immer wieder betont - von der Bevölkerung angenommen, genutzt und gepflegt wird. Gestern klappte das schon einmal - beim Eröffnungskonzert stellte sich fast ein Kirstenbosch-Gefühl (Picknick + Musik) ein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1856956742038096647?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1856956742038096647/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/green-point-urban-park.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1856956742038096647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1856956742038096647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/green-point-urban-park.html' title='Green Point Urban Park'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-fiJYmZt_Iqg/TZnAukHib2I/AAAAAAAAAKE/DdWdPjxJDcU/s72-c/L1010620.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-202672546440544575</id><published>2011-04-04T10:35:00.004+02:00</published><updated>2011-04-10T14:07:56.351+02:00</updated><title type='text'>Green Point Stadion</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-VbuvEjYEcKY/TZmEl8AONFI/AAAAAAAAAJ8/H2-ZbxVEuqE/s1600/L1010617.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-VbuvEjYEcKY/TZmEl8AONFI/AAAAAAAAAJ8/H2-ZbxVEuqE/s320/L1010617.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5591646199654265938" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Mit seinen Klick-Lauten macht uns Njongo schnell klar, dass wir ihm in Xhosa so schnell nichts erzählen werden. Ein Klick-Laut geht ja noch, aber als unser Führer durch das Green Point-Stadion eine Xhosa-Version von „Fischers Fritz fischt frische Fische“ vorführt, geben alle lachend auf. Und Njongo freut sich: „Nichts für ungut!“ Eine gute Stunde zeigt er uns das WM-Stadion. Njongo ist knapp 30, wohnt im Township Langa, hat nach der Schule zunächst am Empfang einer Firma gearbeitet, sich weitergebildet und verdient jetzt als Führer durch das neue Stadion seinen Lebensunterhalt. &lt;br /&gt;An drei Tagen in der Woche kann man das Stadion in Green Point besichtigen. Was von außen ein imposanter Bau ist, erweist sich von innen als höchst funktional - selbst die Präsidenten-Suite, in der die Herren Zuma und Blatter die WM-Spiele verfolgt haben, ist nicht besonders luxuriös, sondern eher spartanisch ausgestattet. Die VIPs haben Ledersitze, keine Plastikschalen - aber das war’s dann auch. &lt;br /&gt;Wir wissen jetzt, wo sich Michael Ballack &amp; Co umgezogen und geduscht haben und wo die Polizisten sich während der Spiele aufhalten; selbst an drei Gefängniszellen für Randalierer haben die deutschen Architekten gedacht. Nur wie das Stadion, das bis zu 72.000 Menschen fasst, im Alltag unterhalten werden kann, weiß niemand so recht. Die Baukosten beliefen sich auf gut 400 Millionen Euro, und die mindestens 100-tausend Euro im Monat für den laufenden Betrieb müssen erst einmal erwirtschaftet werden.&lt;br /&gt;„Noch sehen Sie hier keine Werbeflächen,“ erzählt Njongo; „das Stadion ist gerade erst an die Stadt übergeben worden. Aber darüber wird gerade verhandelt.“ Die französisch-südafrikanische Firma, die das Stadion managen sollte, hat im letzten Herbst aufgegeben und der Stadt den schwarzen Peter zugeschoben: zuwenig Einnahmen. Die VIP-Räume könne man mieten, sagt Njongo, aber für eine Geburtstagsfeier gibt es sicher nettere Räumlichkeiten. „Gefilmt wird hier auch - vor einigen Tagen war Denzel Washington hier.“  &lt;br /&gt;Davon hatten wir schon in der Zeitung gelesen: Washington dreht in Kapstadt gerade den Thriller „Safe House“, Straßenabsperrungen erinnern die Kapstädter fast jeden Tag daran, und drei Nächte hat das Filmteam das Stadion in Beschlag genommen. Taghelle Beleuchtung, Schießereien im Stadion, ein Helikopter kreisend darüber - die Anwohner in Greenpoint und Mouille Point waren erbost über den Lärm und die fehlende Information. In einer Woche wird es wieder laut, aber vielleicht nicht ganz so störend: Da gibt Neil Diamond ein Konzert.&lt;br /&gt;„Bis wir die Kosten gedeckt haben, ist noch ein langer Weg“, sagt Njongo. Das von Blatter durchgesetzte Stadion in Green Point wird die Stadt, also die Steuerzahler, noch einiges kosten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-202672546440544575?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/202672546440544575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/greenpoint-stadion.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/202672546440544575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/202672546440544575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/04/greenpoint-stadion.html' title='Green Point Stadion'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-VbuvEjYEcKY/TZmEl8AONFI/AAAAAAAAAJ8/H2-ZbxVEuqE/s72-c/L1010617.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6128638101836731855</id><published>2011-03-31T13:49:00.003+02:00</published><updated>2011-04-10T14:07:25.860+02:00</updated><title type='text'>Freundliche Begegnungen</title><content type='html'>(rwl) Zu den vielen schönen Seiten Südafrikas gehören die freundlichen Begegnungen im Alltag. Schon der Passbeamte begrüßt uns mit ein paar deutschen Worten und nutzt die Gelegenheit, noch ein paar weitere einzuüben („wunderbar!“). Der Schumacher möchte für das neue Loch im Gürtel kein Geld: „Sie sind ja schlanker geworden. Es kostet nur, wenn Sie fülliger werden“ (tatsächlich sollte aus dem Hüft- ein Taillengürtel werden, aber das musste ich ihm ja nicht so genau erklären). Als die Kreditkarte im Supermarkt hakt, weil ich die deutsche Pin-Nummer eingegeben hatte, quittiert die Kassiererin im Supermarkt die Entschuldigung mit „This is not Germany“ und dann - mit strahlendem Lächeln - „Welcome to South Africa!“ Im Buchladen sagt der junge Mann mit den &lt;em&gt;dreadlocks&lt;/em&gt;: „I like you blouse, it’s awesome.“ „Awesome“ ist gerade so ein Modewort hier (dabei war die Bluse schon 1991 zum ersten Mal in Südafrika). In einem Büro, in dem wir im vergangenen Jahr schon einmal waren, werden wir am Empfang mit „You are Mrs. Launer“ begrüßt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6128638101836731855?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6128638101836731855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/freundliche-begegnungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6128638101836731855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6128638101836731855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/freundliche-begegnungen.html' title='Freundliche Begegnungen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1300262357315538233</id><published>2011-03-31T13:31:00.005+02:00</published><updated>2011-04-10T14:08:34.616+02:00</updated><title type='text'>Zumas Ehefrauen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-xLrpj8S3woA/TZRnAmSy8wI/AAAAAAAAAJs/csR3j90wlCU/s1600/zuma-wives-sleep.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 169px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-xLrpj8S3woA/TZRnAmSy8wI/AAAAAAAAAJs/csR3j90wlCU/s320/zuma-wives-sleep.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590206297450672898" /&gt;&lt;/a&gt;(la) Unser südafrikanischer Lieblings-Kabarettist hat wieder zuge-schlagen: &lt;em&gt;"Desparate First Ladies"&lt;/em&gt; heisst sein Programm, mit dem er gerade durch das Eastern Cape tourt. Ausgangspunkt seiner neuen Aktion ist ein Photo der drei Ehefrauen von Präsident Zuma, die während der ersten großen Parlamentsansprache ihres Gatten 2009 zur Lage der Nation auf der Tribüne ein kleines Nickerchen hielten (erstes Foto!). &lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-UAbhfEPDq9w/TZRoAem6LbI/AAAAAAAAAJ0/WylLjTF9r-s/s1600/evita%2Bschlafend.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 177px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-UAbhfEPDq9w/TZRoAem6LbI/AAAAAAAAAJ0/WylLjTF9r-s/s320/evita%2Bschlafend.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590207394899176882" /&gt;&lt;/a&gt;Jetzt hat Pieter-Dirk Uys die Szene nachempfunden (zweites Foto!). Er schreibt dazu: „Drei First Ladies schlafen vielleicht gerade, aber die vierte ist ganz wach!“ Die vierte: Das ist natürlich Evita Bezuiden-hout, Uys &lt;em&gt;alter ego&lt;/em&gt; und „die bekannteste weiße Frau Südafrikas“. Die schönste Nachricht: Uys arbeitet an einem neuen Theaterstück mit dem Titel „Die glücklichen Weiber von Zuma“…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1300262357315538233?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1300262357315538233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/zumas-ehefrauen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1300262357315538233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1300262357315538233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/zumas-ehefrauen.html' title='Zumas Ehefrauen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-xLrpj8S3woA/TZRnAmSy8wI/AAAAAAAAAJs/csR3j90wlCU/s72-c/zuma-wives-sleep.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6651568907169358448</id><published>2011-03-31T13:14:00.004+02:00</published><updated>2011-03-31T13:31:23.794+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tree Man'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Milner Road'/><title type='text'>The Tree Man</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-vqxNuGZE2cM/TZRllJLq78I/AAAAAAAAAJk/NA0vselJV4k/s1600/L1010583.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-vqxNuGZE2cM/TZRllJLq78I/AAAAAAAAAJk/NA0vselJV4k/s320/L1010583.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590204726268063682" /&gt;&lt;/a&gt;In der Milner Road haben wir im Garten jetzt freie Sicht: „The Tree Man“ war hier. Die alten Bäume im Garten, eine wilde Olive und ein Afrikanischer &lt;em&gt;Thorntree&lt;/em&gt;, mussten dringend beschnitten werden. Der Spezialist war schnell gefunden: In der vergangenen Woche hatte er im &lt;em&gt;guest house&lt;/em&gt; gegenüber ganze Arbeit geleistet und picobello aufgeräumt. Steven komm bald nach einem Anruf und schaut sich kurz im Garten um. Nach einem fachmännischen Blick liefert er am nächsten Tag sieben Männer ab: “They know what they are doing, they have been doing this for years.“ Und weg ist er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist Kevin der Chef. Früher hat er in der Textilindustrie gearbeitet, doch in dem krisengeplagten Wirtschaftszweig war kein Platz mehr für ihn, jetzt passt er also beim Baumbeschneiden auf. Die sechs Männer aus dem Eastern Cape machen sich ohne Umstände ans Werk. Ein gut eingespieltes Team und, so Kevin, alle miteinander verwandt. In die Bäume klettert nur einer, die anderen halten die Leiter, fangen Äste auf, machen Kleinholz aus den Stämmen, tragen den Schnitt weg. Der Mann im Baum setzt die schwere Motorsäge mal mit links an, mal mit rechts, und wenn sie von der einen auf die andere Seite soll, passiert der Wechsel schnell und elegant hinter seinem Rücken. Gesägt wird grundsätzlich mit einer Hand, so lässig wie es eben nur echte Profis können. Von der Leiter runtersteigen, um sie einen halben Meter zu verrücken? Warum denn, sie lässt sich ja auch zurechtruckeln, wenn man ganz oben auf ihr steht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zweieinhalb Stunden ist alles vorbei, der Garten gefegt, jeder Ast zersägt, alles auf dem Anhänger verstaut. In der Mittagspause haben wir versucht, etwas mehr von ihnen zu erfahren: Sie wohnen alle im &lt;em&gt;Township &lt;/em&gt;Du Noon; zwei besitzen schon Häuser, vier leben in &lt;em&gt;Shacks &lt;/em&gt;- die Warteliste für Häuser ist eben lang. Die Verständigung auf Englisch klappt, aber lieber ist ihnen Xhosa. Und Zucker in kleinen Papiertüten (unsere Restaurant-Ausbeute) - das hatten sie noch nie gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6651568907169358448?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6651568907169358448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/tree-man.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6651568907169358448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6651568907169358448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/tree-man.html' title='The Tree Man'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-vqxNuGZE2cM/TZRllJLq78I/AAAAAAAAAJk/NA0vselJV4k/s72-c/L1010583.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4899144418131856044</id><published>2011-03-27T23:39:00.011+02:00</published><updated>2011-03-28T09:44:50.584+02:00</updated><title type='text'>Schwarz-weiße Erlebnisse</title><content type='html'>&lt;em&gt;An einem Tag, an dem in Deutschland rot-grün dominiert, aus Südafrika einige Schwarz-Weiß-Geschichten.&lt;/em&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jj-2xSF-R8k/TY-wdZTxT0I/AAAAAAAAAJM/VDAfN7MJWQI/s1600/L1010553.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-jj-2xSF-R8k/TY-wdZTxT0I/AAAAAAAAAJM/VDAfN7MJWQI/s320/L1010553.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5588879681646579522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als wir am Blaubergstrand das übliche Postkarten-Foto machen - Strand mit rollender Brandung vorn, Tafelberg mit Kapstadt im Hintergrund -, kommt ein Brautpaar mit großer Gesellschaft auf uns zu: Auch das neue Glück soll vor der weltbekannten Kulisse festgehalten werden.&lt;br /&gt;Wie man an dem Autokennzeichen (Lukula2 GP) erkennen kann, kommen die Frischvermählten, kommen die meisten Gäste aus Johannesburg. Unter großem Hallo ziehen sie zum Strand - allesamt offenbar wohlsituierte Schwarze, die Frauen im eleganten Kleid und auf hohen Stöckelschuhen, die Männer im kleinen Schwarzen, manche in Frack und roter Weste.  „&lt;em&gt;Black Diamonds&lt;/em&gt;“ - der Begriff für die neue Konsumelite passt ganz gut auf sie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-gBxTIGw3KCM/TY-xzETDYDI/AAAAAAAAAJU/8M0OZHSDiWs/s1600/L1010532.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-gBxTIGw3KCM/TY-xzETDYDI/AAAAAAAAAJU/8M0OZHSDiWs/s320/L1010532.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5588881153475174450" /&gt;&lt;/a&gt;Manche halten es für den besten Kaffeeausschank in Kapstadt. Vor allem fällt sein Design ins Auge: Der Coffee-Shop auf dem Neighbourgoods-Market (vgl. Blog-Eintrag vom 8.8.2010!) ist ganz in schwarz-weiß gehalten - vor der weißen Wand mit dem Schriftzug „ESPRESSOLAB“ steht die fast durchweg schwarze Bedienungs-Mannschaft. Der Kaffee kommt aus eigener Röstung, die Webseite der Firma signalisiert High-Tech (vgl. http://espressolabmicroroasters.blogspot.com). Die Betreiber, ein offenbar portugiesisch-schwedisches Paar, setzen auf Qualität. Ihre schwarze Bedienungsmannschaft hat die Kundschaft im Griff. Als ich sie frage, ob ein Foto erlaubt ist, lächeln sie höflich, sagen „Of course!“ und stellen sich in Positur. Vermutlich bin ich nicht der erste, der gefragt hat…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-zE5C27gbN8U/TZA7VkOzfWI/AAAAAAAAAJc/q8KZOBj5Wo8/s1600/L1010537.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-zE5C27gbN8U/TZA7VkOzfWI/AAAAAAAAAJc/q8KZOBj5Wo8/s320/L1010537.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5589032379255848290" /&gt;&lt;/a&gt;Habt Ihr einen Feuerlöscher“, ruft der junge Mann etwas atemlos, als er durch die Ladentür stürmt, „unser Auto brennt!“ Wenige Minuten zuvor haben wir ihn zum erstenmal in dem Buchladen in Woodstock gesehen, als wir, vom Neighbourgoods-Market gesättigt, gegenüber der Old Biscuit Mill noch kurz in die Regale schauen. Der Buchladenbesitzer, ein Deutscher, hat ihn sofort als Landsmann identifiziert, und bald zieht er mit einem Leatherman ab, um sein Auto wieder zum Laufen zu bringen. Sehr erfolgreich ist er - siehe oben - nicht, und so vielseitig der Buchhändler auch ist, einen Feuerlöscher gibt’s dort nicht. &lt;br /&gt;Als wir aus der Tür kommen, steht 30 Meter entfernt ein kleiner Wagen in einer großen Rauchwolke. Irgendwo war ein Feuerlöscher aufgetrieben worden, der Fahrer versucht noch, seine Siebensachen aus dem Auto zu retten, das Feuer ist bereits mit Schaum erstickt. Der blaue Kleinwagen ist ziemlich weiß, aber Gott sei Dank ist weiter nichts passiert. Nur ein Totalschaden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4899144418131856044?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4899144418131856044/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/schwarz-weie-erlebnisse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4899144418131856044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4899144418131856044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/schwarz-weie-erlebnisse.html' title='Schwarz-weiße Erlebnisse'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-jj-2xSF-R8k/TY-wdZTxT0I/AAAAAAAAAJM/VDAfN7MJWQI/s72-c/L1010553.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-959625557266179883</id><published>2011-03-27T15:22:00.005+02:00</published><updated>2011-03-27T15:31:04.638+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wasser'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kommunalwahl'/><title type='text'>Kommunalwahlen 3: Wasser</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TsUPcQRmZgI/TY86q6jpnyI/AAAAAAAAAJE/W5Ar7AzGJaA/s1600/wasserprotest.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 215px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-TsUPcQRmZgI/TY86q6jpnyI/AAAAAAAAAJE/W5Ar7AzGJaA/s320/wasserprotest.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5588750171537776418" /&gt;&lt;/a&gt;„No Water = Death Penalty“ stand auf dem Schild, das eine Demonstrantin vor dem Internationalen Konferenzzentrum von Kapstadt hochhielt: Drinnen saßen Experten aus aller Welt und diskutierten die Wasserfrage im Zeichen der Verstädterung. &lt;br /&gt;Die Demonstranten kamen aus Manenberg und Mitchells Plain, zwei &lt;em&gt;Townships &lt;/em&gt;vor den Toren der Stadt. Sie wollten - so stand es am nächsten Tag in der Zeitung - auf Ungerechtigkeiten bei der kommunalen Wasserversorgung von Kapstadt aufmerksam machen. Zugang zu Wasser sei ein Grundrecht - und jetzt wolle die Stadt auch in den Townships Wasserzähler einbauen: „Wir sind vollkommen gegen das neue Wassersystem. Jetzt haben wir keinen Zugang mehr zu Trinkwasser.“&lt;br /&gt;Der Kommunalwahlkampf tobt auch hier - die ANC-Opposition am Kap lässt grüßen. Die DA-Regierung unter Helen Zille habe den Leuten suggeriert, Wasserzähler seien eine gute Sache. Das Gegenteil aber - meint sie - sei der Fall: „Ein Wasserzähler nimmt den armen Leuten das Wasser weg, es begrenzt dein Wasser - jetzt gibt es nicht mehr genug zum Kochen, zum Waschen und für Moslems vor den täglichen Gebeten.“&lt;br /&gt;Die dem ANC sehr gewogene Zeitung „The New Age“ schreibt es nicht so deutlich, aber auch so wird klar: Die Demonstranten wollen für Wasser nichts bezahlen. Kapstadt hat gerade seinen neuen Haushalt aufgestellt, und die städtischen Tarife für Wasser sind sozial gestaffelt: Die ersten sechstausend Liter (6 m³) sind für jeden Haushalt kostenlos, und danach steigen die Kosten mit steigendem Verbrauch immer stärker: von sechs bis 10,5 m³ müssen 4,32 Rand pro m³ gezahlt werden, bis 20 m³ kostet ein m³ dann 9,22 Rand, bis 35 m³ 13,66 Rand. Wer mehr als 50 m³ verbraucht, zahlt ab dieser Menge pro m³ 22,25 Rand (zu allen Preisen kommt noch die Mehrwertsteuer hinzu). Abgerechnet wird übrigens monatlich, so dass jeder Haushalt seinen Verbrauch relativ schnell erfährt.&lt;br /&gt;Die Stadt hofft damit, zum Wassersparen anzuregen - und das ist dringend nötig. In den Zeitungen wird täglich gemeldet, zu welchem Prozentsatz die Dämme gefüllt sind, und manchmal ist Wasser so knapp, dass Rasensprengen verboten ist. &lt;br /&gt;Wasser darf auch für arme Leute nicht kostenlos sein - darüber sind sich Wasserexperten seit mittlerweile vielen Jahren einig. Nur wer etwas für Wasser bezahlen muss, weiß seinen Wert zu schätzen und wird sparsam damit umgehen. Insofern ist Kapstadt mit der Wasserpolitik wohl auf dem richtigen Weg. Wählerstimmen gewinnt man so allerdings kaum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-959625557266179883?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/959625557266179883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahl-3-wasser.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/959625557266179883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/959625557266179883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahl-3-wasser.html' title='Kommunalwahlen 3: Wasser'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-TsUPcQRmZgI/TY86q6jpnyI/AAAAAAAAAJE/W5Ar7AzGJaA/s72-c/wasserprotest.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8695593205256153392</id><published>2011-03-24T18:55:00.003+01:00</published><updated>2011-03-24T19:02:13.817+01:00</updated><title type='text'>Kommunalwahlen 2: Umstrittene Wahllisten</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.capetimes.co.za/polopoly_fs/anc-offices-march-23-1.1045676!/image/1359578940.jpg_gen/derivatives/box_300/1359578940.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 225px;" src="http://www.capetimes.co.za/polopoly_fs/anc-offices-march-23-1.1045676!/image/1359578940.jpg_gen/derivatives/box_300/1359578940.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Morgen Nachmittag müssen die Parteien ihre Listen für die Kommunalwahl am 18. Mai eingereicht haben. Was auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, ist in Südafrika höchst umstritten. Vor zwei Tagen stürmten unzufriedene ANC-Mitglieder das Parteibüro in Kapstadt, weil sie mit der aufgestellten Liste unzufrieden waren; gleich 18 ANC-Bezirke fühlten sich unzureichend repräsentiert. Als das Büromobiliar zu Bruch ging, wurde die Polizei gerufen; gegen 25 Parteimitglieder sollen jetzt Disziplinarverfahren angestrengt werden.&lt;br /&gt;Der ANC zerfällt in viele Fraktionen, und gerade im Western Cape ist die Partei tief zerstritten. Da kommt es schon vor, dass die eine Fraktion der Behörde eine Kandidatenliste einreicht, die Gegenseite einen Tag später eine komplett andere Liste präsentiert und die Wahlleiterin daran erinnern muss, dass die Partei sich auf eine Liste einigen müsse. Im Ostkap wurde der Streit um die Liste sogar vor dem Obersten Gerichtshof ausgetragen; die dortige ANC-Spitze gewann vorgestern und will gegen die Abweichler, die den Prozess angestrengt hatten, jetzt ebenfalls disziplinarisch vorgehen. &lt;br /&gt;Ähnlich „konterrevolutionäre Elemente“ hat die Partei auch in Mpumalanga, im Free State und in North West ausgemacht - die Listen zur Kommunalwahl scheinen in vielen Parteibezirken heftig umstritten. &lt;br /&gt;Häufigster Grund: Auf Parteiversammlungen gewählte Kandidaten werden von der Partei oft wieder gestrichen, und durch „verdiente“ Mitglieder ersetzt - verständlich, dass das Wahlvolk da nicht immer begeistert ist. &lt;br /&gt;Für frustrierte Parteimitglieder hatte ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe gestern allerdings einen Trost parat: „Seinen Ärger auszudrücken, trägt zum Heilungsprozess bei.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8695593205256153392?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8695593205256153392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahlen-2-umstrittene-wahllisten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8695593205256153392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8695593205256153392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahlen-2-umstrittene-wahllisten.html' title='Kommunalwahlen 2: Umstrittene Wahllisten'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4723502529306826706</id><published>2011-03-24T18:52:00.003+01:00</published><updated>2011-03-24T19:06:38.772+01:00</updated><title type='text'>Kommunalwahlen 1: Rassenpolitik</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.capeargus.co.za/polopoly_fs/iol-news-pic-tony-ehrenreich-mar-7-1.1037894!/image/3971993663.jpg_gen/derivatives/box_300/3971993663.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 225px;" src="http://www.capeargus.co.za/polopoly_fs/iol-news-pic-tony-ehrenreich-mar-7-1.1037894!/image/3971993663.jpg_gen/derivatives/box_300/3971993663.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Tony Ehrenreich ist vom Gewerkschaftsdachverband Cosatu als ANC-Kandidat für die Bürgermeister-Wahl in Kapstadt vorgeschlagen worden. Ehrenreich, Generalsekretär der Gewerkschaft in der Provinz Western Cape, ist bei der Arbeiterschaft populär und meldet sich als Aktivist zu vielen Fragen. In der derzeitigen Rassen-Diskussion hat er sich eindeutig auf die Seite der Vereinfacher und Populisten geschlagen. &lt;br /&gt;Große Teile der Wirtschaft hätten einfach kein Verständnis für einheitliche Beschäftigungschancen (&lt;em&gt;employment equity&lt;/em&gt;), daher müsste eine entsprechende Gesetzgebung Betriebe zwingen, sich entsprechend zu verhalten. In der Kapprovinz - so Ehrenreich - seien es nicht so sehr die &lt;em&gt;Coloureds&lt;/em&gt;, sondern vor allem die Weißen, bei denen sich etwas ändern müsse: „In vielen weißen Familien herrscht eine 100prozentige Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosigkeit muss gerechter auf alle rassischen Gruppen verteilt werden.“ Ehrenreich: Das sei ein Verfassungsgebot.&lt;br /&gt;Für den Fall seiner Wahl zum Bürgermeister hat er seinen 2500 facebook-Freunden angekündigt, dass er kein dickes Gehalt nsbeapruchen werde, sondern mit dem eines Mechanikers zufrieden sein werde. Das nimmt man einem wie ihm sogar ab und macht ihn sympathisch - als Chefmechaniker der Stadt möchte man Ehrenreich dennoch nicht an den Stellschrauben sehen, wie er Arbeitsplätze zuteilt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4723502529306826706?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4723502529306826706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahlen-1-rassenpolitik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4723502529306826706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4723502529306826706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kommunalwahlen-1-rassenpolitik.html' title='Kommunalwahlen 1: Rassenpolitik'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4405337430384326539</id><published>2011-03-21T14:29:00.002+01:00</published><updated>2011-03-21T14:40:39.692+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erdbeben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Atomkraft'/><title type='text'>Nachbeben</title><content type='html'>Thomas Scheen am 19.3.2011 in der FAZ:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Ganz schön was los in der Welt“, begrüßt mich mein Arzt an dem Morgen, an dem Japan sich auf eine nukleare Katastrophe gefasst machen muss. Doch was er meint, sind die von allerlei Kloppereien begleiteten Kommunalwahlen in Südafrika. Japan liegt auf den Knien, doch in Südafrika interessiert das keinen Menschen. In den Medien spielt sich die Katastrophe in Fernost auf den hinteren Seiten ab. Die größte Boulevardzeitung, „The Star“, macht auf mit Shabir Shaik und dessen neuerlichem Umzug ins Gefängnis, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Großgangster aus Durban doch nicht so krank ist, das eine Haftverschonung angezeigt wäre. Nur die Wirtschaftszeitung „Business Day“ stellt Japan auf die erste Seite, wenn auch nur aus Sorge um die Landeswährung Rand, deren Höhenflug sich vor allem mit billig in Japan geliehenem und in Südafrika investiertem Geld erklärt. Dass Südafrika mit dem Druckwasserreaktor in Koeberg als einziges afrikanisches Land über ein Kernkraftwerk verfügt, das zudem am Meer gebaut ist, scheint den Südafrikanern nur ein Achselzucken wert zu sein.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4405337430384326539?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4405337430384326539/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/nachbeben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4405337430384326539'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4405337430384326539'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/nachbeben.html' title='Nachbeben'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5030411843723038672</id><published>2011-03-20T21:04:00.005+01:00</published><updated>2011-03-21T14:36:52.782+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leipziger Buchmesse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Südafrika'/><title type='text'>Südafrika? Eigentlich kein Thema…</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-bmzRAeUh9-Q/TYZhxeL2N_I/AAAAAAAAAI8/Q_5oRppbFvI/s1600/Buchmesse%2BLeipzig.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5586259890343917554" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-bmzRAeUh9-Q/TYZhxeL2N_I/AAAAAAAAAI8/Q_5oRppbFvI/s320/Buchmesse%2BLeipzig.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Kleiner Zwischenstopp in Europa: die Buchmesse in Leipzig. Serbien war zwar das diesjährige Schwerpunktthema, aber sonst spielte das Ausland auf der Messe kaum eine Rolle, und das fernere schon gar nicht. Wenn da nicht die Literaturexperten des kleinen Saarländischen Rundfunks gewesen wären - aber davon später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leipzig ist die weite Anreise wert gewesen. Ein Massenerlebnis zwar, vor allem bei den Straßenbahnfahrten zum Messegelände (Sardinen-Gefühle sind nichts dagegen), aber in dem ganzen Rummel gab es doch jede Menge interessanter Gespräche und Lesungen. Zunächst erschlägt einen das Angebot an Veranstaltungen (im Halb-Stunden-Rhythmus gibt es jeweils 10, 20, manchmal 30 Angebote; der Katalog ist eng bedruckte 430 Seiten stark), aber dann strebt man gezielt von einem Stand zum nächsten, von der politischen Prominenz (Blüm, Biedenkopf, Steinbrück) zur belletristischen (von Autor Uwe Timm bis Rezensent Denis Scheck). Wenn man Martin Pollack (hat den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung bekommen) von Galizien erzählen und das Desinteresse des Westens an der Ukraine und Weissrusslands beklagen hört, greift man sogleich zu seinem Buch („Der amerikanische Kaiser“), das Cord Aschenbrenner in der NZZ schon so klug besprochen hat und längst auf der langen Leseliste steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer aus Kapstadt kommt (wo Europa in den Medien so gut wie gar nicht vorkommt), möchte natürlich auch von den zwei sachkundigen FAZ-Redakteuren Eckart Lohse und Markus Wehner noch näher erläutert bekommen, warum der populäre Baron so spektakulär über sich selbst stolpern konnte - nächste Woche erscheint eine aktualisierte Auflage ihrer Guttenberg-Biographie, die um ein Kapitel über den Rücktritt erweitert ist. Ebenso gewinnend die Auftritte von Helmut-Kohl-Sohn Walter, der beredt und offenbar sehr mit sich im reinen darüber spricht, wie schwer es bei einem solch übermächtigen politischen Vater ist, sein eigenes Leben zu leben - und wie viel Zuspruch er nach Erscheinen seines Buches von Politiker-Kindern aus West und Ost erhalten hat. (Aus Kapstädter Perspektive fallen einem dazu der Sohn und der Neffe des südafrikanischen Präsidenten ein, die offenbar gern und ohne Scham Nutznießer des berühmten Namens sind und, so Kulubuse Zuma, gar nicht genug Luxusschlitten in ihrer Garage stehen haben können.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Buchmesse spielte Afrika nur eine kleine Rolle; bei Promi-Präsentationen galt das Interesse eher den aus Film und Fernsehen bekannten Damen. Immer wenn Veronica Ferres ihr Kinder-Buch vorstellte, interessierten sich Massen - natürlich für sie, nicht für das Thema -, und auch heute-journal-Moderatorin Marietta Slomka zog mit ihrem „afrikanischen Tagebuch“ Menschenmengen an. Beinah hätte es aber auch ein Sachbuch zu Prominenz gebracht: Die „Zeit“-Journalistin Andrea Böhm war mit ihrem (sehr empfehlenswerten!) Kongo-Buch für den Sachbuch-Preis der Buchmesse nominiert (gewonnen hat ihn dann Henning Ritter von der FAZ mit seinen „Notizheften“). Und der für die alltägliche Afrikaberichterstattung so wichtige Dominic Johnson füllte das viel zu kleine taz-Auditorium spielend. „Afrika vor dem großen Sprung“ war seine Botschaft. Gewürdigt wird darin u.a. die unternehmerische Eigeninitiative - die entwicklungspolitische Hilfsindustrie (zu der man ja auch inzwischen viele Promis zählen muss) kam hier in Leipzig eher schlecht weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und natürlich waren unsere „Leuchttürme“ (so nennt man das ja heute - wenn man an den südafrikanischen Rundfunk denkt, überstrahlen sie alles) auf der Messe: Arte, 3Sat, der Deutschlandfunk und natürlich ARD und ZDF mit ihren Literatursendungen. In einer Hörfunksendung des Saarländischen Rundfunks, die live von der Messe ausgestrahlt wurde, war Renate zu Gast und durfte acht Minuten lang von der „Katerstimmung am Kap“ erzählen. Auch wenn die Buchverkäufe trotzdem wohl kaum groß anziehen werden: Der Leipzig-Ausflug hat sich gelohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SR-Moderator Jürgen Albers hat uns auch aus dem Herzen gesprochen, als er in seiner Anmoderation die Omnipräsenz kichernder Mangas kritisierte: aufgekratzte und aufgeputzte junge Leute, die die japanische Comic-Reihe zum Anlass nehmen, in bunten Kostümen mehr oder weniger bekleidet über die Messe zu ziehen - und in ihrer Massierung langsam wirklich störten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl auch deshalb wirkten die Veranstaltungen in der Stadt so wohltuend. „Leipzig liest“ lud im ganzen Stadtgebiet zu Begegnungen ein. Christian Brückner (auf den Messeplakaten angekündigt als „deutsche Stimme von Robert de Niro“) mit Tucholskys „Rheinsberg“ und einem Septett von Beethoven; Kabarettist Peter Ensikat mit herrlich-bösen Texten über die deutsche Einheit ("Ihr könnt ja nichts dafür"), Matthias Politycki mit seinem Hörbuch „London für Helden“ über die britische Bier-Kultur, die Stadtführung der „Leipzigerin“ alias Dr. Kirsti Dubeck über das „literarische Leipzig“, die Vorstellung des jüdischen Friedhofs in Berlin-Weissensee durch die Filmemacherin Britta Wauer. Für ihren Film über diesen größten jüdischen Friedhof in Europa hat sie gerade einen Publikumspreis auf der Berlinale bekommen, er kommt Anfang April in die Kinos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Im nächsten März soll es wieder nach Leipzig gehen. Ein guter Rat: Möglichst früh eine Unterkunft buchen - sonst wird es teuer…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der kommenden Woche melden wir uns dann wieder aus Kapstadt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5030411843723038672?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5030411843723038672/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/sudafrika-eigentlich-kein-thema.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5030411843723038672'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5030411843723038672'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/sudafrika-eigentlich-kein-thema.html' title='Südafrika? Eigentlich kein Thema…'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-bmzRAeUh9-Q/TYZhxeL2N_I/AAAAAAAAAI8/Q_5oRppbFvI/s72-c/Buchmesse%2BLeipzig.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1284196676043034605</id><published>2011-03-11T14:20:00.006+01:00</published><updated>2011-04-16T19:12:49.349+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menschenrechte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Libyen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='UN'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Südafrika'/><title type='text'>(Süd-)Afrika und Libyen</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--xoWdU5f0u8/TXpg3wPxJFI/AAAAAAAAAI0/WLIg28C7II8/s1600/gaddafi184_v-grossgalerie16x9.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 180px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5582881199039259730" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/--xoWdU5f0u8/TXpg3wPxJFI/AAAAAAAAAI0/WLIg28C7II8/s320/gaddafi184_v-grossgalerie16x9.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;(rwl) Wie sieht man denn in Südafrika die Entwicklung im Norden des Kontinents, wurden wir gefragt. Der Sturz der Diktatoren im Norden wird hier aufmerksam verfolgt, und die Kämpfe in Libyen füllen hier täglich die Zeitungsseiten.&lt;br /&gt;Das Verhältnis Subsahara-Afrikas zu Ghaddafi hat niemand eleganter beschrieben als Andrew Harding, der Afrika-Korrespondent der BBC:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Africa’s Silence on Libya&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 25. Februar 2011, 12:25:59 Andrew Harding&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/thereporters/andrewharding/2011/02/libya_and_africas_silence.html"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;For years the rest of Africa has treated Colonel Muammar Gaddafi like an embarrassing uncle - the sort who arrives for Christmas lunch five hours late and insists on rambling through a long-winded speech, but then makes up for it all by tucking a £50 note into your top pocket, or paying off your mortgage.&lt;br /&gt;It's that combination of embarrassment and generosity - with a heavy emphasis on the latter - which must surely explain the continent's &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.civicus.org/make-a-donation/1671-african-governments-fiddle-while-libya-burns"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;abject silence &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;regarding events in Libya and the fate of its "king of kings". Plus, in some of the more opulent state houses, a &lt;/span&gt;&lt;a href="http://af.reuters.com/article/zimbabweNews/idAFLDE71L0ET20110222?sp=true"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;"there-but-for-the-grace-of-God-go-I"&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; reticence.&lt;br /&gt;The African Union - chaired until recently by Col Gaddafi himself - waited on the sidelines for days before daintily suggesting "dialogue and consultation", while South Africa's government left it to the governing African National Congress (ANC) to deplore "the unprecedented deaths". Only gallant little Botswana has &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.nation.co.ke/News/africa/-/1066/1114018/-/12iaswp/-/"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;come out swinging.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;The details of much of Libya's south-bound generosity are shrouded in secrecy. "Lots of dollars, MIGs, aircraft servicing, cheap oil and training," was how a well-connected source in Harare described the nature of the colonel's long-standing support for President Robert Mugabe. How many other sub-Saharan states can claim the same &lt;/span&gt;&lt;a href="http://mg.co.za/zapiro/fullcartoon/3212/"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;relationship?&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; In return, it seems, some African countries may have allowed - or perhaps even deployed - mercenaries to help out in Tripoli. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weniger elegant, aber nötig ist noch eine Erinnerung: Afrikas Unterstützung für den nordafrikanischen Tyrannen hat mit dazu beigetragen, die frühere UN-Menschenrechtskommission zu diskreditieren. 2003 hatten afrikanische Länder Libyen sogar für den Vorsitz der Menschenrechtskommission nominiert. 33 Nationen stimmten in den UN dafür, drei dagegen, 17 haben sich enthalten (die EU-Länder wollten die Afrikaner nicht verärgern, hieß es). Die Abstimmung war von den USA beantragt worden; bis dahin war der/die Vorsitzende immer per Akklamation bestimmt worden. Der südafrikanische UN-Botschafter Sipho George Nene fand diesen Verfahrenswechsel ziemlich ärgerlich.&lt;br /&gt;An die Stelle der Menschenrechtskommission ist heute der UN-Menschenrechtsrat getreten. Auch da hinein wurde Libyen im Mai 2010 mit großer Mehrheit gewählt: 155 Staaten - etwa drei Viertel aller Mitglieder - votierten für das nordafrikanische Land, immerhin aber etwas weniger als für die anderen Kandidaten.&lt;br /&gt;Jetzt ist Libyens Mitgliedschaft von der UN-Vollversammlung suspendiert worden - einmütig. Südafrika, jüngst wieder als nichtständiges Mitglied in den Sicherheitsrat gewählt, rühmt sich, die Kampagne dafür angeführt zu haben („led the campaign“, so die Außenministerin Maite Nkoana Mashabane). Auch afrikanische Politiker vertrauen offenbar auf das schlechte Gedächtnis.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1284196676043034605?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1284196676043034605/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/sud-afrika-und-libyen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1284196676043034605'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1284196676043034605'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/sud-afrika-und-libyen.html' title='(Süd-)Afrika und Libyen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/--xoWdU5f0u8/TXpg3wPxJFI/AAAAAAAAAI0/WLIg28C7II8/s72-c/gaddafi184_v-grossgalerie16x9.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3105405862976857616</id><published>2011-03-11T13:57:00.002+01:00</published><updated>2011-03-11T14:08:46.773+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kirstenbosch'/><title type='text'>Kirstenbosch-Konzerte</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-q8fWrYYUE-o/TXoegxPJaKI/AAAAAAAAAIs/HQiLp6ls7mc/s1600/L1010467.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5582808236400666786" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-q8fWrYYUE-o/TXoegxPJaKI/AAAAAAAAAIs/HQiLp6ls7mc/s320/L1010467.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Immer wieder sonntags - da ziehen Völkerscharen aus Kapstadt in den Süden zum Botanischen Garten Kirstenbosch, zum Open-Air-Konzert. Offiziell geht es um 17.30 Uhr los, aber schon zwei Stunden vorher werden die Parkplätze beim Eingang knapp. Für den botanischen Garten haben die Profis kaum einen Blick - und auch keine Zeit: Sie bringen nicht nur Wolldecken, sondern auch Picknickkörbe mit und sichern sich auf der Wiese vor der kleinen Bühne die besten Plätze. Und da man länger warten muss, kann man in Vorfreude auf ein Konzert schon die eine oder andere Weinflasche mit seinen Freunden teilen. Ein Erlebnis!&lt;br /&gt;Von Dezember bis April bietet Kirstenbosch eine bunte musikalische Mischung - von Rock über Gesang bis hin zur Klassik. Wir haben in diesem Jahr schon Jesse Clegg gehört, den Sohn von Johnny Clegg, der mit seiner Band gerade aus Kanada kam und sein neues Album mit Rockmusik vorstellte - und Ende März werden wir uns auch noch das Royal Philharmonic Orchestra anhören. 30 Prozent der Einnahmen von Kirstenbosch werden durch diese Sommerkonzerte erwirtschaftet, haben wir bei einer Führung durch den Garten erfahren - ohne die Musik wäre der Garten vermutlich schon pleite. Schon seit Jahren sind die Konzerte Kult. Jeder Reiseführer erwähnt sie, am besten bestellt man Karten im Voraus. Nur die - meist gutsituierten - Anwohner des Gartens sind nicht so glücklich: Viele beklagen sich über „Lärm“ und wollen lieber ihre sonntägliche Ruhe. „Das ist wie Krieg“, meint Dieter. Unsere weise Freundin Mieke wohnt mit ihm im benachbarten Bishopscourt: „Wenn die Musik schön ist, ist sie zu leise - und wenn sie laut ist, ist sie meist schrecklich.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3105405862976857616?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3105405862976857616/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kirstenbosch-konzerte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3105405862976857616'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3105405862976857616'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/kirstenbosch-konzerte.html' title='Kirstenbosch-Konzerte'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-q8fWrYYUE-o/TXoegxPJaKI/AAAAAAAAAIs/HQiLp6ls7mc/s72-c/L1010467.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5685472418552963417</id><published>2011-03-10T21:57:00.005+01:00</published><updated>2011-03-11T13:57:51.067+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Theater'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Baxter Theatre'/><title type='text'>"Mummenschanz" im Baxter's</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-xkwPEBPaF1Q/TXk9wJnQFVI/AAAAAAAAAIk/ri6mAfI6fck/s1600/pic09_k.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 211px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5582561110526006610" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-xkwPEBPaF1Q/TXk9wJnQFVI/AAAAAAAAAIk/ri6mAfI6fck/s320/pic09_k.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;„Mummenschanz“ in Kapstadt: Auf Plakaten und in Anzeigen sieht man dieses deutsche Wort jeden Tag. Im Baxter-Theater ist zur Zeit „Mummenschanz“ - dort gastiert die schweizer Theatergruppe, die seit nunmehr 40 Jahren eine ganz eigene Theatersprache entwickelt und dem Wort „Pantomime“ eine neue Bedeutung gegeben hat. Fast zwei Stunden ohne Sprache, ohne Musik - kurze Szenen in immer wieder neuen, phantasievollen Kostümen, die sehr oft zum Lachen reizen.&lt;br /&gt;Im Saal heute abend sitzt ein sehr junges, bunt gemischtes Publikum und verfolgt die kurzen Szenen mit Begeisterung; viele freuen sich an den überlebensgroßen Gebilden, oft gibt es Szenenapplaus, und als der riesengroße rote Klumpen, der mal ein Herz, mal ein Gesicht darstellen kann, auf die Rampe zurollt, quietscht die ganze erste Reihe und hebt abwehrend die Hände. Nützt ihnen aber gar nichts! Die vier Schweizer füllen zwei ganze Wochen das große Haus im Baxter - aber schließlich haben sie ja auch drei Jahre am Broadway gespielt…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5685472418552963417?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5685472418552963417/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/mummenschanz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5685472418552963417'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5685472418552963417'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/mummenschanz.html' title='&quot;Mummenschanz&quot; im Baxter&apos;s'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-xkwPEBPaF1Q/TXk9wJnQFVI/AAAAAAAAAIk/ri6mAfI6fck/s72-c/pic09_k.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2974944264541944913</id><published>2011-03-09T12:10:00.007+01:00</published><updated>2011-03-21T14:28:49.267+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Müll'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Recycling'/><title type='text'>Recyling</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-kyKbBxmrs6k/TXd53dJpTSI/AAAAAAAAAIU/rI1wEfn6HhQ/s1600/L1010501.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5582064256773868834" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-kyKbBxmrs6k/TXd53dJpTSI/AAAAAAAAAIU/rI1wEfn6HhQ/s320/L1010501.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Wer viel Zeitung liest, hat auch viel Papier zu entsorgen. Altpapiercontainer aber sind noch selten am Kap, sehr selten. Vor Jahren haben wir das Papier sogar bis nach Kalk Bay mitgenommen, weil wir dort Papiersammler kannten. Inzwischen werfen wir es aber durch einen Schlitz in der Mauer der Grundschule hier in Tamboerskloof. Eine weitere Maueröffnung nimmt alles auf, was aus Glas ist. Wohin aber mit dem vielen Plastik?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kurze Zeit konnte man es im &lt;em&gt;Wellness Warehouse&lt;/em&gt; abgeben, danach in der benachbarten Schule, wo die verschiedenen Arten von Plastik schon feinsäuberlich getrennt wurden. Jetzt aber informierte ein Anschlag darüber, dass die Container nun vom Hinterhof der Schule zugänglich seien. Dort wiederum erfährt man, dass das Depot vorübergehend geschlossen sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim &lt;em&gt;Wellness&lt;/em&gt;-Kaufhaus teilt der Schuldirektor dann mit einem Plakat förmlich mit, dass es wegen Sicherheitsproblemen nicht mehr möglich sei, weiter als Sammelstelle zu dienen. Für die, die immer noch nicht aufgeben wollen, gibt es eine Adresse im benachbarten Stadtteil Sea Point, einen Stadtplan mit Route liefert der ordentliche Direktor gleich mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Batterien, das haben wir gerade gelernt, kann man bei dem Supermarkt &lt;em&gt;Pick'n Pay&lt;/em&gt; im Garden Center entsorgen. Was aber macht man mit nicht mehr funktionierenden Bügeleisen und Telefonen? Von den Kapstädtern weiß niemand nichts Genaues nicht, also muss das Internet konsultiert werden. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass es im Großraum Kapstadt insgesamt 20 &lt;em&gt;drop-off facilities&lt;/em&gt; gibt - und fünf von ihnen nehmen auch Elektromüll entgegen. Also auf nach Wynberg, eine kleine Weltreise! Dort geht es (von Wachleuten abgesehen) nicht viel anders zu als in der Feldstraße in St. Pauli: freundliche Hände nehmen einem die kaputten Teile ab. &lt;em&gt;This City Works for You&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eigentliche alltägliche Abfallverwertung aber verläuft anders. Sobald die (große) Mülltonne an die Straße gestellt wird (in der Milner Road immer mittwochs), erscheint jemand, der nach Verwertbarem sucht. Zuerst war es hier die Hausangestellte der Nachbarn, die sich gleich aushändigen ließ, was ich oben in die Tonne legen wollte. Nun wandert alles, was nicht mehr benötigt wird, aber noch brauchbar ist, sauber und - wenn nötig (Kopfkissen!) - verpackt, oben auf die Tonne - und ist innerhalb von fünf Minuten verschwunden. Auch die Müllmänner selber sehen noch einmal nach und nehmen raus, was ihnen noch verwertbar erscheint. Und das ist immer eine ganze Menge…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2974944264541944913?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2974944264541944913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/recyling.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2974944264541944913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2974944264541944913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/recyling.html' title='Recyling'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-kyKbBxmrs6k/TXd53dJpTSI/AAAAAAAAAIU/rI1wEfn6HhQ/s72-c/L1010501.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3404700524582050368</id><published>2011-03-05T14:38:00.006+01:00</published><updated>2011-03-09T14:04:13.013+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Landwirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kriminalität'/><title type='text'>Viehdiebstahl</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-zCzZzopEzxo/TXI_vW9k2dI/AAAAAAAAAIE/6k0HSbDh218/s1600/Schafe%2B2.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 214px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5580592971115715026" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-zCzZzopEzxo/TXI_vW9k2dI/AAAAAAAAAIE/6k0HSbDh218/s320/Schafe%2B2.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Während die Kriminalität in vielen Bereichen stagniert oder (erfreulicherweise) leicht sinkt, werden immer mehr Fälle von Viehdiebstahl gemeldet. Dabei werden gar nicht alle angezeigt, weil der eine oder andere Farmer auch Komplizen oder Täter bei der Polizei vermutet. Was sich von Europa aus leicht als Mundraub ausnimmt - hungrige Menschen, die ein paar Schafe entführen und schlachten - (Foto von www.superstock.com), ist aber zunehmend auch ein kriminelles Gewerbe: immer besser organisiert und häufig auch gewalttätig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schaden durch Viehdiebstahl wird auf 40 Millionen € im Jahr geschätzt. Nun hat Stuart Graham für die Nachrichtenagentur SAPA das Ausmaß der Diebstähle und die Auswirkungen auf die Schaffarmer in der Region Ermelo (Provinz Mpumalanga) näher beschrieben: Dort hatten die Farmer lange ganz feine Wolle produziert, die an ebenso feine italienische Modehersteller verkauft wurde. „Das war das Sahnehäubchen auf Südafrikas Wolleproduktion“, so Petrus de Wet, Vorsitzender des nationalen Wollerzeugerverbandes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber in den vergangenen Jahren hat der Viehdiebstahl die Herden mächtig dezimiert, Schafe sind ja am leichtesten zu stehlen. Wurden vor 10 Jahren im &lt;em&gt;Highveld&lt;/em&gt;-Gebiet noch 100.000 Tonnen Wolle gewonnen, sind es jetzt nur noch 40.000.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Schafen gehen auch Jobs verloren: Petrus de Wet schätzt, dass der Diebstahl von 1.000 Schafen fünf Menschen den Job kostet. Und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft werden ohnehin immer weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Polizei sagt, es sei schwer, den Syndikaten auf die Spur zu kommen und ihnen etwas nachzuweisen. Die Diebe sind barfuss unterwegs und hinterlassen kaum Spuren, während die Bosse die Gegend und die Gewohnheiten ausspionieren. Vor Gericht haben sie gute Anwälte, einer soll einen Advokaten auf &lt;em&gt;standby &lt;/em&gt;in Pretoria haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer der Farmer, die schließlich aufgegeben haben, ist Laurie Bosman, der auch als Abgeordneter der &lt;em&gt;Democratic Alliance&lt;/em&gt; im Parlament sitzt. Ihm waren 100 Schafe gestohlen worden; die Polizei konnte herausfinden, dass sie im Hinterhof einer Stadträtin von Ermelo gelandet waren. Als die Polizei kam, waren sie bereits geschlachtet, das Fleisch war verpackt und verkauft worden. Die Stadträtin gab vor, von der Sache nicht zu wissen, da sie das Gelände bloß vermietet und die Kühlcontainer nicht bemerkt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist es nicht wert“, hat sich Laurie Bosman gedacht und seine Tiere verkauft. Heute hat er nur noch 20, 30 Schafe, für den eigenen Verbrauch. „Und so haben es viele Farmer in dieser Gegend gemacht“, sagt er.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3404700524582050368?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3404700524582050368/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/viehdiebstahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3404700524582050368'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3404700524582050368'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/viehdiebstahl.html' title='Viehdiebstahl'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-zCzZzopEzxo/TXI_vW9k2dI/AAAAAAAAAIE/6k0HSbDh218/s72-c/Schafe%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-779915784625361359</id><published>2011-03-03T18:20:00.004+01:00</published><updated>2011-03-03T18:52:31.529+01:00</updated><title type='text'>Schlangen-Alarm in der Milner Road</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-NnKaOyYUfqw/TW_UVYjzNhI/AAAAAAAAAH0/BZQGvlz0JYU/s1600/L1010499.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-NnKaOyYUfqw/TW_UVYjzNhI/AAAAAAAAAH0/BZQGvlz0JYU/s320/L1010499.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5579911927170283026" /&gt;&lt;/a&gt;Schreck in der Abendstunde: Als Renate noch etwas im Garten arbeiten will, tritt sie am Pool fast auf eine Schlange, die sie mit aufgerichtetem Kopf anfaucht. Alarmschrei und Rückzug ins Wohnzimmer: Was tun? &lt;br /&gt;Die Schlange, knapp einen halben Meter lang, genießt die warmen Fliesen am Pool. Gerade gestern hatten uns Freunde erzählt, dass Nachbarn vor kurzem eine Schlange im Garten hatten - heute sind wir dran. Con, telefonisch alarmiert, empfiehlt die SPCA: &lt;em&gt;Society for the Prevention of Cruelty to Animals&lt;/em&gt;. Aber die haben schon Büroschluß. &lt;br /&gt;Eine schnelle Internetrecherche ergibt: Am Kap gibt es mindestens sieben Schlangenarten, einige sind gefährlich - und Renate entdeckt die Telefonnummern der &lt;em&gt;Snake Removal&lt;/em&gt;-Truppe am Kap. Dort wird der Anrufbeantworter auch um halb sieben noch abgehört, Rettung steht eine Viertelstunde später vor der Tür: ein junger Mann, der das Reptil schnell als eine junge Puffotter identifiziert ("Gut, dass Sie angerufen haben, die sind aggressiv") und es mit einem Haken routiniert in einem großen Plastikbehälter verstaut. Dort faucht sie laut vor sich hin. &lt;br /&gt;Der Schlangenfänger ist begeistert: "Ein wunderschönes Exemplar!" Irgendwo im Wald wird er sie aussetzen, und die Aktion kostet uns nichts: &lt;em&gt;Snake Removal&lt;/em&gt; arbeitet mit Schlangenfreunden, die sich als Naturschützer verstehen. "Sie haben meine Nummer", sagt er beim Abschied, "und können bei der nächsten Schlange jederzeit anrufen!" Hoffentlich brauchen wir ihn nie wieder...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-779915784625361359?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/779915784625361359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/schlangen-alarm-in-der-milner-road.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/779915784625361359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/779915784625361359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/schlangen-alarm-in-der-milner-road.html' title='Schlangen-Alarm in der Milner Road'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-NnKaOyYUfqw/TW_UVYjzNhI/AAAAAAAAAH0/BZQGvlz0JYU/s72-c/L1010499.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8489455456632729232</id><published>2011-03-03T17:15:00.005+01:00</published><updated>2011-03-09T14:05:38.300+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Coloureds'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rassismus'/><title type='text'>Open Letter to Jimmy Manyi</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-WGpLPfcHlto/TW-_NRUrZLI/AAAAAAAAAHs/c9Ss5s5YLkg/s1600/Trevor%2BManuel.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 300px; FLOAT: left; HEIGHT: 225px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5579888698044671154" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-WGpLPfcHlto/TW-_NRUrZLI/AAAAAAAAAHs/c9Ss5s5YLkg/s320/Trevor%2BManuel.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;March 2 2011 at 08:20am&lt;br /&gt;By Trevor Manuel&lt;br /&gt;Dear Jimmy,&lt;br /&gt;Let us drop titles for the purpose of a necessary exchange. So let us forget for now that I am a cabinet minister and that you are a director-general equivalent, in the same government.&lt;br /&gt;I want to address you simply as a compatriot South African.&lt;br /&gt;I want to draw to your attention the fact that your statements about “an over-concentration of coloureds” are against the letter and spirit of the South African Constitution, as well as being against the values espoused by the Black Management Forum (BMF) since its inception.&lt;br /&gt;That you were a director-general of the Department of Labour, as well as the president of the BMF at the time when you made these statements is quite a mystery.&lt;br /&gt;It is a mystery because I must assume that you were elected as president of the BMF, without any familiarity with the history and constitution of that organisation; and that you were appointed as director-general of the Department of Labour, without any familiarity with the Constitution of the Republic of South Africa or the legislation administered by the department.&lt;br /&gt;I observe from a Government Communication and Information System (GCIS) press release, that Mr Vusi Mona issues in his own name, that you apologise for the statement because “some people may have taken offence”. This continued negative behaviour merely serves to confirm the values that you hold, or more precisely, lack.&lt;br /&gt;Firstly, why Mr Mona had to issue a statement is beyond comprehension since you distinctly did not utter those racist sentiments as an official of the GCIS.&lt;br /&gt;Secondly, that you lack the moral conviction to publicly apologise says so much about your acute lack of judgement.&lt;br /&gt;Thirdly, that the statement apologises only for the fact that “some people may have taken offence” says to me that you clearly fail to appreciate the extent to which your utterances are both unconstitutional and morally reprehensible.&lt;br /&gt;These “things”, (as the ANC statement says, your utterances reduce people to being mere commodities) in your view, “the coloureds who are over-concentrated in the Western Cape”, are the sons and daughters of those who waged the first anti-colonial battles against the Portuguese, the Dutch and the British when they set foot on our shores.&lt;br /&gt;These “things”, which so irritate you, include many who made huge sacrifices in the struggle against apartheid, at a time when people with views like Jimmy Manyi were conspicuous by their absence from the misery of exile, the battles at the barricades and from apartheid’s jails. By the way, what did YOU do in the war, Jimmy?&lt;br /&gt;I want to put it to you that these statements would make you a racist in the mould of HF Verwoerd. I want to put it to you that you have the same mind that operated under apartheid, never merely satisfied with inflicting the hurt of forced removals and the group areas act, would encamp language groups so that horrible aberrations, such as Soshanguve, were created to accommodate “non-Tswanas” in their own little encampments in greater Mabopane.&lt;br /&gt;Mr Manyi, you may be black, or perhaps you aren’t, because you do not accept that label and would prefer to be “only a Xhosa”. Whatever the label you choose, I want to put it to you that your behaviour is of the worst-order racist.&lt;br /&gt;I refer to you in this way because those of us who found our way into the struggle through the Black Consciousness Movement have always understood the origin of the Black Management Forum, as we have understood and supported the ANC documents that speak of “blacks in general, and Africans, in particular”. Regrettably, in your understanding the term “black” has quite a different meaning. As a consequence of your behaviour, people like me – in the ANC and in government – are being asked to explain what was in the mind of the drafters of the amendments to the Employment Equity Act.&lt;br /&gt;We were present at the point of the debate of the first Employment Equity Bill; we expressed a complete comfort with the assignment of “designated groups” to include “black people” which means “Africans, Coloureds and Indians” because it served as a representation of our constitutionality and as the fruits of our struggle.&lt;br /&gt;When, in your capacity as chairperson of the Employment Equity Commission, you made strange utterances that sought to carve away the basic premise of the Employment Equity Act, we should have been more vigilant.&lt;br /&gt;The just and constitutionally obligated provisions for redress are not and can never be an excuse to perpetuate racism.&lt;br /&gt;Now, in the light of the utterances you made when you were the DG of the Department of Labour, and given the fact that the amendments to the Employment Equity Act were drafted during your tenure, I have a sense that your racism has infiltrated the highest echelons of government.&lt;br /&gt;Count me among those who, in spite of my position, will ensure that parliament acts in the letter and spirit of our constitution when it adopts amendments to the act.&lt;br /&gt;I have never waged any battle from the premise of an epithet that apartheid sought to attach to me but I will do battle against the harm you seek to inflict. When I do so, it is not as a coloured but as a non-racist determined to ensure that our great movement and our constitution are not diluted through the actions of racists like you.&lt;br /&gt;I have been prepared to sacrifice before for the cause of the kind of society articulated in the Freedom Charter. It is not a cause that has ended. I have simply not been called upon to make the same kind of sacrifices since 1990. I must declare my willingness to make sacrifices now in deference to the opening lines of the Freedom Charter that boldly declare that “South Africa belongs to all who live in it”.&lt;br /&gt;I now know who Nelson Mandela was talking about when he said from the dock that he had fought against white domination and that he had fought against black domination.&lt;br /&gt;Jimmy, he was talking about fighting against people like you.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8489455456632729232?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8489455456632729232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/open-letter-to-jimmy-manyi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8489455456632729232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8489455456632729232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/open-letter-to-jimmy-manyi.html' title='Open Letter to Jimmy Manyi'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-WGpLPfcHlto/TW-_NRUrZLI/AAAAAAAAAHs/c9Ss5s5YLkg/s72-c/Trevor%2BManuel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4300579831264070199</id><published>2011-03-03T16:53:00.004+01:00</published><updated>2011-03-09T14:05:02.977+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Coloureds'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rassismus'/><title type='text'>Zu viele Coloureds am Kap?? (2)</title><content type='html'>Der Streit um Äußerungen des heutigen Regierungssprechers, am Kap gebe es zu viele &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;(siehe Blog-Eintrag vom 27. Februar), beherrscht weiter die Titelseiten der hiesigen Zeitungen, und jetzt hat auch ein Kabinettsmitglied Front gegen den Regierungssprecher gemacht - in selten klarer Sprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die freche Kapstädter Kolumnistin Rhoda Khadalie hatte schon vor längerer Zeit geätzt, man könne „demographische Repräsentativität“ nicht einmal im Lexikon finden. Regierungssprachrohr Jimmy Manyi aber schaut sich offenbar die demographischen Daten genau an, um dann bis zu Stellen hinter dem Komma festzulegen, wer wo sein darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt hat die Oppositionspartei Democratic Alliance auch noch einen älteren O-Ton von ihm veröffentlicht, nach dem die indischstämmigen Südafrikaner nur 3 Prozent der Management-Positionen haben sollten (was ihrem Bevölkerungsanteil entspräche), tatsächlich aber 5,9 Prozent innehätten. „Das nenne ich die Macht des Schacherns“, so Manyi, „die Inder haben ihren Weg nach oben auf diese Weise bewerkstelligt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine deutliche Antwort auf seine Ausfälle gegen die Coloureds hat er inzwischen von einem anderen Regierungsmitglied erhalten. Trevor Manuel, einst Aktivist gegen die Apartheid, dann Finanzminister und jetzt als Minister für die Nationale Planungskommission zuständig, hat ihm einen offenen Brief geschrieben, der schärfer und scharfzüngiger kaum sein könnte. Manuel nennt Manyi einen Rassisten der übelsten Sorte, spricht ihm Kenntnis der südafrikanischen Verfassung ab und befürchtet, dass Manyis Rassismus selbst in höchsten Regierungsskreisen Fuß gefasst habe. Minister Manuel endet damit, dass er nun verstehe, wen Nelson Mandela gemeint habe, als er damals (1964) vor Gericht sagte, er - Mandela - habe gegen weiße und gegen schwarze Dominanz gekämpft: „Jimmy, he was talking about fighting against people like you.“ (Der Wortlaut folgt!)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4300579831264070199?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4300579831264070199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/zu-viele-coloureds-am-kap-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4300579831264070199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4300579831264070199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/03/zu-viele-coloureds-am-kap-2.html' title='Zu viele Coloureds am Kap?? (2)'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8040582926779902312</id><published>2011-02-27T14:25:00.006+01:00</published><updated>2011-03-09T14:06:12.429+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kriminalität'/><title type='text'>Poolwasser-Diebstahl</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.timeslive.co.za/multimedia/dynamic/01805/poolwater_1805621b.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 300px; FLOAT: left; HEIGHT: 200px; CURSOR: hand" border="0" alt="" src="http://www.timeslive.co.za/multimedia/dynamic/01805/poolwater_1805621b.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Michael Bilsbury schaut leicht traurig, leicht amüsiert in seinen Pool. Der Südafrikaner ist in seinem Haus in Walmer bei Port Elizabeth Opfer einer neuen Variante der Kriminalität geworden: Diebe haben ihm das Wasser aus seinem Pool gestohlen.&lt;br /&gt;Zwei Tage zuvor, so schreibt die "Sunday Times" heute, hatte seine Frau Jacki noch gelacht, als sie in der Zeitung von einem ähnlichen Diebstahl las. Poolwasser klauen ist Mode, die Bilsburys sind nicht die einzigen Opfer. Auch sie sitzen jetzt auf dem Trockenen.&lt;br /&gt;Wasser ist knapp in Port Elizabeth, und es ist heiß. Die Diebe kommen meist nachts, sie haben einen Bakkie mit einem Tank auf der Ladefläche und mindestens eine Handpumpe. Jacki und Michael Bilsbury schliefen und haben nichts gemerkt.&lt;br /&gt;Die Polizei empfiehlt Hunde, hat aber sonst auch kein Rezept. "Ein perfektes Verbrechen", sagt Bilsbury und lacht: "Schließlich kann man sein eigenes Wasser ja nicht wiedererkennen..."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8040582926779902312?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8040582926779902312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/michael-bilsbury-schaut-leicht-traurig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8040582926779902312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8040582926779902312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/michael-bilsbury-schaut-leicht-traurig.html' title='Poolwasser-Diebstahl'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2299290786182216881</id><published>2011-02-27T14:17:00.004+01:00</published><updated>2011-02-27T14:23:24.003+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kap'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Coloureds'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zille'/><title type='text'>Zu viele Coloureds am Kap?</title><content type='html'>Es gibt etwa 50 Millionen Südafrikaner - genau weiß das keiner, wahrscheinlich sind es mehr. Nach der Volkszählung in diesem Jahr hofft man etwas genauere Daten zu haben. 4,4 Millionen von ihnen sind „&lt;em&gt;Coloureds&lt;/em&gt;“, nicht weiß und nicht schwarz, sondern Kinder und Kindeskinder aus Beziehungen von Menschen mit verschiedener Hautfarbe oder als Sklaven aus Asien ans Kap gebracht. Sie leben ganz überwiegend in den Provinzen Western und Northern Cape.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter der Apartheid waren ihnen ebenfalls grundlegende Rechte vorenthalten worden, weshalb sich manche von ihnen dem Widerstand gegen diese Politik angeschlossen und sich als „schwarz“ bezeichnet haben. Bei den neuen Gesetzen zur Korrektur der von der Apartheid hinterlassenen Strukturen wurden sie ausdrücklich in den generischen Begriff „black“ eingeschlossen, sollen als von den Fördermaßnahmen für „historisch Benachteiligte“ profitieren können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;aber haben eher den Eindruck, benachteiligt als bevorzugt zu werden. „Früher waren wir nicht weiß genug, jetzt sind wir nicht schwarz genug.“ Dieses Gefühl schlägt sich auch im Wahlverhalten nieder. Weil die &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;sich nicht vom ANC vertreten fühlen oder von dessen Regierungsleistungen enttäuscht sind, geben die meisten nun ihre Stimme der „Democratic Alliance“ (DA). So konnte Helen Zille 2006 Bürgermeisterin von Kapstadt werden. Und weil der ANC 2009 auch die Provinzwahlen nicht mehr gewann - er verlor 14 Prozent -, ist die dynamische Helen Zille nun Chefin der Provinzregierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem ANC ist das ein Dorn im Auge, er möchte die Provinz gern wieder unter seine Kontrolle bringen. Rechtzeitig zu den in diesem Jahr anstehenden Kommunalwahlen hat er deshalb dafür gesorgt, dass nun ein &lt;em&gt;Coloured &lt;/em&gt;an die Spitze der notorisch zerstrittenen Parteigliederung am Kap gewählt wurde. Doch kaum war dieses Manöver gelungen, sorgte ein Regierungsvorhaben für neuen Frust und neues Misstrauen: Die geplante Ergänzung zum Gleichstellungsgesetz (&lt;em&gt;Employment Equity Act&lt;/em&gt;) sieht vor, dass in Zukunft nur noch die nationale Bevölkerungszusammensetzung Maßstab dafür sein soll, inwieweit ein Unternehmen den Vorgaben von „&lt;em&gt;black economic empowerment&lt;/em&gt;“ (BEE) entspricht. Gute BEE-Bewertungen braucht man zum Beispiel, wenn man Regierungsaufträge haben möchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher konnte ein Unternehmen sich an der nationalen und an der regionalen Bevölkerungsstruktur orientieren. Nun hat die Gewerkschaft &lt;em&gt;Solidarity &lt;/em&gt;vorgerechnet, dass durch die geplante neue Regelung theoretisch bis zu einer Million &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;am Kap ihren Job verlieren könnten. Sofort wurde heftig gestritten, &lt;em&gt;Solidarity &lt;/em&gt;und die DA wurden beschuldigt, den Leuten Angst einzujagen und Rassenspannungen zu schüren. Dabei lägen doch die &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;dem ANC sehr am Herzen. Der ANC der Kapprovinz ist ziemlich nervös geworden und will nun mit dem federführenden Arbeitsministerium reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum war der erste Schlagabtausch vorbei, kam es noch härter. Jimmy Manyi hatte als Präsident des &lt;em&gt;Black Management Forum&lt;/em&gt; im April 2010 in einer Fernsehdiskussion gesagt, dass es in der Kapprovinz zu viele („an oversupply“) &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;gebe und die sich doch in andere Provinzen bemühen sollten. Diese Sequenz ist seit ein paar Tagen auf YouTube zu sehen. Manyi war damals auch Staatssekretär im Arbeitsministerium. Einen Interessenkonflikt zwischen beiden Positionen hat er stets geleugnet. Bald darauf verlor er aber seinen Posten - soweit man weiß, weil er bei einem offiziellen Termin mit Repräsentanten Norwegens gleichzeitig private Geschäfte anbahnen wollte und die Norweger sich beschwerten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kürzlich erfolgte Ernennung Manyis zum Regierungssprecher wurde weithin sarkastisch als „überraschend“ kommentiert. Der Journalistik-Professor Anton Harber schrieb am 3. Februar in seinem Blog, dass man diesen Job nur ausfüllen könne, wenn man nicht selbst zum Thema der Berichterstattung werde. Das wäre für Manyi etwas Neues. In der Tat: Nun ist er wegen seiner kontroversen Ansichten wieder in den Schlagzeilen.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigen Tagen lebhafter öffentlicher Debatte hat sich Manyi nun entschuldigt, entschuldigen müssen - sowohl der ANC als auch der mit ihm verbündete Gewerkschaftsdachverband COSATU hatten sich  mit deutlichen Worten von seinen Bemerkungen distanziert. Von den &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;wird ihm kaum einer seine Entschuldigung abnehmen, und bei der DA reibt man sich für diese unerwartete Wahlkampfhilfe kräftig die Hände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hautfarbe als Kriterium in der Politik ist in Südafrika also noch lange nicht passé. Das spüren vor allem die Minderheiten. Neben den &lt;em&gt;Coloureds &lt;/em&gt;sind das die Weißen und die Inder. „SA voted for a democracy and ended up with a revolution“, hat Flip Buys, der Generalsekretär von &lt;em&gt;Solidarity&lt;/em&gt;, seine Kritik der bisherigen Transformationspolitik überschrieben („Business Day“ vom 25.2.2011). Und die nur geborgte Zugehörigkeit der indischen Bevölkerungsgruppe beschreibt Imraan Coovadia in einem schönen Essay („Das Mitternachtsgespenst“, abgedruckt in meinem Buch „Katerstimmung am Kap“).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2299290786182216881?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2299290786182216881/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/zu-viele-coloureds-am-kap.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2299290786182216881'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2299290786182216881'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/zu-viele-coloureds-am-kap.html' title='Zu viele Coloureds am Kap?'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6658272742460112602</id><published>2011-02-24T15:15:00.005+01:00</published><updated>2011-02-24T15:29:05.616+01:00</updated><title type='text'>Strom? Nur für bestimmte Wähler!</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-m7v_l7MdkVI/TWZqhPt99zI/AAAAAAAAAHk/0DVk_gq4cOs/s1600/Wesselton.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 129px; height: 84px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-m7v_l7MdkVI/TWZqhPt99zI/AAAAAAAAAHk/0DVk_gq4cOs/s320/Wesselton.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5577262307932501810" /&gt;&lt;/a&gt;Man stelle sich kurz vor, dass der Hamburger Wahlbezirk Eimsbüttel vom Stromnetz genommen worden ist: Zuviele Wähler dort haben die Grünen gewählt, und die SPD-Regierung will sie bestrafen - mit einem Blackout. &lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;Abstrus? Nicht in Südafrika!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweli Mkhize, Ministerpräsident der Provinz KwaZulu-Natal, hat in seiner Regierungserklärung im Parlament von Pietermaritzburg gerade einen solchen Fall angeprangert: Korrupte Politiker im Verein mit Beamten des staatlichen Stromunternehmens Eskom hätten dafür gesorgt, dass ungefähr 16.000 Haushalte in einigen Wahlbezirken von Nqutu und Nongoma ohne Strom seien - als Bestrafung für das „falsche“ Abstimmen: In dem Gebiet sind der ANC und die lange Jahre in KwaZulu-Natal tonangabende „Inkatha Freedom Party“ total (und manchmal gewalttätig) zerstritten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Verhalten der Beamten sei „unakzeptabel“, meinte Mkhize; in 85 Fällen werde jetzt ermittelt, einige Beamte seien bereits gefeuert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt gibt es sogar eine Hotline für Beschwerden; 350 Anrufe seien bereits eingegangen. Gegen korrupte Beamte soll künftig energisch vorgegangen werden, versprach der Premier - man merkt: In Südafrika stehen Kommunalwahlen ins Haus, &lt;em&gt;good governance&lt;/em&gt;, ganz konkret: &lt;em&gt;service delivery&lt;/em&gt;, versprechen jetzt alle Parteien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nqutu und Nongoma sind keine Einzelfälle. Aus dem ganzen Land werden &lt;em&gt;delivery protests&lt;/em&gt; berichtet; 90 % der Gemeinden, die vom ANC regiert werden - so schätzt der famose Barney Mthombothi, Chefredakteur der „Financial Mail“ -, funktionieren nicht richtig, weil in der Verwaltung jetzt inkompetente Leute sitzen, die keinerlei Qualifikation für ihren Job haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Wochen macht Wesselton in der Provinz Mpumalanga Schlagzeilen: Aufgebrachte Jugendliche liefern sich dort im Township Straßenschlachten mit der Polizei. Auch gegenüber Reportern machen sie sich Luft. „Wenn die Stadträte gewählt sind, ziehen sie erst einmal in einen feinen Wohnbezirk“, erzählen sie ihnen, „schicken ihre Kinder auf gute Schulen und kümmern sich dann um Jobs für ihre Verwandten und Freunde. Wir gehen leer aus.“ Ihre Namen wollen sie den Journalisten nicht nennen: „Die holen uns sonst.“ Einer liftet sein T-Shirt und zeigt seine Schrammen: Die Polizei hat ihn vor einer Woche festgenommen und verprügelt. 200 Rand (20 Euro) hat sich seine Mutter von einem Kredithai geliehen, um ihn gegen Kaution freizubekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;80 % der Menschen in Wesselton, so schätzt man, sind arbeitslos. Ein ANC-Mitglied ist heute desillusioniert: Bei jeder Wahl habe die Partei viel versprochen, geändert habe sich im Township nichts. „Ein Loch im Boden ist unsere Toilette. Die Straßen sind kaputt, wir haben keinen Strom.“ Jetzt will er einen unabhängigen Kandidaten wählen, einen Lehrer. Ihn kennt er, von ihm glaubt er, dass er sich wirklich für das Township einsetzen werde. Gewählt wird noch in diesem Jahr; ein genaues Datum muss noch festgelegt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6658272742460112602?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6658272742460112602/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/strom-nur-fur-bestimmte-wahler.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6658272742460112602'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6658272742460112602'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/strom-nur-fur-bestimmte-wahler.html' title='Strom? Nur für bestimmte Wähler!'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-m7v_l7MdkVI/TWZqhPt99zI/AAAAAAAAAHk/0DVk_gq4cOs/s72-c/Wesselton.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1077830995265211572</id><published>2011-02-24T15:09:00.003+01:00</published><updated>2011-02-24T15:15:12.334+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Steinberg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Book Lounge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liberia'/><title type='text'>Jonny Steinberg: Little Liberia</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-4n-XFoH7vZM/TWZnN29J4DI/AAAAAAAAAHc/IJ0DQ5N5lxM/s1600/steinberg%2Bliberia.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 99px; height: 147px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-4n-XFoH7vZM/TWZnN29J4DI/AAAAAAAAAHc/IJ0DQ5N5lxM/s320/steinberg%2Bliberia.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5577258676332912690" /&gt;&lt;/a&gt;„Ich war eigentlich nie so froh, Südafrikaner zu sein, wie bei der Recherche zu diesem Buch“, sagte Jonny Steinberg, als er in der „Book Lounge“ von Kapstadt sein neues Buch vorstellte. „Little Liberia: An African Odyssey in New York“ schildert die Geschichte Liberias anhand der Diaspora in New York - in einem kleinen Abschnitt der Park Street in Staten Island stammt so gut wie jeder Bewohner aus Liberia, und dort werden die politischen Kämpfe der Exilanten erbitterter ausgefochten als in der Heimat.&lt;br /&gt;   Mervyn Sloman, der belesene Besitzer der &lt;em&gt;Book Lounge&lt;/em&gt;, nennt Steinberg den besten Non-Fiction-Schreiber Südafrikas, zweimal schon hat Steinberg den angesehenen Alan Paton Award gewonnen. In einem Gespräch mit Graeme Simpson, einem in New York arbeitenden Südafrikaner, war Steinberg darauf gestoßen, dass die Liberianer dort eine kleine, enge Community sind. Zwei Jahre lang verfolgt (&lt;em&gt;shadowing &lt;/em&gt;nennt man diese Methode hier) er sie in New York, lernt intensiv die Diskussionen und Intrigen einer Diaspora kennen und schildert sie anhand zweier Männer: Jacob und Rufus, die Anfang des Jahrtausends beide den Vorsitz der „Staten Island Liberian Community Association“ erringen wollen. &lt;br /&gt;   In Liberia sucht Steinberg Zeugen; herausgekommen ist ein Buch über ein Land in Afrika und über das Exil in den USA und die psychologischen Folgen - Steinbergs bislang bestes Buch, meint der „Book Lounge“-Chef. Der kleine Laden - wohl die bestsortierte und auf jeden Fall die aktivste Buchhandlung von Kapstadt - ist so voll, dass viele auf dem Fußboden sitzen oder stehen müssen. Steinberg scheint seine Fans zu haben! „Little Liberia“ wird eines unserer nächsten Leseabenteuer werden…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1077830995265211572?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1077830995265211572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/jonny-steinberg-little-liberia.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1077830995265211572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1077830995265211572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/jonny-steinberg-little-liberia.html' title='Jonny Steinberg: Little Liberia'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-4n-XFoH7vZM/TWZnN29J4DI/AAAAAAAAAHc/IJ0DQ5N5lxM/s72-c/steinberg%2Bliberia.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2583936836194060637</id><published>2011-02-23T14:25:00.009+01:00</published><updated>2011-02-26T11:34:35.141+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Simbabwe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mugabe'/><title type='text'>Simbabwe: Gefährliches Fernsehen</title><content type='html'>&lt;a href="http://washingtonexaminer.com/files/imagecache/large_scaled/169b9b265b9db704e50e6a706700cb4a_1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 200px;" src="http://washingtonexaminer.com/files/imagecache/large_scaled/169b9b265b9db704e50e6a706700cb4a_1.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Selbst Fernsehberichte oder Videos anzuschauen, kann in Simbabwe gefährlich sein. Gestern berichtete die „New York Times“, in Harare seien mindestens 46 Menschen verhaftet worden, die gemeinsam Al Jazeera- und BBC-Reports über die Unruhen im Mittleren Osten verfolgen wollten. Ihnen droht ein Prozess wegen des Verdachts, einen Umsturz zu planen. Beschlagnahmte Beweismittel: ein Videoprojektor, zwei DVS und ein Laptop.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Autokraten wie Mubarak in Ägypten oder die korrupte Clique um Ben Ali von der erbosten Bevölkerung öffentlich kritisiert und gestürzt werden konnten, wird auch im südlichen Afrika aufmerksam verfolgt. Hörfunk und Zeitungen diskutieren, ob der seit 1980 in Simbabwe regierende (und am Montag gerade 87 Jahre alt gewordene) Robert Mugabe nicht auch von einem Volksaufstand hinweggefegt werden könnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Parallelen zu Mubarak gibt es genug: Beide Präsidenten ließen foltern, warfen ihre Gegner ins Gefängnis, beschäftigten einen riesigen Sicherheitsapparat. Die Simbabwer aber sind in der Regel viel ärmer, das Internet spielt im Land längst keine so große Rolle - und die Armee steht bislang fest an der Seite von Mugabe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trevor Ncube, Besitzer von drei unabhängigen Zeitungen in Simbabwe, schrieb in seinem südafrikanischen „Mail &amp; Guardian“: „Die wichtigste Lektion, die wir von Tunesien und Ägypten lernen können: Wir als Simbabwer müssen unsere Befreiung selbst organisieren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Simbabwe soll in diesem Jahr gewählt werden. Regierungsgegner sehen in der Verhaftung der Video-Zuschauer als deutliche Einschüchterung: ‚Versucht es nicht - hier wird es nicht funktionieren’. Auf Umsturzversuch steht in Simbabwe bis zu 20 Jahre Haft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag 26.2.: Mittlerweile sind die 46 Inhaftierten dem Richter vorgeführt worden (siehe das Bild oben); ihnen soll wegen Hochverrats der Prozess gemacht werden. Nach Angaben ihrer Anwälte sind einige in der Haft gefoltert worden. Hochverrat kann in Simbabwe mit dem Tod bestraft werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2583936836194060637?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2583936836194060637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/simbabwe-gefahrliches-fernsehen_23.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2583936836194060637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2583936836194060637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/simbabwe-gefahrliches-fernsehen_23.html' title='Simbabwe: Gefährliches Fernsehen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7602499453471007858</id><published>2011-02-19T20:49:00.004+01:00</published><updated>2011-02-20T09:34:45.710+01:00</updated><title type='text'>U2</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-hj22NOzQJ-g/TWDR99qIvaI/AAAAAAAAAHU/_ZaLTJdQR0Y/s1600/L1010458.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-hj22NOzQJ-g/TWDR99qIvaI/AAAAAAAAAHU/_ZaLTJdQR0Y/s320/L1010458.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5575687201138195874" /&gt;&lt;/a&gt;98.000 waren es am Sonntag in Johannesburg, 72.000 dann gestern abend in Kapstadt: U2 füllt die Fußballstadien; die Presse spricht von den größten Konzerten, die es in Südafrika je gegeben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Erlebnis. Nicht unbedingt, was die Lautstärke anging , aber das Drumherum. „Toll“ sei wirklich untertrieben, schrieb ein Journalist nach dem Johannesburger Act: „it’s mind-blowing!“ Ganz so hoch sollte man es vielleicht nicht hängen, aber toll war es schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon nachmittags beherrscht U2 die Stadt. Überall Fußgänger, die in Richtung Stadion streben. Der Fanwalk, zur Fußball-WM eingerichtet, ist wieder bevölkert, Busse fahren die U2-Fans kostenlos zum Stadion. Wir machen uns vorsichtshalber schon früh auf den Weg, lassen uns treiben. Um uns herum fast ausschließlich Weiße. Alle sind friedlich, die Fußgänger haben - zum erstenmal  nach der Fußball-WM - die Innenstadt von Kapstadt wieder weitgehend in der Hand; einige Asphaltspuren hat die Polizei für Autos sogar gesperrt. Auch sonst wacht auf jedem Meter die Polizei über die Sicherheit. Nach 20 Minuten Fußmarsch ist das Stadion erreicht. Auch von nah gesehen sieht es schön aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Aufwand ist nicht nur von Behördenseite aus immens. In der Mitte des Stadions steht „The Claw“ von U2: ein Bühnen-Monstrum, das eine Rundum-Bespielung erlaubt - 68 Meter lang, 48 Meter tief. Die Experten sprechen stolz von der größten Bühne, die jemals auf Welttournee gegangen ist. (Angefangen hatte die &lt;em&gt;360 Degree Tour&lt;/em&gt; 2009, beendet wird sie 2013!) Allein an diesem Abend erwarten die Veranstalter 50 Millionen Rand Einnahmen und erklären aber gleich, die Kosten dieser Tour seien ebenso gigantisch. 132 Mann reisen mit der Band, 200 Container werden von Stadion zu Stadion geschafft, der Bühnenaufbau dauert sechs Tage. (Es gibt übrigens zwei „Claws“: Die in Johannesburg zum Einsatz kam, ist schon - in Containern verpackt - auf dem Weg nach Brasilien…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag erzählt uns Inge, eine dynamische zugewanderte Kapstädterin, die im Stadium Flammkuchen verkauft hat, wie unglaublich schnell und professionell alles auf- und wieder abgebaut wurde: Heute morgen um sechs waren große Teile der Bühne bereits in Kisten verpackt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nach 19 Uhr beginnt dann die erste Vorgruppe, das malische Duo Amadou and Mariam. Die blinden Musiker spielen eine halbe Stunde, dann ist Umbaupause. Punkt 20 Uhr geht das Licht aus, das Publikum schreit auf, begrüßt die südafrikanische Rockband &lt;em&gt;Arno Carstens and the Springbok Nude Girls&lt;/em&gt; (der Titel  der Männer-Band ist nur selbstironisch zu verstehen!), die sich ebenfalls 30 Minuten abmüht. Dann wieder Umbaupause. U2 lässt sich 60 Minuten Zeit, das Publikum - mittlerweile sind die letzten Sitzplätze gefüllt, die Profis wissen eben, wann es los geht - vertreibt sich die Zeit mit der „Welle“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 21.30 Uhr geht es dann richtig los. Wie vier Gladiatoren marschieren Bono, The Edge, Bassist Adam Clayton und Drummer Larry Mullen jr. auf die Bühne. Der Jubel ist groß, die Band legt los. Die Lautstärke ist allerdings grenzwertig, manches scheint sogar übersteuert. Schon erstaunlich, wieviel Lärm vier nun auch schon etwas ältere Herren produzieren können! Die Bässe lockern die Nackenmuskulatur, der ganze Körper vibriert mit. Vom Text versteht man leider nicht allzu viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Presse wissen wir: Beim Bühnenaufbau hat der Soundcheck extra darauf geachtet, dass in den Häusern im benachbarten Stadtteil Greenpoint die Fenster heil bleiben sollten; ob das geglückt ist, scheint mir zweifelhaft. Signal Hill, der Aussichtspunkt oberhalb von Greenpoint, ist diesen Abend übrigens gesperrt: Niemand soll von dort oben gratis ins Stadion hineinschauen und mithören können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Show von U2 ist hoch professionell, und singen kann Bono - soviel stellen wir trotz der Lautstärke schnell fest. Wir sitzen offenbar im Fan-Block, hinter uns stehen die Massen, kennen alle Texte und tanzen mit. Das Publikum lässt einen gelegentlich vergessen, dass man in Afrika ist, aber Bono erinnert immer wieder daran: mit Einblendungen von Nelson Mandela und Desmond Tutu, mit einem „Graca“ (der Ehefrau Mandelas gewidmeten Lied), mit Dank ans Publikum für die „Free Mandela“-Kampagne und mit Respektbekundungen für Zackie Achmat von der &lt;em&gt;Treatment Action Campaign&lt;/em&gt;, der so viel dafür getan hat, dass HIV/Aids nicht kleingeredet werden konnte und die Regierung nun endlich ernst macht mit der medikamentösen Therapie. In der privilegierten Gesellschaft von Menschen, die U2 schon in Berlin erlebt haben, lernen wir, dass das schöne Duo mit Yvonne Chaka Chaka nur am Kap zu hören war.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Aung San Suu Kyi aus Birma - das ist das Land, das die dortigen Machthaber und die „Tagesschau“ Myanmar nennen - auch noch gewürdigt wird und Leuchten mit dem Logo von Amnesty International das Bühnenrund erleuchten, nähert sich die Show ihrem Ende. Ein Zugabenteil, dann ist kurz vor Mitternacht Schluss. Mehr als zwei Stunden U2 - uns dröhnen die Ohren. Im friedlichen Strom der Fussgänger und unter den wachen Augen von Polizei und &lt;br /&gt;Sicherheitspersonal geht es zurück zum Auto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, dabei gewesen zu sein!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7602499453471007858?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7602499453471007858/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/u2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7602499453471007858'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7602499453471007858'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/u2.html' title='U2'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-hj22NOzQJ-g/TWDR99qIvaI/AAAAAAAAAHU/_ZaLTJdQR0Y/s72-c/L1010458.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8055795693455396715</id><published>2011-02-18T11:11:00.004+01:00</published><updated>2011-02-18T11:20:30.754+01:00</updated><title type='text'>Will it ever be safe, Mr. President?</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-jpiM2OVv-gc/TV5HwcHzRlI/AAAAAAAAAHM/ss9jAe9mJOw/s1600/360grad-buehne-u2.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 133px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-jpiM2OVv-gc/TV5HwcHzRlI/AAAAAAAAAHM/ss9jAe9mJOw/s200/360grad-buehne-u2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5574972286239458898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Vor dem Konzert ist nach dem Konzert - hier ein Leserbrief eines Besuchers des U2-Konzerts in Johannesburg am vergangenen Sonntag. Wir Kapstädter sind heute dran (mit dem Konzert!)...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sir - I address this letter to President Jacob Zuma. On Sunday evening I went to the U2 concert with two of my daughters - I left inspired. Bono can sing, but properly. The band can make music - it’s clever. U2 is a worldclass act and they are performing in our back yard - I love it!&lt;br /&gt;Everyone was included - Nelson Mandela, Desmond Tutu, Aung San Suu Kyi, the Egyptians, the Bahrain people and over 100 000 of us South Africans. At one point Bono referred to SA simply as “the future” - I believed him, we all did.&lt;br /&gt;After the concert was over we clambered, rushed, pushed, squashed into the train back to Park Station. Jam-packed together we rode, a snug and sweaty crowd of us South Africans, closer to one another than you’d ever think we’d accept (I mean vas, boet, armpit to armpit), but happy in the knowledge that we are the future - proudly South African.&lt;br /&gt;Like unleashed ants we emerged from all exits of Park Station into the badly lit streets of Braamfontein, dodging the self-appointed car guards in their luminous red and yellow waistcoats, waiting to cash in, past the empty buildings and people of the night, headed home.&lt;br /&gt;Some hours earlier I’d parked my bakkie on a well-lit corner across the road from a garage, three or so blocks away from the stadion - it was as close as you could get, by then - I mean, U2 is in town!&lt;br /&gt;It was around midnight. I could already see from more than a block away that my car was gone. I swallowed and blinked and walked on, kinda hoping that my kids wouldn’t have to notice until they had to, but I knew it was gone, stolen. The first trainload of us had by now disappeared into the night, we were alone. I started calling people I know who live nearby - Dave answered, but he was in Cape Town, others were asleep.&lt;br /&gt;I spotted our car guard, “Michael” (asking their name at the beginning seems like the right thing to do). He denied his name and any knowledge of us, or our car.&lt;br /&gt;Suddenly you feel exposed, fragile - forget all the polite adjectives - I was scared. I was aware of being alone, but not - I was aware of the night.&lt;br /&gt;We decided to walk back to the station, in the middle of a six-lane one-way street, huddled together, facing the occasional oncoming car - too scared to walk on the pavement in the shadows of the deserted buildings.&lt;br /&gt;As citizens of our country we deserve to feel safe, to know that we are safe. All of us, all of the time. Dammit, it’s our right!&lt;br /&gt;A friend finally answered her cellphone and came to fetch us. I got home at about 2.30am, after reporting the theft to the police.&lt;br /&gt;I began disconnecting the automatic garage doors, bolting the gates - then I sat in the garden, waiting to see if they would come.&lt;br /&gt;I’m still angry.&lt;br /&gt;I’ve changed the locks and remotes and alarm codes (you know the story), I’ve checked the electric fence and the cameras - at my house, where I live!&lt;br /&gt;We can’t accept it, we can’t think its normal, it is not. I want to get involved, how can I help? I want “the future”.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mark Barnes, Johannesburg&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8055795693455396715?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8055795693455396715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/will-it-ever-be-safe-mr-president.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8055795693455396715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8055795693455396715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/will-it-ever-be-safe-mr-president.html' title='Will it ever be safe, Mr. President?'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-jpiM2OVv-gc/TV5HwcHzRlI/AAAAAAAAAHM/ss9jAe9mJOw/s72-c/360grad-buehne-u2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5801426972231179496</id><published>2011-02-15T20:46:00.006+01:00</published><updated>2011-02-15T20:57:00.173+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tafelberg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Busverkehr Kapstadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='District Six'/><title type='text'>Angekommen</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9NEEi-Lj3v4/TVraD4pYh8I/AAAAAAAAAHE/SrfAvNFCIDA/s1600/Tafelberg%2BHiker.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-9NEEi-Lj3v4/TVraD4pYh8I/AAAAAAAAAHE/SrfAvNFCIDA/s200/Tafelberg%2BHiker.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5574007249104832450" /&gt;&lt;/a&gt;Was für eine Umgewöhnung: Morgens in Hamburg Neuschnee, spätabends in Kapstadt leicht schwüle 22 Grad plus! Aber man gewöhnt sich ja an alles…&lt;br /&gt;Gut 30 Grad und mehr tagsüber erfordern allerdings schon ernste Gegenmaßnahmen: kurze Hose, möglichst wenig ruckartige Bewegungen, regelmäßige Abkühlung im Pool. Die - vor allem von Renate lang entbehrte - Gartenarbeit hat uns allerdings auch schon im Griff: Heute haben wir das über die Mauern rankende Dickicht etwas gelichtet.&lt;br /&gt;Und in den Zeitungen stehen die alten Probleme. Drei Beispiele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Busverkehrspläne verschoben&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Für den Transport der Fußballfans zur Fußball-WM im vergangenen Jahr war Kapstadt groß gelobt worden - der Start der Innenstadt- und der Westküsten-Linie ist aber gerade wieder einmal verschoben worden. Die Straßen sind mit Busspur fertig umgebaut, die Busse stehen bereit - einzig die Shuttle-Linie Innenstadt-Flughafen fährt, mit sehr mäßigen Passagierzahlen. &lt;br /&gt;Deutlich teurer wird das Ganze auch noch: statt ursprünglich 1,4 Milliarden Rand schätzt man die Kosten heute auf 4,6 Milliarden - aber wer aus der Stadt der Elbphilharmonie kommt, sollte darüber vielleicht nicht allzu laut lästern.&lt;br /&gt;Hinter dem Streit stehen Wirtschaftsinteressen: Die Taxiunternehmer befürchten große Geschäftseinbußen, es wird seit Jahren heftig verhandelt. Um das Projekt überhaupt zum Laufen zu bringen, sind den Taxiunternehmern Anteile am Busunternehmen angeboten worden; gerade geht der Streit darum, ob nicht zwei, sondern drei Firmen sich beteiligen dürfen. In weiteren „urgent meetings“ soll diese Frage jetzt geklärt werden; die Busse werden aber wohl auch im März noch in den Depots bleiben. Ob sie im Mai fahren dürfen, bleibt offen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Für einen sicheren Tafelberg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am vergangenen Sonntag stürmten 50 Radfahrer am Rhodes Memorial den Tafelberg hoch (siehe das Bild zu Beginn des Blog-Eintrags!), um für mehr Sicherheit auf dem Berg zu demonstrieren. Die „Table Mountain Safety Action Group“ hatte die Aktion organisiert. Sie gibt es seit drei Jahren, nachdem immer mehr Überfälle auf Tafelberg-Wanderer gemeldet worden waren. Die „Cape Times“ hat in diesem Jahr bereits 17 Überfälle gezählt; nach offiziellen Zahlen waren es in den vergangenen elf Jahren insgesamt 400. &lt;br /&gt;Paul Edmunds war einer der Demonstranten. Im Dezember war er beim Rhodes Memorial zweimal überfallen worden, jetzt war er zum erstenmal wieder auf dem Berg. „Alleine mache ich das nicht mehr“, sagt er. Auch die Tourismusexperten sind besorgt. Überfälle auf dem Tafelberg bringen eine schlechte Presse und schrecken Touristen ab. Wie es auf dem Tafelberg mehr Sicherheit geben kann, weiß allerdings niemand so genau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Rückkehr nach District Six&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die gute Nachricht bringt „The New Age“, trotz des esoterisch angehauchten Titels eine ANC-nahe neue Tageszeitung, die endlich die Wahrheit über das schöne Südafrika veröffentlichen soll: Vor einer Woche sind wieder einige Ur-Einwohner des District Six in die Kapstädter Innenstadt zurückgekehrt; Präsident Zuma selbst hat ihnen die Schlüssel zu ihren neuen Häusern überreicht. Der District Six war in den 60er Jahren von der Apartheid-Regierung zum „weißen Gebiet“ erklärt worden; seine bunt gemischten Bewohner wurden zwangsumgesiedelt - ein Museum schildert dies heute immer noch sehr eindrücklich. Jahrzehntelang war der District Six Brachland, seit einigen Jahren wird dort wieder gebaut. „This is more than a house“, sagte Präsident Zuma bei der Zeremonie, „it is about restoring a nation’s dignity.“ Stimmt. 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid stehen im District Six vielleicht 16 neue Häuser (wir werden noch einmal nachzählen!)…&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5801426972231179496?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5801426972231179496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/angekommen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5801426972231179496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5801426972231179496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/angekommen.html' title='Angekommen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-9NEEi-Lj3v4/TVraD4pYh8I/AAAAAAAAAHE/SrfAvNFCIDA/s72-c/Tafelberg%2BHiker.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3884922838967509629</id><published>2011-02-11T22:01:00.014+01:00</published><updated>2011-02-11T23:08:57.779+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Milner Road'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tamboerskloof'/><title type='text'>20a Milner Road</title><content type='html'>&lt;a href='http://4.bp.blogspot.com/-Ly0Rkt0VaF0/TVWjq82Bw-I/AAAAAAAAAG8/z36gQBTlOcs/s1600/2002%2BTotale.jpg'&gt;&lt;img src='http://4.bp.blogspot.com/-Ly0Rkt0VaF0/TVWjq82Bw-I/AAAAAAAAAG8/z36gQBTlOcs/s320/2002%2BTotale.jpg' border='0' alt=''style='clear:both;float:left; margin:0px 10px 10px 0;' /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Tamboerskloof ist ein sehr altes Viertel von Kapstadt - von der Innenstadt eigentlich zu Fuß zu erreichen, wenn man vom Parlament in Richtung Tafelberg hochgeht (aber wer geht in Kapstadt schon zu Fuß!). Also für Autofahrer: Wenn man von der Innenstadt auf der Buitengracht-Straße in Richtung Tafelberg-Seilbahn fährt, kommt man durch Tamboerskloof. Relativ am Anfang ist das "Lord Milner Hotel". Lord Milner war britischer Gouverneur der Kap-Kolonie, und in dem alten Wohnviertel stehen überwiegend kleine, viktorianische Häuser. Die Milner Road, die beim Hotel von der Hauptstraße rechts abgeht, führt ziemlich steil den Berg hoch - und ziemlich weit oben ist die Hausnummer 20a: in den nächsten beiden Monaten unser Standort. &lt;br /&gt;Von der Straße aus gesehen ein unspektakulärer Backstein-Bau, man sieht vor allem die Garage - innen aber sehr schön: ein Hanghaus mit fünf verschiedenen Ebenen, einem großen Hauptraum (Eßecke, offene Küche, großes Wohnzimmer), oben ein Arbeitszimmer mit Blick auf den Tafelberg und auf der anderen Seite der &lt;em&gt;"master bedroom"&lt;/em&gt; mit Aussicht auf Signal Hill und die Innenstadt von Kapstadt. &lt;br /&gt;Im Garten steht ein großer Baum, auf dem sich Perlhühner breit machen (und einen Höllenlärm veranstalten sollen). Hinter dem Grundstück ist eine große Wiese, auf der manchmal Polizeipferde weiden. Weiter den Berg hoch sieht man nur noch Büsche und Bäume - dass man hier mitten in einer Weltstadt ist und die Innenstadt in fünf Minuten erreichen kann, glaubt einem niemand... In zwei Tagen werden wir dort wohnen!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3884922838967509629?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3884922838967509629/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/20a-milner-road.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3884922838967509629'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3884922838967509629'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/20a-milner-road.html' title='20a Milner Road'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Ly0Rkt0VaF0/TVWjq82Bw-I/AAAAAAAAAG8/z36gQBTlOcs/s72-c/2002%2BTotale.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3364953661350838526</id><published>2011-02-10T22:51:00.003+01:00</published><updated>2011-02-10T22:58:22.785+01:00</updated><title type='text'>Rückkehr ans Kap</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gbe3nNpw4b0/TVRes4doWkI/AAAAAAAAAG0/4kjKrX-koaI/s1600/Timo%2BTafelberg.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gbe3nNpw4b0/TVRes4doWkI/AAAAAAAAAG0/4kjKrX-koaI/s320/Timo%2BTafelberg.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5572182764128066114" /&gt;&lt;/a&gt;Wir sollten ruhig mal wieder was schreiben, meinte Elke. Na gut: In drei Tagen sind wir wieder in Kapstadt, werden noch den Nachsommer dort erleben (und wie angekündigt U2 hören) - und wohl auch mitbekommen, was aus den Hoffnungen, die mit der Fußball-WM verknüpft waren, geworden ist. Also: Der Blog wird wieder belebt, gelegentliche Eintragungen sind nicht auszuschließen. Wer's mag, darf gern wieder mitlesen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3364953661350838526?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3364953661350838526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/ruckkehr-ans-kap.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3364953661350838526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3364953661350838526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2011/02/ruckkehr-ans-kap.html' title='Rückkehr ans Kap'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-gbe3nNpw4b0/TVRes4doWkI/AAAAAAAAAG0/4kjKrX-koaI/s72-c/Timo%2BTafelberg.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6270988214370151282</id><published>2010-10-24T18:56:00.008+02:00</published><updated>2010-10-27T15:39:48.463+02:00</updated><title type='text'>Du auch? U2!!</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.u2tour.de/newspics/2010/shirt2010.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 94px;" src="http://www.u2tour.de/newspics/2010/shirt2010.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Drei Monate Kapstadt und umzu – wir können die Region auch nach dieser Zeit nur empfehlen. Wenn dieser Blog Lust gemacht hat, das Land selbst etwas besser kennenzulernen, hat er seinen Zweck erfüllt. Also: You too in Cape Town, hopefully!!&lt;br /&gt;Die U2 kommen übrigens auch: Am 18. Februar wird die Gruppe das neue Stadion in Greenpoint füllen. Vor einer Woche wurden die zwei Konzerte der Rockband in Südafrika angekündigt – eines ist in Johannesburg, eines in Kapstadt, und beide in den neuen Stadien. Seit zwei Tagen sind die Tickets auf dem Markt, innerhalb der ersten 90 Minuten wurden 70.000 Karten verkauft, und heute sind sie so gut wie ausgebucht. &lt;br /&gt;Wir haben gerade noch einige Restkarten sichern können: Wer also im Februar mitrocken will, muss sich schnell melden! Vier Plätze haben wir zu vergeben, und ein anständiges Reiseprogramm rund um diese – hochsommerliche – Zeit wird sich sicher auch finden.&lt;br /&gt;Und damit schließen wir diesen Blog ab und sagen: &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bye bye in Cape Town…&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6270988214370151282?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6270988214370151282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/du-auch-u2.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6270988214370151282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6270988214370151282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/du-auch-u2.html' title='Du auch? U2!!'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3823559513738542984</id><published>2010-10-24T18:55:00.002+02:00</published><updated>2010-10-24T18:56:49.095+02:00</updated><title type='text'>Gute Strassen, schlechte Strassen</title><content type='html'>Südafrika hat gute Strassen, immer wieder wird an sorgfältig ausgeschilderten und beflaggten Stellen repariert und verbessert. Wo am Straßenrand Gras gemäht wurde, ist es sorgfältig in Säcke verpackt gelagert. So unser Eindruck. Aber wir haben auch Geschichten gehört von Straßen voller Schlaglöcher, sogar von kaum noch passierbaren Strecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie so oft in Südafrika ist beides richtig: Erstklassige Qualität und schleichender Verfall. Die Wirtschaftszeitschrift „Financial Mail“ hat diese Woche die &lt;em&gt;SA National Roads Agency&lt;/em&gt; als die am effektivsten arbeitende Regierungsbehörde bezeichnet - ein dickes und verdientes Lob. Doch sie ist nur für einen kleinen Teil der nationalen Strassen zuständig und hat einen Teil der jüngsten Investitionen mit Krediten finanziert. Dafür darf sie jetzt Gebühren erheben - ein für Unmut sorgendes, aber wohl notwendiges Verfahren, um Geld für neue Investitionen zu generieren und Menschen mittelfristig dazu zu bewegen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, etwa auf der Strecke zwischen Johannesburg und Pretoria, wo gerade eine Schnellbahnverbindung eingerichtet wird (der feine Gautrain).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die andere Seite: Selbst Verkehrsminister Sbu Ndebele hat dieser Tag eingeräumt, dass Südafrikas im weltweiten Vergleich einen schlechten Platz einnimmt, wenn es um Sicherheit auf den Straßen geht. Nicht regelmäßig oder nicht gut gewartete Verkehrswege erhöhen das Unfallrisiko. In der Ostkap-Provinz waren 1988 noch 70 Prozent der Straßen als gut eingestuft worden, 2008 waren es nur noch 15 Prozent. Mit dafür verantwortlich, so der Minister, sei der Mangel an Ingenieuren und Technikern. Im &lt;em&gt;Road Infrastructure Strategic Framework for SA&lt;/em&gt; kann man lesen, dass statt Fachkräfte Menschen eingestellt wurden, die über nicht genügend Erfahrung verfügten und nicht einmal geprüfte Fachkräfte waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so sind die Schlaglöcher zu einem erregt diskutierten Thema geworden. Die „Democratic Alliance“, die Opposition im Parlament, hat vor einigen Monaten Fotos der zehn schlimmsten Schlaglöcher veröffentlicht , und in Johannesburg haben verunfallte Passagiere die Stadt sogar auf Schmerzensgeld  verklagt. Mit Erfolg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3823559513738542984?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3823559513738542984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/gute-strassen-schlechte-strassen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3823559513738542984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3823559513738542984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/gute-strassen-schlechte-strassen.html' title='Gute Strassen, schlechte Strassen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6576013437242394006</id><published>2010-10-21T20:59:00.006+02:00</published><updated>2010-10-27T15:38:00.152+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinungsfreiheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zuma'/><title type='text'>Dear Government</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.garethcliff.com/images/spotlight1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 188px; height: 70px;" src="http://www.garethcliff.com/images/spotlight1.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Ein Diskjockey hat der Regierung die Leviten gelesen - und das sorgt im Land für Gesprächsstoff. Auf Facebook und Twitter wird eifrig diskutiert, ein scharf angegriffener Minister (Blade Nzimande) ließ erklären, er werde auf diese rassistische Kritik nicht reagieren, Präsident Zuma aber will sich demnächst mit dem Diskjockey zusammensetzen. Gareth Cliff hat mit seiner Polemik einen Nerv getroffen - und bringt die zentralen Probleme dieses Landes auf den Punkt.  &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12th October, 2010&lt;br /&gt;Dear Government&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;OK, I get it, the President isn't the only one in charge. The ANC believes in "collective responsibility" (So that nobody has to get blamed when things get screwed up), so I address this to everyone in government - the whole lot of you - good, bad and ugly (That's you, Blade).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;We were all so pleased with your renewed promises to deliver services (we'll forgive the fact that in some places people are worse off than in 1994); to root out corruption (so far your record is worse than under Mbeki, Mandela or the Apartheid regime - what with family members becoming overnight millionaires); and build infrastructure (State tenders going disgustingly awry and pretty stadia standing empty notwithstanding) - and with the good job you did when FIFA were telling you what to do for a few months this year. Give yourselves half a pat on the back. Since President Sepp went off with his billions I'm afraid we have less to be proud of - Public Servants Strikes, more Presidential bastard children, increasing unemployment and a lack of leadership that allowed the Unions to make the elected government it's bitch. You should be more than a little worried - but you're not. Hence my letter. Here are some things that might have passed you by:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. You have to stop corruption. Don't stop it because rich people moan about it and because it makes poor people feel that you are self-enriching parasites of state resources, but because it is a disease that will kill us all. It's simple - there is only so much money left to be plundered. When that money runs out, the plunderers will raise taxes, chase and drain all the remaining cash out of the country and be left with nothing but the rotting remains of what could have been the greatest success story of post-colonial Africa. It's called corruption because it decomposes the fabric of society. When someone is found guilty of corruption, don't go near them - it's catchy. Making yourself rich at the country's expense is what colonialists do.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Stop complaining about the media. You're only complaining about them because they show you up for how little you really do or care. If you were trying really hard, and you didn't drive the most expensive car in the land, or have a nephew who suddenly went from modesty to ostentatious opulence, we'd have only positive things to report. Think of Jay Naidoo, Geraldine Fraser-Moleketi and Zwelinzima Vavi - they come under a lot of fire, but it's never embarrassing - always about their ideas, their positions, and is perfectly acceptable criticism for people in power to put up with. When the media go after Blade Nzimande, Siphiwe Nyanda and the President, they say we need a new piece of legislation to "make the media responsible". That's because they're being humiliated by the facts we uncover about them daily, not because there is an agenda in some newsroom. If there had been a free press during the reigns of Henry VIII, Idi Amin or Hitler, their regimes might just have been kept a little less destructive, and certainly would have been less brazen and unchecked.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Education is a disaster. We're the least literate and numerate country in Africa. Zimbabwe produces better school results and turns out smarter kids than we do. Our youth aren't usemployed, they're unemployable. Outcomes-based-education, Teachers' Unions and an attitude of mediocrity that discourages excellence have reduced us to a laughing stock. Our learners can't spell, read, add or subtract. What are all these people going to do? Become President? There's only one job like that. We need clever people, not average or stupid ones. the failure of the Education Department happened under your watch. Someone who writes Matric now hadn't even started school under the Apartheid regime, so you cannot blame anyone but yourselves for this colossal cock-up. Fix it before three-quarters of our matrics end up begging on Oxford Road. Reward schools and teachers who deliver great pass rates and clever students into the system. Fire the teachers who march and neglect their classrooms.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Give up on BEE. It isn't working. Free shares for new black partnerships in old white companies has made everyone poorer except for Tokyo Sexwale. Giving people control of existing business won't make more jobs either. In fact, big companies aren't growing, they're reducing staff and costs. The key is entrepreneurship. People with initiative, creative ideas and small companies must be given tax breaks and assistance. Young black professionals must be encouraged to start their own businesses rather than join a big corporation's board as their token black shareholder or director. Government must also stop thinking that state employment is a way to decrease unemployment - it isn't - it's a tax burden. India and China are churning out new, brilliant, qualified people at a rate that makes us look like losers. South Africa has a proud history of innovation, pioneering and genius. This is the only way we can advance our society and economy beyond merely coping. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Stop squabbling over power. Offices are not there for you to occupy (or be deployed to) and aggrandize yourself. Offices in government are there to provide a service. If you think outrageous salaries, big German cars, first-class travel and state housing are the reasons to aspire to leadership, you're in the wrong business - you should be working for a dysfunctional, tumbledown parastatal (or Glenn Agliotti). We don't care who the Chairperson of the National Council of Provinces is if we don't have running water, electricity, schools and clean streets. You work for us. Do your job, don't imagine you ARE your job.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Stop renaming things. Build new things to name. If I live in a street down which the sewage runs, I don't care if it's called Hans Strijdom or Malibongwe. Calling it something nice and new won't make it smell nice and new. Re-branding is something Cell C do with Trevor Noah, not something you can whitewash your lack of delivery with.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Don't think you'll be in power forever. People aren't as stupid as you think we are. We know you sit around laughing about how much you get away with. We'll take you down, either at the polls - or if it comes down to the wire - by revolution (Yes, Julius, the real kind, not the one you imagine happened in 2008). Careless, wasteful and wanton government is a thing of the past. The days of thin propaganda and idealized struggle are over. The people put you in power - they will take you out of it. Africa is tired of tin-pot dictators, one-party states and banana republics. We know who we are now, we care about our future - and so should you. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gareth Cliff&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6576013437242394006?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6576013437242394006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/dear-government.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6576013437242394006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6576013437242394006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/dear-government.html' title='Dear Government'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1627848449307316469</id><published>2010-10-15T22:00:00.002+02:00</published><updated>2010-10-15T22:08:55.352+02:00</updated><title type='text'>Johannesburg, das Paradies</title><content type='html'>Für manche ist Johannesburg das Paradies. Wir haben jedenfalls Menschen kennen gelernt, die das so sehen – in Mayfair, mitten im Stadtzentrum, in dem man sich immer vorsichtig umschaut und sein Portemonnaie festhält. Als wir Rose, unserer Fahrerin, sagen, dass sie uns in anderthalb Stunden drei Straßenecken weiter wieder abholen kann und wir in der Zwischenzeit hier herumlaufen wollten, schaut sie uns zweifelnd an: Ob wir das wirklich für eine gute Idee hielten? Sie steigt mit aus und will erst einmal ein Gefühl für das Viertel bekommen, aber dann lässt sie uns dann doch gehen. &lt;br /&gt;Wir wollen zu den Somalis in Johannesburg, und ihr Viertel liegt mitten in der Innenstadt, gleich neben dem „Oriental Place“. Wir fragen und werden zu einem Gebäude verwiesen, in dem viele kleine Läden und ein Open-Air-Restaurant sind. Im ersten Stock ist das Büro des &lt;em&gt;Somali Community Board of South Africa&lt;/em&gt; (SCOB); es ist allerdings verschlossen. In 15 Minuten, heißt es, ist wieder jemand da; wir bestellen derweil im Restaurant einen Tee im Restaurant „Kismayo“. Somalis verfolgen hier die Al-Jazeera-Nachrichten. Der Tee wird mit viel Milch serviert.&lt;br /&gt;Dass Journalisten sich über die Somalis informieren wollen, spricht sich schnell herum. Nach ein paar Minuten setzt sich ein junger Mann zu uns: der &lt;em&gt;National Chairman&lt;/em&gt; der Somalis. Abdul Hakim Mohamed wollte eigentlich Pilot werden, erzählt er uns; stattdessen vertritt er jetzt die rund 30.000 Somalis in Südafrika. Die meisten von ihnen sind Händler und haben in den Townships kleine Läden – und viele werden angefeindet. Seit Jahren werden somalische Geschäftsinhaber ermordet, &lt;em&gt;„xenophobia“&lt;/em&gt;, Fremdenfeindlichkeit, ist seit den Übergriffen gegen afrikanische Zuwanderer von 2008 ein Stichwort in der innenpolitischen Debatte Südafrikas. &lt;br /&gt;Ja, diese Übergriffe gebe es immer noch, sagt der &lt;em&gt;National Chairman&lt;/em&gt;, das habe nicht aufgehört. Seine Organisation versucht zu helfen, wo es geht – unterstützt somalische Halbwaisen, arbeitet mit der Polizei zusammen, hilft den Händlern bei Behördengängen. Aus eigenen Mitteln werden zwei Leute im Innenministerium finanziert, die bei der Bearbeitung der somalischen Anträge helfen und vermitteln.  &lt;br /&gt;Für Somalis ohne Identitätsdokumente ist es zum Beispiel schwierig, ein Bankkonto zu eröffnen; die Gangster wissen also, dass der Händler irgendwo im Laden sein Geld haben muss. Oft werden sie überfallen und solange gefoltert, bis sie das Versteck preisgeben. Das SCOB hat jetzt erreicht, dass eine Bank relativ unbürokratisch hilft; innerhalb kurzer Zeit wurden bereits fast 600 Konten eröffnet – für die Händler eine große Hilfe. Und für die Bank sicher kein schlechtes Geschäft.  &lt;br /&gt;Abdul Hakim erklärt uns das System: Da die Somalis zusammenarbeiten, können sie günstige Preise anbieten. Sie schlafen im Township-Laden, sparen soviel Geld wie möglich. Wenn die Ersparnisse reichen, ziehen sie in eine sicherere Gegend und holen aus Somalia einen Verwandten, der den Laden übernimmt. Der weiß noch nicht, dass ein Ladeninhaber ein großes Risiko eingeht. &lt;br /&gt;Wer das zynisch findet, weiß nicht, wie es in Somalia zugeht. „Ja, in Somalia lebt man ständig in Gefahr, erschossen zu werden – hier aber wird der neue Händler im Schnitt nur einmal in der Woche überfallen: Das ist für ihn das Paradies.“ Und wenn die Geschäfte laufen, wird der nächste Verwandte ins „Paradies“ geholt, und er selbst kann dann in Mayfair in der Kneipe sitzen und seinen süßen Tee trinken. Johannesburg kann man auch so sehen…&lt;br /&gt;&lt;a href="http://somalisouthafrica.co.za"&gt;somalisouthafrica.co.za&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1627848449307316469?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1627848449307316469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/johannesburg-das-paradies.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1627848449307316469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1627848449307316469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/johannesburg-das-paradies.html' title='Johannesburg, das Paradies'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7375051180917501856</id><published>2010-10-15T19:59:00.006+02:00</published><updated>2010-10-15T20:08:50.219+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Simbabwer'/><title type='text'>Simbabwer in Südafrika (Teil 2)</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.timeslive.co.za/multimedia/dynamic/01158/704331_634082_1158165b.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 200px;" src="http://www.timeslive.co.za/multimedia/dynamic/01158/704331_634082_1158165b.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Heute beschreibt die südafrikanische „Times“ in einer Reportage, wie Tausende Simbabwer vor den Büros der Innenbehörde Schlange stehen, um die notwendigen Papiere zu erhalten und nicht – wie angekündigt – Ende des Jahrs ausgewiesen zu werden. Ein bürokratischer Alptraum: Um sich in Südafrika registrieren zu lassen, benötigen sie einen simbabwischen Pass, den die meisten aber nicht haben. &lt;br /&gt;Zunächst müssen sie daher 750 Rand Registrierungsgebühr bezahlen – die erste Warteschlange. Viele stellen sich schon abends an und schlafen auf dem Pflaster, weil der Andrang so groß ist. Dann muss dem Amt nachgewiesen werden, dass diese Summe auch wirklich einbezahlt worden ist – die zweite Schlange. Erst dann geben die Behörden ein Antragsformular aus, das ausgefüllt und wieder abgegeben werden muss – die dritte Schlange, für viele die dritte Nacht vor der Behörde. Wenn alles gut geht, erhält der Antragsteller dann die Nachricht, sein Pass sei fertig und darf abgeholt werden – die vierte Schlange. &lt;br /&gt;Und wer Pech hat, erfährt nach der langen Warterei nur, dass seine Papiere nicht vollständig sind und er noch einmal kommen muss. „Man hat uns gesagt, wir bräuchten einen Brief von unserem Arbeitgeber und eine Kopie seines Ausweises“, sagt ein Simbabwer den „Times“-Reportern, „aber wenn du bei einer großen Firma arbeitest, ist das unmöglich.“ &lt;br /&gt;16.000 Anträge seien bis vor einer Woche abgegeben, hieß es – die Zahl der Simbabwer in Südafrika wird auf weit mehr als eine Million geschätzt. Es wird ein langer Alptraum werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7375051180917501856?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7375051180917501856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/simbabwer-in-sudafrika-teil-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7375051180917501856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7375051180917501856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/simbabwer-in-sudafrika-teil-2.html' title='Simbabwer in Südafrika (Teil 2)'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-9155693583094659764</id><published>2010-10-09T21:49:00.008+02:00</published><updated>2010-10-10T11:17:52.922+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Johannesburg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Restaurant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grill'/><title type='text'>The Local Grill, Jo'burg</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.localgrill.co.za/gallery/images/head.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 461px; height: 178px;" src="http://www.localgrill.co.za/gallery/images/head.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Braai – die Ameri-kaner reden da von Barbecue, wir vom Grillen – ist für den Südafri-kaner ein weit verbreitetes Wochenendvergnügen, aber offenbar besteht dort noch Schulungsbedarf: Gerade haben wir ein Restaurant entdeckt, dass nicht nur (vorzügliches) Essen, sondern u.a. auch „&lt;em&gt;Grilling Courses&lt;/em&gt;“ anbietet. „The Local Grill“ in Johannesburg trägt schon in seinem Namen das, was er vor allem anbietet: viele Sorten gegrillte Steaks. Und ob „Sirloin“, „Rump“ oder „Fillet“ – jedes Steak ist in zwei Varianten zu haben: von Tieren, die nur mit Gras gefüttert wurden, oder von denen, die mit 'normaler' Kost groß geworden sind. &lt;br /&gt;Wer zum ersten Mal das Restaurant besucht, darf sogar hinter die Kulissen schauen: Er wird in die Küche zu den Grillrosten geführt und schaut in den Kühlraum, in dem die verschiedenen Fleischstücke lagern – ein beeindruckender Vorrat. Und im Restaurant hängt eine Liste, auf der genau verzeichnet ist, wie viele Tage die verschiedenen Steaks jetzt schon abgehangen sind.&lt;br /&gt;Als wir bestellt haben, gibt es noch eine Überraschung. Restaurant-Chef Llewy Mateza kommt mit einem sonoren „Guten Abend“ an unseren Tisch. Er hat gehört, dass wir aus Deutschland kommen – Llewy ist in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald ein Jahr lang zur Schule gegangen und hat dort das deutsche Abitur gemacht. Obwohl das schon etwas her ist, spricht er immer noch ziemlich gut Deutsch und erzählt, dass er mit seinem Restaurant in Parktown Erfolg hat. &lt;br /&gt;Als unser Essen kommt, verstehen wir, warum: Die &lt;em&gt;Boerewors&lt;/em&gt; ist hervorragend gewürzt, die Steaks sind zart und zergehen auf der Zunge – so gut haben wir in Südafrika nur selten gegessen (und das will etwas heißen!!). Wir verkneifen uns, zum Abschied die Schirmmütze und das T-Shirt mit „Local Grill“-Aufdruck zu kaufen – die Gewürzmischung, mit der die Steaks eingerieben werden, die nehmen wir aber sehr gern mit. &lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-9155693583094659764?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/9155693583094659764/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/local-grill-joburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/9155693583094659764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/9155693583094659764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/local-grill-joburg.html' title='The Local Grill, Jo&apos;burg'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4192199483054674707</id><published>2010-10-09T21:41:00.003+02:00</published><updated>2010-10-10T11:18:56.574+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Johannesburg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gericht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apartheid'/><title type='text'>Constitutional Hill, Johannesburg</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDHOiWX2iI/AAAAAAAAAGg/gFo85gLY5dU/s1600/L1010216.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDHOiWX2iI/AAAAAAAAAGg/gFo85gLY5dU/s320/L1010216.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5526135795336337954" /&gt;&lt;/a&gt;Wer den Film „Drum“ gesehen hat, wird sich an die Geschichte erinnern: Henry Khumalo, Starreporter des Magazins für Schwarze, lässt sich 1954 verhaften, um über die Situation in den Gefängnissen berichten zu können – und der Fotograf Bob Gusani macht Fotos von der entwürdigenden Untersuchung, die jeder Gefangene auf dem Hof des Gefängnisses nackt über sich ergehen lassen muss: Gusani konnte von einer Wohnung neben dem Gefängnis den Hof einsehen. „Mr. Drum goes to jail“ – die Reportage sorgte damals für großes Aufsehen.&lt;br /&gt;Heute kann man das Gefängnis besichtigen, und das Fenster, von dem aus Gusani seine berühmten Fotos aufgenommen hat, sieht man auch. &lt;br /&gt;Wer das Gefängnis sucht, muss in Johannesburg den Wegweisern „Constitutional Hill“ folgen: Nicht nur die Überreste des Gefängnisses sind hier ein Museum - heute hat hier das oberste Gericht Südafrikas seinen Sitz, und der Saal, in dem die höchsten Richter ihre Urteile verkünden, wurde mit Steinen des alten Gefängnisses erbaut. &lt;br /&gt;Auch im Eingangsbereich des Gerichts erinnert eine Zellentür an die Geschichte Südafrikas. Für viele der Museumsbesucher – Schulkinder - ist Apartheid aber wirklich eine fremde Geschichte: Sie kennen die Apartheid, wenn überhaupt, nur aus Erzählungen ihrer Eltern; vielen bedeutet das Wort – so sagt die junge Frau an der Kasse auf eine entsprechende Frage – heute gar nichts mehr. &lt;br /&gt;Dabei lernt man im Museum ziemlich konkret, wie durchorganisiert das Gefängnis war – von den drei Essenstöpfen (einer mit Fleisch für die weißen Gefangenen, einer ohne für die Schwarzen und eine Mischung für die Coloureds) über die Hackordnung in den großen Massenzellen, in denen die Gangs eine ausgefeilte Hierarchie durchsetzten, bis hin zu den Einzelzellen, in denen der Wille widerspenstiger Häftlinge gebrochen werden sollte. In Workshops haben viele ehemalige Häftlinge von „Number Four“, wie das Gefängnis hieß, ihre Erfahrungen aufgearbeitet und dokumentiert.&lt;br /&gt;Die Führung endet im Obersten Gericht. Ein beeindruckender Ortstermin!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4192199483054674707?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4192199483054674707/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/constitutional-hill-johannesburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4192199483054674707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4192199483054674707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/constitutional-hill-johannesburg.html' title='Constitutional Hill, Johannesburg'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDHOiWX2iI/AAAAAAAAAGg/gFo85gLY5dU/s72-c/L1010216.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8605647269490178856</id><published>2010-10-09T21:35:00.004+02:00</published><updated>2010-10-10T11:19:40.704+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weingut'/><title type='text'>Vergelegen</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDFLzwrcnI/AAAAAAAAAGY/ugLPdrjMgxM/s1600/Vergelegen+1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 153px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDFLzwrcnI/AAAAAAAAAGY/ugLPdrjMgxM/s320/Vergelegen+1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5526133549447213682" /&gt;&lt;/a&gt;Es gibt sehr viele Weingüter am Kap, sehr viele schöne darunter - und es gibt Vergelegen. Wenn es jemals einen Wettbewerb um das schönste Weingut geben sollte: Vergelegen wäre ein heißer Favorit. &lt;br /&gt;Bis 1685 reicht die stolze Geschichte des Gutes zurück, und schon im 17.Jahrhundert war es der Gouverneur der Kap-Provinz (Willem Adriaan van der Stel, nach dem Stellenbosch benannt ist), der dieses Gut bewirtschaftete. Als er 1706 wieder nach Holland beordert wurde, war der Grundstein für ein prächtiges Weingut gelegt. &lt;br /&gt;Die wechselvolle Geschichte von Vergelegen kann im Internet nachgelesen werden. Seit 1987 ist der Anglo-American-Konzern stolzer Besitzer, der die Tradition hochhält. Regierungsgalas wurden hier gegeben, Nelson Mandela empfing Bill Clinton, aber auch der gemeine Tourist darf in den großen Gärten herumschlendern, die alten Bäume bestaunen und das Restaurant n genießen. &lt;br /&gt;Auch wer nur kurz Zeit hat (wir hatten nur eine Stunde): Die zehn Rand Eintritt für den Park sind gut angelegt, die Preise im Restaurant sind moderat, und der Käsekuchen gehört zu den besten am Kap…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8605647269490178856?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8605647269490178856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/vergelegen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8605647269490178856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8605647269490178856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/vergelegen.html' title='Vergelegen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TLDFLzwrcnI/AAAAAAAAAGY/ugLPdrjMgxM/s72-c/Vergelegen+1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7097951487131917308</id><published>2010-10-08T17:51:00.002+02:00</published><updated>2010-10-08T17:55:53.355+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mudlark'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lodge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Urlaub'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Breede River'/><title type='text'>Mudlark River Front Lodge</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8-2ReOKQI/AAAAAAAAAGI/AlS2MhX2XCI/s1600/L1010193.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8-2ReOKQI/AAAAAAAAAGI/AlS2MhX2XCI/s320/L1010193.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525704369930905858" /&gt;&lt;/a&gt;Infanta – das liegt nach 60 Kilometern &lt;em&gt;gravel road&lt;/em&gt;, die den Wagen ziemlich durchschütteln, direkt an der Küste des Indischen Ozeans, dort, wo der Breede River ins Meer fließt. Zwei Kilometer vor dem kleinen Ort biegen wir einen noch etwas abenteuerlicheren Feldweg links ab zur Mudlark River Front Lodge, wo uns Hillary und Tim erwarten. Direkt am Fluss haben sie mehrere Holzhütten gebaut, und für die Touristen bieten sie auch Bootsfahrten an, zum fischen. Hillary und Tim sind Experten – Hillary hat mehrere Preise gewonnen.&lt;br /&gt;Tim erzählt, dass sein Vater das Grundstück am Fluss gekauft hat und sie an Wochenenden oft hierher gefahren sind. „30 Grundstücke mussten wir überqueren, bis wir hier waren“, erzählt er. 30mal anhalten, aussteigen, das Tor im Zaun öffnen, durchfahren, anhalten, aussteigen, das Tor wieder zumachen – „Wir haben dann aus Kapstadt Studenten angeheuert, der den Job machte – und dafür haben sie dann ein kostenloses Wochenende am Fluss spendiert bekommen“, grinst Tim. &lt;br /&gt;Mittlerweile ist die &lt;em&gt;gravel road&lt;/em&gt; eine öffentliche Straße, und Infanta hat vor einigen Jahren auch Strom bekommen. Den Feldweg zu ihrem Grundstück müssen die Anwohner aber selbst unterhalten, und der nächste Laden ist weit: Wenn sich Gäste anmelden, geht es ins 80 Kilometer entfernte Swellendam zum Einkaufen, denn abends wird in der Mudlark River Front Lodge ein Dinner angeboten. Das nächste Restaurant ist schließlich rund 30 Kilometer entfernt.&lt;br /&gt;Vom kleinen Deck vor der Holzhütte aus überblickt man den Fluss und kann den Sonnenuntergang beobachten. Nachts prasselt der Regen aufs Dach, am nächsten Morgen ist wieder gutes Wetter. Leider müssen wir wieder weiter…aber man kann ja wiederkommen…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7097951487131917308?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7097951487131917308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/mudlark-river-front-lodge.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7097951487131917308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7097951487131917308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/mudlark-river-front-lodge.html' title='Mudlark River Front Lodge'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8-2ReOKQI/AAAAAAAAAGI/AlS2MhX2XCI/s72-c/L1010193.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-856003606972561599</id><published>2010-10-04T17:56:00.002+02:00</published><updated>2010-10-04T17:59:22.745+02:00</updated><title type='text'>Begegnungen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;- Tourismusbüro, Swellendam&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Früher sei sie ganz schüchtern gewesen, erzählt die junge Coloured-Frau, aber der Job habe ihr Selbstvertrauen gegeben, und jetzt rede sie munter drauflos. Und so ist es. 25 Kilometer von Swellendam entfernt wohnt sie in einem kleinen Ort, und da soll auch so bleiben, sagt sie: Eine Großstadt wie Kapstadt sei nichts für sie, da müsse man immer aufpassen; in ihrem Ort müsse man die Haustür nicht abschließen, da kenne jeder jeden, und alle wohnten zusammen, nicht so getrennt nach Hautfarben wie in Swellendam, der drittältesten weißen Siedlung in Südafrika. Arbeitsplätze gibt es hier nicht so viele: Nein, viele aus dieser Gegend würden in Kapstadt arbeiten, dann aber auch dort leben, sagt die Frau im Tourismusbüro: „Die kommen dann nur alle zwei, drei Monate kurz nach Hause.“ Sie kommt jeden Tag mit dem Minibus-Taxi nach Swellendam zu ihrer Arbeitsstelle; 300 Rand kostet die Monatskarte, 15 Rand für eine Fahrt hin und zurück - das sei fair, findet sie.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;- Kellnerin in Swellendam&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;„Oh, das ist ja nett!“, giggelte die Kellnerin in Swellendam, als sie unsere vier Bestellungen entgegennahm: Die Männer hatten denselben Geschmack, die beiden Frauen auch, nur einen anderen. Wir versicherten ihr, dass wir nur ihr Leben einfacher machen wollten. „Und das des Küchenchefs“, lachte sie und verschwand. Und als wir einen Nachtisch mit vier Löffeln bestellten, war das Gelächter noch größer. Als sie ihn servierte, hatte sie sich wirklich ernsthafte Gedanken darüber gemacht, wie der Malva-Pudding am besten gerecht in vier Teile aufgespalten werden konnte, und gab uns ausführliche Anweisungen. &lt;br /&gt;Sie war Südafrikanerin und kam aus dem Free State. Zusammen mit ihrer Schwester war sie in Swellendam gelandet und glücklich, diesen Job ergattert zu haben. „Und wann sehen wir uns wieder – morgen abend?“, fragte sie, als sie die Rechnung brachte. Die ehrliche Antwort, wir seien morgen Abend schon wieder ganz woanders, wollte sie nicht akzeptieren und schüttelte ernst den Kopf: Das gehe nicht. Wir müssten doch wiederkommen! &lt;br /&gt;So charmante Kellnerinnen sind auch ein guter Grund dafür! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;- Der Diskjockey&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Überall trifft man Deutsche, auch in vielen Guest-Häusern. Auch der junge Mann, der in Kapstadt abends seinen Laptop bearbeitete, sprach uns plötzlich auf Deutsch an. Es stellte sich schnell heraus, dass der Wiener als Diskjockey nach Südafrika gekommen war und am Computer seine Programme zusammenstellte. In Kapstadt hatte er schon gearbeitet, auch in Durban, und gerade war er aus Johannesburg zurückgekommen. DJ’s werden offenbar überall gebraucht. Südafrika sei toll, meinte er, aber in Johannesburg habe er sich nicht so richtig wohl gefühlt. Eigentlich sei er froh, da wieder heraus zu sein: Man müsse ständig aufpassen und sei immer nur in geschlossenen Autos unterwegs. Kein Wunder: Disk-Jockeys arbeiten ja vorzugsweise nachts… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;- Die Journalistin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Beim Frühstück hatten wir mit dem südafrikanischen Ehepaar kurz unsere Tagespläne ausgetauscht, aber doch schon ein Bild hinterlassen: Am nächsten Morgen, beim zweiten, etwas intensiveren Gespräch sagte Ina, sie habe gleich vermutet, dass wir etwas mit Uni und Frauenpolitik zu tun hätten. Journalistin? Ah ja, das sei sie übrigens auch.&lt;br /&gt;Das ausführliche Frühstück lohnte sich an diesem Morgen doppelt. Ina erzählte viele interessante Geschichten noch aus Apartheid-Zeiten – Geschichten von Einschränkung der Berichterstattung und von Zensur und davon, wie sie umgangen wurde. „Wir wussten einiges“, sagte Ina, „aber vieles durften wir nicht schreiben.“ Damit die Wahrheit wenigstens im Ausland bekannt wurde, wurden Informationen über die Grenze geschmuggelt - auch von der Journalistin Ina.&lt;br /&gt;Haften geblieben ist die Geschichte mit dem Zopf: Als Weiße konnte Ina leicht reisen, wurde aber immer genau kontrolliert. Dass im Haarzopf aber oft ein kleiner Mikrofilm versteckt war, mit dem Informationen für den ANC geschmuggelt wurden, haben die Zöllner nicht geahnt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;- Zitronen-Farm, Clanwilliam&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mit Sack und Pack sind sie vor einem Jahrzehnt als Großfamilie aus Belgien ausgewandert, haben sich in Südafrika eine Farm gekauft und damit einen Lebenstraum erfüllt. Heute handeln sie immer noch mit Zitronen und haben manches Lehrgeld bezahlt, aber Esther ist sicher: „Nein, wir gehen nicht zurück!“ Um die Ernte müssen sie sich heute nicht mehr selbst kümmern: sie ist „outgesourct“, weil die Farm zu wenig abwarf und die hohen Lohnkosten für die Saisonarbeiter während der Erntezeit nicht vorgestreckt werden konnten, da die Händler die gelieferten Zitronen erst Monate später bezahlen. Jetzt besorgt dieses Geschäft eine große Firma. Farmen macht nicht unbedingt reich und ist harte Arbeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;- Roiboos-Farm&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Vor achteinhalb Jahren sind sie als Rentner nach Clanwilliam gekommen. Allerdings kannten Annette und Chris die Gegend gut: Annettes Eltern betrieben hier eine Roiboos-Farm. Die Rentner haben mittlerweile ein eigenes Geschäft: Sie sind ins Tourismusgeschäft eingestiegen. Chris ist ein sehr kundiger botanischer Führer durch die unheimlich reiche Pflanzenwelt der Zedernberge, Annette managt den Laden mit Roiboos-Produkten. „Das hier ist das Paradies“, sagen sie von ihrem Farmhaus, in dem sie auch zwei kleine Gästezimmer vermieten. Die Ruhe, die saubere Luft, der gesunde Roiboos – mit der Stadt wollen sie nicht mehr tauschen. Und abschließen muss man die Haustür auch nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-856003606972561599?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/856003606972561599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/begegnungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/856003606972561599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/856003606972561599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/begegnungen.html' title='Begegnungen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-835083791788624908</id><published>2010-10-01T22:17:00.004+02:00</published><updated>2010-10-10T11:20:17.918+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Auto'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benzin'/><title type='text'>Tankstellen</title><content type='html'>Tankstellen sind in Südafrika lebenswichtig, und sie sind auf dem Lande nicht gerade zahlreich. Bei Überlandfahrten lohnt es sich, rechtzeitig zu tanken – und die Tankstellen an den Nationalstraßen sind meistens sehr gut ausgestattet: One-Stop mit allen Schikanen – neben Benzin auch meist kleine Läden, oft ein Restaurant.&lt;br /&gt;Über Land können allerdings hunderte Kilometer vergehen, und es ist keine Tankstelle in Sicht. Viele kleine Dörfer kommen ohne sie aus, und an den &lt;em&gt;gravel roads&lt;/em&gt; gibt es sie höchst selten. Als ich in Swellendam zu tanken vergessen hatte und wir auf der Schotterpiste in Richtung Küste unterwegs waren, fragte Helga plötzlich: „Haben wir eigentlich noch Benzin?“ Wir hatten – aber nicht mehr viel. Deshalb machten wir uns, am Indischen Ozean angekommen, gleich wieder auf den Rückweg: In Malgas, 35 Kilometer entfernt, gebe es eine Tankstelle, hatten uns Einheimische versichert.&lt;br /&gt;Als beim Leihwagen die Lampe für den Reservetank aufleuchtete, wurde ich doch etwas nervös. Aber wir schafften es noch bis Malgas – nur der erste Befragte dort wusste von keiner Tankstelle; nein, die nächste sei in Bredasdorp, etwa 90 Kilometer entfernt. Das hätten wir nicht mehr gepackt. Er war aber so nett, auf Afrikaans weiter herumzufragen. &lt;br /&gt;Zwei Frauen korrigierten den Mann und wiesen uns die Richtung, in der wir dann, etwas versteckt und ohne Hinweisschild, zwei einsame Zapfsäulen fanden. Service von 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr, versprach ein Schild. Die Benzin-Zapfsäule war allerdings abgeschlossen und kein Mensch zu sehen. &lt;br /&gt;Im gegenüberliegenden Hotel hieß es: „They are coming“ – und sie kamen. Ja, sie hätten schon ziemlich viele Kunden pro Tag, meinten sie, aber die meisten holten hier den Diesel für ihre Schiffe (Malgas liegt am Breede-Fluß, hier liegen viele - auch größere – Boote). &lt;br /&gt;Tankwarte gibt es an jeder Tankstelle, Selbstbedienung ist hier verpönt. Das sichert viele Arbeitsplätze, und der Service ist gut: Immer wird gefragt, ob Öl- und Wasserstand kontrolliert werden soll; die Scheiben werden mit Hingabe und viel Wassereinsatz geputzt. Nur in Malgas blieben die Scheiben dreckig – aber die Tankstelle gibt ja auch vor allem Diesel aus, für die Boote.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-835083791788624908?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/835083791788624908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/tankstellen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/835083791788624908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/835083791788624908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/tankstellen.html' title='Tankstellen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3813843840192576256</id><published>2010-10-01T08:31:00.004+02:00</published><updated>2010-10-01T08:44:29.721+02:00</updated><title type='text'>Simbabwer in Südafrika</title><content type='html'>Wie viele Simbabwer in Südafrika leben, weiß niemand. Deswegen existieren die wildesten Schätzungen - sie reichen bis hin zu zwei Millionen. Sicher ist: viele Frauen und Männer aus Südafrika haben hier Zuflucht und ein Auskommen gesucht, als sich die Situation in ihrem Land immer weiter verschlechterte. Es ist ein von der seit 1980 herrschenden Partei ZANU-PF inszenierter Niedergang. &lt;br /&gt;Muff Andersson, die im simbabweschen Exil für den ANC gearbeitet hat, hatte uns auf der Buchmesse erzählt, was für ein landschaftlich blühendes Land das damals war. Der britische Diplomat Philip Barclay schreibt in seinem gerade veröffentlichen Simbabwe-Buch (&lt;em&gt;"Zimbabwe - Years of Hope and Despair"&lt;/em&gt;), dass das ländliche Simbabwe noch 1998 die produktivste Landwirtschaft in ganz Afrika und möglicherweise der Welt hatte.&lt;br /&gt;Man trifft in Südafrika jedenfalls viele Simbabwer - hier auf der Kloof Street den stets liebenswürdigen Innok, der aus Draht und Perlen Elefanten, Schüsseln, Schlüsselanhänger und vieles andere fertigt; Kellner in den Restaurants erzählen freimütig, wie viele andere Simbabwer in den benachbarten Etablissements tätig sind, darunter Lehrer und andere gut ausgebildete Menschen. Der simbabwesche Taxifahrer lacht, wenn er auf Mugabes Ausfälle angesprochen wird, nach der die Briten Schuld haben, wenn es in Simbabwe Cholera-Fälle gibt.&lt;br /&gt;Ein Ort mit vielen Simbabwern ist De Doorns, 140 km östlich von Kapstadt an der Nationalstraße 1 gelegen. Allein beim Durchfahren meint man etwas von der Spannung zu spüren. Zu viele Häuschen und vor allen Dingen zu viele „&lt;em&gt;shacks&lt;/em&gt;“, selbst gebaute Buden. &lt;br /&gt;In die Kleinstadt im Zentrum der Obstindustrie sind in den neunziger Jahren viele Menschen zugewandert, aus dem Free State und aus Lesotho. Hinzu kamen später von den Farmern von ihrem Land verwiesene Arbeiter. Zu dieser wachsenden, aber arm gebliebenen Gruppe stießen dann nach 2002 noch Simbabwer. Die Farmer schätzen sie als Arbeiter, sagen, dass sie zuverlässig, umsichtig, höflich und ehrlich sind. Die Simbabwer blicken auf die weniger gewandten Südafrikaner herab und reden ganz ähnlich über die farbigen und schwarzen Mitbewerber wie die weißen Farmer: Sie tränken zu viel, lebten lieber von Sozialhilfe als von Arbeit, sparten nicht, und manche würden auch stehlen.&lt;br /&gt;Eine explosive Mischung also - und dazwischen noch südafrikanische und simbabwesche Arbeitsvermittler, nur saisonale Beschäftigung und allenfalls schleppende „&lt;em&gt;service delivery&lt;/em&gt;“ (Häuser, Wasser, Strom) durch die Behörden.&lt;br /&gt;Am 17. November 2009 war es dann soweit: den Simbabwern in den &lt;em&gt;shacks&lt;/em&gt; wurde unmissverständlich klar gemacht, dass sie sofort zu verschwinden hätten. Einige kamen auf Farmen unter, andere fanden weiter weg Unterschlupf, aber eine große Zahl wurde in Zelten auf dem Sportplatz untergebracht.&lt;br /&gt;Jetzt sollen die Zelte geräumt und die verschreckten Bewohner „reintegriert“ werden.&lt;br /&gt;Doch die Probleme sind noch die alten. Südafrika hat dieser Tage angekündigt, ab Ende des Jahres wieder Simbabwer zu deportieren, die ohne gültige Papiere aufgegriffen werden. Zur Begründung verwies die Regierung u.a. auf die von ihr erzwungene Zwangskoalition in Harare und die angeblich verbesserten Zustände im Land. Dem kann die simbabwesche Regierung natürlich nicht so recht widersprechen, aber Finanzminister Tendai Biti konnte es sich nicht verkneifen, die Südafrikaner als undankbar zu schelten, hätte man ihren Kampf gegen Apartheid doch über viele Jahre unterstützt. &lt;br /&gt;Doch wie sollen die vielen Flüchtlinge und Migranten zu Pässen kommen? Die kosteten bisher 140 US-Dollar, waren also fast unerschwinglich. Jetzt ist der Preis auf 50 US-Dollar gesenkt worden, es sollen Ausgabestellen eingerichtet werden. &lt;br /&gt;Die simbabwesche Regierung unter Robert Mugabe hat die Abstimmung mit den Füssen nicht gestört. Philip Barclay zitiert den Mugabe-Minister Didymus Mutasa mit den Worten: „Mit nur sechs Millionen Leuten würde es uns besser gehen, wenn da die sind, die den Befreiungskampf unterstützt haben.“ Da die im Ausland lebenden Simbabwer kein Wahlrecht haben, hat der Exodus auch geholfen, Mugabe an der Macht zu bleiben.&lt;br /&gt;Die Simbabwer kehren in eine ungewisse Zukunft zurück. Die Koalition ist wackelig, die in Aussicht genommene Wahl (die das &lt;em&gt;Movement for Democratic Change&lt;/em&gt; von Morgan Tsvangirai wahrscheinlich gewinnen würde) könnte zu neuer Gewalt führen, und manche der nun an der Macht beteiligten MDC-Funktionäre erweisen sich ebenfalls als korruptionsanfällig bzw. bewilligen sich exorbitante Gehälter; von bis zu 15.000 US-Dollar im Monat schreibt der „&lt;em&gt;Mail &amp; Guardian&lt;/em&gt;“. Philip Barclay, der der den Kampf des MDC mit so viel Sympathie beschrieben hat, resümiert am Ende seines Buches über die Perspektiven der Einheitsregierung: „Das Land wird in manchen Gebieten wahrscheinlich langsame und bescheidene Reformschritte gehen, aber die Regierungsbeteiligung zieht den MDC auf das Niveau der ZANU-PF herab.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3813843840192576256?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3813843840192576256/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/simbabwer-in-sudafrika.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3813843840192576256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3813843840192576256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/10/simbabwer-in-sudafrika.html' title='Simbabwer in Südafrika'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-845619359642767321</id><published>2010-09-29T14:08:00.003+02:00</published><updated>2010-09-29T14:12:36.082+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kapstadt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rian Malan'/><title type='text'>Zwischenbilanz</title><content type='html'>&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/f/fc/Rian_Malan_Alien_Inboorling_CD_cover.jpeg/220px-Rian_Malan_Alien_Inboorling_CD_cover.jpeg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 220px; height: 214px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/f/fc/Rian_Malan_Alien_Inboorling_CD_cover.jpeg/220px-Rian_Malan_Alien_Inboorling_CD_cover.jpeg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Gut vier Wochen haben wir hier noch – und heute fand ich ein schönes Zitat über Kapstadt, das gut als Zwischenbilanz passt. Es stammt von Rian Malan, Spross einer alten südafrikanischen Burenfamilie. Malan ist hierzulande eine „Edelfeder“, ein Reporter im Stil von Hunter S. Thompson – Einzelkämpfer, umstritten, meinungsstark und wortmächtig. Eine Type (wir haben ihm auf der Buchmesse in Kapstadt in einem workshop gesehen und ihm kurz die Hand geschüttelt). Seine im vergangenen Jahr erschienene Zusammenstellung von Reportagen ist ein Lesevergnügen – und über Kapstadt schreibt der Johannesburger:&lt;br /&gt;„You must understand that Jo’burgers regard moving to Cape Town as an admission of defeat. We think of it as a fool’s paradise where trendies sip white wine on seaview terraces, congratulating each other for finding the last corner of Africa that is immune to chaos and madness. ‘It’s like Europe or America’, (my wife) said, ‘only better’.&lt;br /&gt;This is true. Cape Town is impossible beautiful, improbably clean, and overrun in summer by crews shooting international TV commercials. … &lt;br /&gt;Live in Cape Town long enough and you lose interest in the outside world.” (zitiert nach Rian Malan, Resident Alien, Johannesburg &amp; Cape Town 2009)&lt;br /&gt;Ende Oktober wird es Zeit, dass wir wieder in unsere andere Welt eintauchen…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-845619359642767321?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/845619359642767321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/zwischenbilanz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/845619359642767321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/845619359642767321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/zwischenbilanz.html' title='Zwischenbilanz'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5001237195501898829</id><published>2010-09-29T14:05:00.005+02:00</published><updated>2010-10-08T17:59:45.020+02:00</updated><title type='text'>Die Banken und das Geld</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8_rGe1YKI/AAAAAAAAAGQ/MTcTk1wp-u4/s1600/L1010169.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8_rGe1YKI/AAAAAAAAAGQ/MTcTk1wp-u4/s320/L1010169.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525705277513752738" /&gt;&lt;/a&gt;Südafrikanische Banken sind ein lohnendes Thema. Heute wollten wir Geld tauschen, um unsere B&amp;Bs bezahlen zu können – ein kleines Abenteuer. Mit seinen Banknoten zur Bank gehen und Euros in Rand tauschen? Nicht so einfach! Die Absa-Filiale im Garden Center kann das nicht und schickt ihre Kunden zu American Express, einige Läden weiter. Die Nedbank-Filiale hat einen Schalter „Foreign Exchange“, will aber nur für ausgewählte Kunden exchangen: „Wir geben ihnen einen sehr guten Kurs“, sagt die Schalterdame, „aber sie müssen ein Konto bei uns haben.“&lt;br /&gt;Also American Express. Die Schlange ist etwas länger, und vor uns ist eine weiße Südafrikanerin, die mit dem American-Express-Angestellten auf gutem Fuß ist. „I’m fine“, meint sie auf die höfliche Frage, wie es ihr gehe – falls sie sich beklagen solle, würde sie ja den ganzen Tag nicht aus dem Laden herauskommen. Und als sie ihre Scheine erhalten hat, meint sie zum Angestellten: „I’m not through with you“, und schiebt ihm eine Tafel Schokolade über den Tresen. „He’s so sweet“, zwinkert sie uns zu, und zu ihm und zu uns sagt sie, als nächstes bekomme er etwas Nettes von den Deutschen.&lt;br /&gt;Mit Karte bezahlen geht dagegen fast überall – nur bei den meisten Tankstellen nicht. Kreditkarten hat hierzulande jeder – schon ganz früh. Als wir einen Stock über der Absa-Bank in einem Laden Zeitungen kaufen, kommt ein etwa zehnjähriges Mädchen zum Tresen und schiebt eine Plastikkarte rüber. Die Dame an der Kasse schaut etwas amüsiert, aber es ist eine richtige Karte. Sehr ernsthaft, aber auch mit großer Selbstverständlichkeit malt das Mädchen ihre Unterschrift auf den Bon und geht zurück zur Mutter. Eine richtige Kreditkarte, fragen wir? „Jawohl – eine unbegrenzte Kreditkarte! So etwas würden meine Kinder niemals bekommen!“, ist die leicht verblüffte Antwort.&lt;br /&gt;Karten gibt es aber dennoch nicht für jeden. Ausländer wie wir bekommen für ihr südafrikanisches Konto erst nach langer Bewährungszeit, und Renate ist unheimlich stolz, dass sie nach 11 Jahren jetzt eine Absa-Plastikkarte bekommen hat, mit der frau jetzt auch bezahlen und kleinere Beträge vom Bargeld-Automaten abheben kann. Sogar Euros in Europa. Für größere Summen muß man aber immer noch persönlich zur Bank. Und wird dann zur Sicherheit noch mal gefragt, wo man in Deutschland wohnt, wer Vollmacht hat und wie viel Geld auf dem Konto ist.&lt;br /&gt;Als wir dieses Jahr eine rechnung bezahlen lassen wollen, fragt der Bankbeamte wie immer zuerst nach dem Paß. Den vorgelegten will er aber nicht akzeptieren: Er hat noch den alten, mittlerweile abgelaufenen Reisepass in seinem Computer, und der neue hat eine ganz andere Nummer. Nein, er will den alten Pass sehen. Abgelaufen und eingezogen, erklären wir – lange Pause. Dieser Fall ist nicht vorgesehen. Eigentlich müssen wir den alten und den neuen Paß vorlegen, und dann kann die Bank ihre Daten aktualisieren. Also: Kein Bargeld von der Bank. &lt;br /&gt;Die Lösung: Wir hatten unsere alten Pässe eingescannt, lassen uns die Datei schicken und drucken hier die Seiten aus. Obwohl sie nicht von  einem südafrikanischen Notar beglaubigt sind, reichen sie der Bank als Nachweis aus – und jetzt stehen die neuen Daten im Computer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5001237195501898829?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5001237195501898829/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-banken-und-das-geld.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5001237195501898829'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5001237195501898829'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-banken-und-das-geld.html' title='Die Banken und das Geld'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TK8_rGe1YKI/AAAAAAAAAGQ/MTcTk1wp-u4/s72-c/L1010169.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4623488672850577360</id><published>2010-09-21T18:34:00.005+02:00</published><updated>2010-09-21T18:55:08.904+02:00</updated><title type='text'>Was ist aus dem ANC geworden?</title><content type='html'>&lt;a href="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:YB2ImwuHPTXfNM:http://media.news.de/resources/thumbs/09/d4/855089331_800x600/e82711e75daa21fe5448383c3a80.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 141px; height: 117px;" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:YB2ImwuHPTXfNM:http://media.news.de/resources/thumbs/09/d4/855089331_800x600/e82711e75daa21fe5448383c3a80.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;"African National Congress" - die fast 100 Jahre alte ehemalige Befreiungsbewegung hat sich in den Verhandlungen über die Zukunft des Landes und bei der Ausarbeitung der 1996 verabschiedeten Verfassung hohen Respekt erworben. Viele arme Südafrikaner haben ihr vertraut, dass sie Jobs schafft, für Essen auf dem Tisch sorgt und Häuser baut - so die Slogans für die erste freie Wahl 1994, die der ANC - wie alle folgenden auch - mit sehr komfortabler Mehrheit gewonnen hat. Nur in der Provinz Western Cape regiert die Democratic Alliance unter Helen Zille.&lt;br /&gt;Für was aber steht der ANC heute? Zum Auftakt des &lt;em&gt;National General Council&lt;/em&gt;, einer großen Versammlung zwischen den noch größeren Parteitagen, veröffentlichte die Sonntagszeitung „City Press“ einen Leitartikel. Seine erste Hälfte würdigt die oben angedeuteten Verdienste, die zweite beschäftigt sich mit dem heutigen Zustand der Partei. „Am Vorabend ihres &lt;em&gt;National General Council&lt;/em&gt; (NGC) ist der ANC weniger eine Partei im Dienst der Menschen des Landes als eine Organisation, die von internem Streit und Eigeninteressen bestimmt wird." Kann sie wirklich noch den Anspruch erheben, eine Bewegung für Südafrika und die Südafrikaner zu sein? Beim  NGC wird es ihr nicht gelingen, eine Mehrheit für das sogenannte Kader-gesetz zu finden, das es politischen Amtsträgern untersagen soll, auf der Ebene der Stadt/-Kreisverwaltungen eine Stelle anzunehmen. Genau das hat die Korruption im ANC heimisch werden lassen und öffentliche Dienstleitungen behindert. Weil die Partei nun im Griff dieser Eigeninteressen vieler Mitglieder ist, wird Präsident Zuma diesen Gesetzesvorschlag wahrscheinlich nicht durchbringen. &lt;br /&gt;Die Debatten über die Wirtschaftspolitik, vom Radikalismus des Gewerkschaftsverbandes COSATU und den Nationalisierungsbemühungen der Jugendorganisation des ANC formuliert und vorgetragen, sind ebenfalls ein Ausdruck spezieller und eigener Interessen. Der Gewerkschaftsverband verkämpft sich in Schlachten, die er bereits in den späten achtziger Jahren verloren hat, wenn er für höhere Steuern und Währungskontrolle ficht. Die Jugendliga des ANC tritt für die unter Druck geratenen schwarzen Minenbesitzer an, die den Staat brauchen, um ihre hochverschuldeten Beteiligungen wieder flott zu machen.&lt;br /&gt;Der sich diese Woche in Durban versammelnde ANC scheint sich wenig um Bildung, Jobs und das öffentliche Gesundheitswesen zu sorgen - die drei Dinge, die für die Mehrheit der Südafrikaner am wichtigsten sind. Handelt es sich wirklich um eine in den Massen verankerte Partei oder nur um ein Sammelbecken für spezielle Interessen?“&lt;br /&gt;Peter Bruce, der Chefredakteur des „Business Day“, der jeden Montag eine lesenswerte Kolumne schreibt („The Thick Ende of the Wedge“) formuliert sogar noch schärfer (was auf English noch besser herauskommt): „Gone (until further notice) is the thoughtful liberation movement. In its place is a nationalist throng intent on plunder whilst lying through its teeth to the masses how much it cares about them.”&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4623488672850577360?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4623488672850577360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/was-ist-aus-dem-anc-geworden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4623488672850577360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4623488672850577360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/was-ist-aus-dem-anc-geworden.html' title='Was ist aus dem ANC geworden?'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6100836280841979230</id><published>2010-09-21T18:23:00.003+02:00</published><updated>2010-09-21T18:33:53.862+02:00</updated><title type='text'>Das beste Frühstück im Western Cape</title><content type='html'>&lt;a href="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:8TOwzhMnLGF_uM:http://www.reiter-am-see.de/fruehstueck.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 120px; height: 80px;" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:8TOwzhMnLGF_uM:http://www.reiter-am-see.de/fruehstueck.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;„Wir bieten das beste Frühstück aller B&amp;Bs in Kapstadt an“, sagt Chris unter Verweis auf ihren schweizerisch-südafrikanischen Hintergrund. „Bei uns gibt es das beste Frühstück im Western Cape“, behauptet der vor 45 Jahren nach Südafrika eingewanderte Franke Gerhard in Montagu. „Was uns auszeichnet, ist das großzügige, gesunde Frühstück“ - so heißt es fast in jeder Selbstbeschreibung der kleinen Gästehäuser. &lt;br /&gt;Und sie haben alle Recht. Bei Chris gibt es nicht nur (in Südafrika teuren) Käse, sondern auch verschiedene Brotsorten und frische Früchte. Gerhard präsentiert den hauchdünnen Eierkuchen mit Nürnberger Rostbratwürsten (“die macht ein Afrikaaner in der nächsten Stadt, der glaubt, alles Gute kommt aus Deutschland“) und seine Frau, Baroness Iris, hat frisches Aprikosenkompott mit ganz feinem und auch selbstgemachtem Gebäck dazu gestellt. Bei Angelique am Strand von Yzerfontein ist der Tisch jeden Morgen in anderen Farben und mit erlesenen Porzellan gedeckt, in der Old Mill Lodge gibt es frisch gebackene Käse-Scones und einen Heizlüfter neben dem Stuhl, damit man es schön warm hat. Bei Joan in Clanwilliam kann man zwischen drei Sorten Toast wählen, der gebräunt an den Platz gebracht wird.&lt;br /&gt;Mit anderen Worten: Das Übernachten in den kleinen Familienbetrieben ist angenehm. Und fast immer ergeben sich interessante Gespräche mit den Gastgebern und den anderen Besuchern. Nur preiswert ist es längst nicht mehr, manchmal regelrecht teuer. Vor Jahren hieß es, dass Südafrika als Reiseland 30 Prozent billiger sei als Deutschland. Derzeit ist manches, wenn auch nicht alles, so teuer wie bei uns. &lt;br /&gt;Das liegt zum einen an dem starken Rand, zum anderen aber auch an der Preispolitik in Südafrika. Getragen von der Popularität ihres Landes haben Gästehäuser und Hotels die Preise weit stärker erhöht als die Inflation Prozentpunkte hatte. Für die Zeit der WM hatten sie die Preise so weit heraufgesetzt, dass am Ende viele teure Hotelzimmer leer blieben, während die preiswerten backpackers voll waren.&lt;br /&gt;Jetzt wird auch hier kritisch über die für viele Mittelschichtgäste aus Übersee zu hohen Preise diskutiert. Selbst der Tourismusminister Marthinus von Schalkwyk hat dieser Tage gesagt, dass man noch mehr Besucher ins Land locken könnte, wenn man die Übernachtungspreise angemessen („right“) gestalten würde. Das Land hat im Vorfeld der WM viel in die Infrastruktur investiert und will nun das verbesserte Image nutzen, um die Zahl der Gäste im Jahr 2015 auf 13.5 Millionen zu steigern. Im Ranking der Länder liegt Südafrika nach der Statistik von „Brand Finance“ nun auf Platz 40 - vor Portugal, Argentinien und Neuseeland.&lt;br /&gt;Mit den Personalkosten lassen sich die hohen Preise nicht begründen. Eine Hausangestellte verdient gerade 150 Euro im Monat, und eine Insiderin der Hotelwirtschaft hat uns erzählt, dass die großen Betriebe die Reinigung der Räume „outgesourct“ haben, d.h. auch nur so viele Zimmer täglich warten lassen, wie sie gerade Gäste haben. Hier in Kapstadt zahlt eine Hotelkette der Reinigungsfirma gerade mal 9,99 Rand, also etwas mehr als einen Euro für ein Zimmer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6100836280841979230?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6100836280841979230/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/das-beste-fruhstuck-im-western-cape.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6100836280841979230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6100836280841979230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/das-beste-fruhstuck-im-western-cape.html' title='Das beste Frühstück im Western Cape'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8178309704358753395</id><published>2010-09-19T17:28:00.002+02:00</published><updated>2010-09-19T17:34:08.653+02:00</updated><title type='text'>Von der (NRW-)CDU lernen</title><content type='html'>In der kommenden Woche findet in Durban der &lt;em&gt;National General Council &lt;/em&gt;des ANC statt. Die Hotels reiben sich schon die Hände über das gute Geschäft mit den Delegierten. Und auch die Partei selbst will Kasse machen. Wirtschaftsbosse sind eingeladen, exklusiv mit dem Präsidenten und seinen Ministern sprechen. Dafür wird dann allerdings ein größerer Betrag fällig. Um mit dem Parteivorsitzenden Zuma zu sprechen, muss man schon eine halbe Million Rand auf den Tisch legen. Der wackere Chris Barron hat dazu in der "Sunday Times“ Renier Schoemann interviewt, den ANC-Initiator dieser privilegierten Kontaktpflege. (Über Kontakte von Schoemann zur nordrhein-westfälischen CDU ist hier übrigens nichts bekannt.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;F: Wofür bezahlen sie dann eigentlich?&lt;br /&gt;A: Für die Gelegenheit, mit der politischen Führung zu sprechen.&lt;br /&gt;F: Warum müssen sie denn dafür bezahlen?&lt;br /&gt;A: Sie müssen nicht bezahlen, sie wollen bezahlen. Sie sind dazu bereit.&lt;br /&gt;F: Bezahlen sie nicht tatsächlich für Informationen, die ihnen dazu verhelfen können, Aufträge der Regierung zu bekommen?&lt;br /&gt;A: Das hat nun wirklich überhaupt keinen Einfluß darauf und keine Beziehung zu Regierungsaufträgen.&lt;br /&gt;F: Warum sollen Wirtschaftsbosse dann 500 000 herausrücken, um mit dem Präsidenten an einem Tisch zu sitzen?&lt;br /&gt;A: Das Ganze findet auf zwei Ebenen statt. Einmal drücken sie damit Unterstützung aus für das, was die Regierung im Interesse der Menschen dieses Landes zu tun versucht. Und sie sind damit auch bemüht, die Demokratie zu fördern.&lt;br /&gt;F: Wie fördert das denn Demokratie?&lt;br /&gt;A: Weil es eine Gelegenheit schafft, mit der regierenden Partei ins Gespräch zu bekommen, die immerzu an ihrer Politik feilt.&lt;br /&gt;F: Aber warum muß man dann bezahlen, um mit der Partei in Kontakt zu treten?&lt;br /&gt;(…)&lt;br /&gt;F: Um Zugang zu Informationen zu bekommen, die für Menschen, die nicht zahlen, nicht zugänglich sind?&lt;br /&gt;A: Nein, das ist eine ganz verzerrte Sicht der Dinge. Das ist nicht der Fall.&lt;br /&gt;F: Aber warum soll man dann für Informationen bezahlen, die auch kostenlos zu haben sind?&lt;br /&gt;A: Das Ganze hat doch auch noch eine andere Seite. Sie können ihm auch sagen, was sie über die Entwicklungen im Land denken.&lt;br /&gt;F: Das können sie doch auch tun ohne zu bezahlen, oder?&lt;br /&gt;A: Die Wirtschaftsleute, die zu uns gekommen sind, um von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, beweisen doch, das das ganze Unternehmen für sie Sinn macht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8178309704358753395?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8178309704358753395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/von-der-nrw-cdu-lernen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8178309704358753395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8178309704358753395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/von-der-nrw-cdu-lernen.html' title='Von der (NRW-)CDU lernen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8306894707879443177</id><published>2010-09-19T17:26:00.003+02:00</published><updated>2010-09-19T17:47:26.127+02:00</updated><title type='text'>Die Verschlankung der Polizei: "Shape up or ship out"</title><content type='html'>&lt;a href="http://resources3.news.com.au/images/2010/09/15/1225923/757155-south-african-police.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 316px; height: 237px;" src="http://resources3.news.com.au/images/2010/09/15/1225923/757155-south-african-police.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Polizeiminister General Bheki Cele hat vor gut einer Woche die jüngste Polizeistatistik vorgelegt. Danach ist bei bestimmten Verbrechen, etwa Mord, ein Rückgang zu verzeichnen. Das wurde in der Öffentlichkeit mit Erleichterung aufgenommen, aber auch sogleich angemerkt, dass die Kriminalität immer noch viel zu hoch ist, die Menschen sich weiterhin unsicher und bedroht fühlen und es keinen Grund gibt, selbstgefällig den Rückgang herauszustreichen. Experten haben auch bereits Zweifel an einzelnen Statistiken angemeldet.&lt;br /&gt;Zu den Verbrechen, die zugenommen haben, gehört der Viehdiebstahl. Das ärgert die Farmer, die mit Patrouillen und webcams selber mobil machen. Dagegen hat die Zahl der Autoentführungen  um 6,8 Prozent abgenommen. Es werden keinesfalls nur kleine Personenkraftwagen gekapert. Zwischen April letzten und März dieses Jahres wurden 1412 Lastwagen entführt, etwas weniger als im Jahr zuvor (1437). Ein Fahrer hat der „City Press“ erzählt, wovor er sich fürchtet: „Bei Port Shepstone gibt es eine Stelle, wo es bergauf geht. Ein Auto überholt Dich und bremst dann ab. Wenn Du dann langsam fährst, springen Leute aus einem anderen Auto auf den Laster und fangen an, die Fracht hinabzuwerfen.“ Andere Gangster zwingen die Fahrer mit Waffengewalt, anzuhalten oder abzubiegen, manche benutzen dazu auch blaue Sirenen, wie die Polizei sie hat, oder bedienen sich sogar der Polizeiwagen selbst. Auch die Fahrer werden ihrer persönlichen Gegenstände beraubt und irgendwo ausgesetzt, während die Diebe mit Laster und Ladung davonfahren.&lt;br /&gt;Im Vorfeld der WM ist die Zahl der Polizisten deutlich erhöht worden und beträgt jetzt mehr als 200.000. Man sieht auch deutlich mehr Streifenwagen. Als wir vor Jahren mit einer engagierten Einwohnerin durch Kalk Bay gingen und ein Polizeiauto sahen, entfuhr es ihr: „Oh, ich glaube es nicht, ein Polizeiauto. Schon lange keines mehr gesehen.“&lt;br /&gt;Auch die Verkehrspolizei zeigt heute Präsenz. In Clanwilliam werden wir an den Straßenrand gewunken; der alte deutsche Führerschein wird mit Interesse studiert, wir müssen demonstrieren, dass alle Lampen des Leihwagens funktionieren und werden dann freundlich verabschiedet. Als wir eine halbe Stunde später noch einmal die Main Road entlangfahren, sind wir erneut dran. Doch der Polizist erkennt uns wieder und winkt uns mit einem charmanten „Wir wollten sie nur noch mal willkommen heißen“ wieder auf die Fahrbahn zurück. &lt;br /&gt;Der südafrikanische Polizei-„General“ Cele versteht es, Volkes Stimme aufzugreifen. Waren die häufig korpulenten Polizisten bisher nur das Gespött der Leute, bekommen sie nun Druck von oben: Sie sollen abnehmen und regelmäßig ins Fitnessstudio gehen. Wer nicht mehr in seine Polizeiuniform passt, soll keine neue bekommen, sondern sich einen neuen Job suchen. Auf englisch heißt das kurz und bündig: „Shape up or ship out.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8306894707879443177?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8306894707879443177/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-verschlankung-der-polizei-shape-up.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8306894707879443177'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8306894707879443177'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-verschlankung-der-polizei-shape-up.html' title='Die Verschlankung der Polizei: &quot;Shape up or ship out&quot;'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2089874980527557291</id><published>2010-09-17T17:56:00.003+02:00</published><updated>2010-10-10T11:22:36.222+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Museum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eisenerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Minen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apartheid'/><title type='text'>Der längste Zug der Welt</title><content type='html'>Auf dem Weg die Westküste hoch kreuzen wir immer wieder eine eingleisige Eisenbahnlinie. Manchmal weist ein Strassenschild auf Abzweigungen (Loop 1, Loop 2…) hin, schmale Staubstraßen neben der Bahn. Aber es gibt keine Bahnhöfe, und wir sehen auch keine Züge.&lt;br /&gt;Bis dann bei Elands Bay einer auftaucht. Nachdem mindestens 100 Waggons vor uns vorbeigezogen sind, stehen wir staunend am Strassenrand. Denn der Zug will nicht enden. Als wir endlich zu zählen anfangen, sind wir schnell bei weiteren 100 Waggons (und einigen Lokomotiven), geben aber auf, weil noch kein Ende in Sicht ist. &lt;br /&gt;Später lernen wir: so ein Zug hat es schon mal in das Guiness-Buch der Rekorde geschafft. Das glauben wir sofort. Die Bahnlinie wurde Anfang der siebziger Jahre vom ISCOR-Konzern gebaut, um Eisenerz von Sishen im Northern Cape zum Hafen von Saldanha im Western Cape zu transportieren und ist 861 km lang. Und die Loops, 18 an der Zahl sind dazu da, dass Züge in entgegengesetzter Richtung  nicht zusammenstoßen. Eine beeindruckende Erinnerung daran, dass Südafrika ein Rohstoffexportland ist.&lt;br /&gt;Weiter im Norden, in Bitterfontein, gibt es einen Bahnhof, hier endet die Strecke von Kapstadt ins Namaqualand. Dass hier Menschen ein- und aussteigen, ist schwer vorstellbar, der Bahnhof ist verlassen und der kleine Ort mit ein paar hundert Einwohnern hat etwas Trostloses. Aber offenbar hat er aufregende Zeiten hinter sich, denn 1931 gab es hier einen spektakulären Diamantenraub, angeblich einer der größten der Welt (wir übernehmen keine Garantie für den Superlativ), es sollen Steine im Wert von (damals) 80 000 Pfund gestohlen worden sein.&lt;br /&gt;Von der Diamantensuche in dieser Zeit erzählt das in der „Booktown“ Richmond erworbene Buch „Innocents in Africa“ über eine US-amerikanische Ingenieursfamilie. Drury Pifers Vater, „an American idealist with progressive notions about pay and working conditions, found himself caught between the insular hostility of the Afrikaners and the colonial arrogance of the English“. Pifer wird von seinem Sicherheitschef Ter Blanche in Kleinzee belehrt, dass er grundsätzlich jedem misstrauen müsse, dass die Arbeiter viele Wege finden, Diamanten zu verstecken und aus dem Gelände herauszuschmuggeln. Schon damals hat man übrigens Röntgengeräte eingesetzt, um im Körper verborgene Diamanten aufzuspüren. Ter Blanche: „These Boers refuse to believe a machine can look through solid flesh. They think it’s just a lot of de Beers propaganda”.        &lt;br /&gt;Zurück zum Bahnhof. Neben den Geleisen lagern Blöcke von „Bitterfontein Green“, einer Art Granit, die es nur hier gibt. Lange wurde die Bahn auch für den Transport des Kupfers aus der Mine in Nababeep (bei Springbok) benutzt; es wurde mit Lastwagen hierher gebracht. Dort hatte schon Simon van der Stel 1685 Kupfer entdeckt, die kommerzielle Ausbeutung begann aber erst 1852. Für den Personenverkehr und den Abtransport des Kupfers zum Hafen von Port Nolloth wurde eigens eine Bahnlinie gebaut. Zunächst wurden die Wagen von Maultieren gezogen, die Fahrt dauerte so zwei Tage, und für den Komfort der Gäste gab es in Klipfontein eigens ein Hotel. Später zogen Dampflokomotiven die Züge, die auch andere Waren transportierten und Personen mitnahmen. &lt;br /&gt;Doch die Bahnlinie wurde nach demontiert, die Schienen als Altmetall verkauft. Das Kupfer wurde nun mit Lastwagen nach Bitterfontein gebracht. Vor dem Museum in Nababeep erinnert die Dampflokomotive „Clara“ an die gute alte Zeit. Denn abgebaut wird hier derzeit nicht mehr. Was machen die Menschen in den weit über fünfhundert durchnummerierten Häusern in Nabapeep heute? Früher gab es ein reges gesellschaftliches Leben hier, hören wir, ein Schwimmbad, einen Klub…&lt;br /&gt;Davon ist auch etwas im Museum zu sehen; nach Fotos spielte das „Kupfer“-Team  Cricket gegen die „Diamantent“-Truppe. Weiße gegen Weiße. So beeindruckend es ist, was hier im Museum an Zeugnissen zusammengetragen wurde, so spärlich ist die Beschriftung. Apartheid? Arbeitsbedingungen? Fehlanzeige! Unser Versuch, später im Museum von Springbok etwas zu erfahren, scheitert ebenfalls total: in der alten Synagoge lernen wir etwas über die jüdischen Familien am Ort, ansonsten: ein Sammelsurium. Was ist mit Apartheid, fragen wir die (farbige) Angestellte. „Ja, da haben wir leider noch nichts bekommen“. Museumspädagogisch ist Südafrika in seinen kleineren Städten wahrhaft ein Entwicklungsland. Dabei gäbe es doch - in Fortsetzung der Wahrheits- und Versöhnungskommission - so viel aufzuarbeiten, sich auf die gemeinsame Geschichte zu verständigen und zu ihr zu bekennen.               &lt;br /&gt;Aber auch andere Fenster gehen auf einmal auf. Im vollgepackten Museum in Nabapeep fällt uns am Eingang ein Schild auf „Wir sprechen deutsch“. Ein Exponat oder eine Einladung? Nach einiger Zeit versuchen wir es einfach - und hören bei den Antworten ein afrikaans eingefärbtes Deutsch. Die alte Frau kommt aus Hamburg-Harburg, erinnert sich noch gut an die Flut von 1962. Mit ihrem Mann, einem Automechaniker, ist sie nach Südafrika ausgewandert und hat bei Springbok fünf Kinder großgezogen. Das Leben war nicht einfach, immer das gleiche Brot, anfangs konnte man nur einmal die Woche (Ziegen-)Fleisch bestellen. Wahrscheinlich hätte die Familie im Wirtschaftswunder Deutschlands besser gelebt… Nicht jeder weiße Einwanderer hat hier in Saus und Braus gelebt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2089874980527557291?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2089874980527557291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/der-langste-zug-der-welt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2089874980527557291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2089874980527557291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/der-langste-zug-der-welt.html' title='Der längste Zug der Welt'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5561880848353055701</id><published>2010-09-10T17:12:00.003+02:00</published><updated>2010-09-10T17:19:31.487+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Springbok'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Statistik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='COPE'/><title type='text'>Statistik in Springbok</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIpMVz4x1XI/AAAAAAAAAGA/0Fl0rmK4CFU/s1600/L1010070.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIpMVz4x1XI/AAAAAAAAAGA/0Fl0rmK4CFU/s320/L1010070.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5515304631257912690" /&gt;&lt;/a&gt;Nach den etwas trostlosen Orten an der N7 in Richtung Namibia sind wir nicht vorbereitet, was uns in Springbok erwartet: eine offenbar (kommerziell) blühende Stadt, attraktiv eingeklemmt zwischen Felsformationen. Vor allem aber: kein &lt;em&gt;township &lt;/em&gt;zu sehen.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machen wir uns auf ins Touristenbüro. Nein, ein &lt;em&gt;township &lt;/em&gt;gebe es in Springbok nicht. Aber Jugendarbeitslosigkeit. Wieviel, da muss der Angestellte passen und rät, doch im Statistikbüro gegenüber nachzufragen. Das Gitter geht auf, wir fragen die beiden freundlichen Männer nach der Arbeitslosenquote. Sie sind ganz enttäuscht, dass wir Journalisten sind: „Wir hatten gehofft, dass Sie hier investieren wollen.“&lt;br /&gt;Eine wache Angestellte nimmt sich unserer Fragen an. „Ach, wir haben nur Daten von 2001, von der letzten Volkszählung.“ Mit der Fortschreibung 2006 habe es nicht geklappt. Auch sonst liegt statistisch einiges im Argen, am Anfang war sie ganz allein da, jetzt gibt es in dem relativ großen Gebäude immerhin vier Mitarbeiter.&lt;br /&gt;Wir fangen mit der Einwohnerzahl an. Der Reiseführer hatte von 16 000 geschrieben. Der Amts-Computer gibt die Daten nur zögernd frei: Gut 1.600, sagt er – 1.300 Weiße, 300 Coloureds und 13 Blacks. Aber da muss die Statistik-Expertin selbst lachen: Das stimme hinten und vorne nicht, selbst für 2001 nicht. Und in der Zwischenzeit habe sich Springbok wirklich gemacht.&lt;br /&gt;Für die Volkszählung 2011 hat sie noch immer nicht genügend Mitarbeiter(innen). Zwischen März und Juli habe die Behörde immer wieder inseriert, aber es hätten sich nicht genügend Bewerber gemeldet. Und das, obwohl &lt;em&gt;Stats South Africa&lt;/em&gt; seine freien Mitarbeiter gut bezahle, sogar noch einen Extrabetrag drauflege, weil freie Mitarbeiter nicht in den Genuss der mit Festanstellung verbundenen Sozialleistungen kommen. Eine Erklärung könne sein, dass die Kommunikation mit der Behörde auf Englisch erfolgen müsse; da seien die Leute hier etwas schüchtern.&lt;br /&gt;Kriminalität? Nein, die gebe es in der Tat kaum, sagt die Frau vom Statistik-Amt; ein wirkliches Problem in Springbok sei aber der Alkoholismus. Schon morgens um sieben stellten sich die Männer vor den Spar-Laden, um Geld zu erbetteln, damit sie in einem der zahlreichen „Drankwinkel“ mit dem Trinken beginnen können. Alle Bemühungen (etwa der Kirchen), sie davon abzuhalten, seien vergebens. &lt;em&gt;Drankwinkel &lt;/em&gt;sind in Südafrika ubiquitär. Und von den Farmarbeiterfrauen im Weinland bei Stellenbosch und Paarl wird berichtet, dass es dort die weltweit höchste Quote von alkoholgeschädigten Fötussen gibt.&lt;br /&gt;Und die Politik? Jetzt beginne die Mobilisierung für die Kommunalwahlen 2011. Da gehe es aggressiv zu. In ihrem Büro seien schon Leute erschienen, um zu fragen, ob sie denn auch für den ANC stimmten. Sie habe früher für die Independent Electoral Commission gearbeitet – Wähler aufzuklären sei wirklich schwierig, entschieden werde nach der Identität und den großzügigsten Versprechungen. &lt;br /&gt;In der Stadt haben wir – zum ersten Mal auf der ganzen Reise – ein Büro von COPE gesehen, jener Abspaltung vom ANC, die - von großen Hoffnungen begleitet - zu den Nationalwahlen 2009 angetreten war. Jetzt reden die Herren an der Spitze nur noch per Gericht miteinander. Doch in dem schön gestrichenen Parteigebäude in Springbok herrscht Ordnung und Aufbruchstimmung. Man dürfe das Land nicht einer dominanten Partei überlassen, hören wir, Deutschland mit seinem Parteiensystem sei ein gutes Vorbild, und 2011 wolle man den ANC im Northern Cape schlagen. Wir bekommen einen Zettel mit den Wahlergebnissen für COPE in der Region: In Namakwa haben 45 914 Menschen gewählt, COPE hat 9 451 Stimmen erhalten, das sind 20,58 Prozent. Ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis – und die verlässlichsten Daten aus Springbok. &lt;br /&gt;PS: Am Nachmittag haben wir dann doch township-ähnliche Siedlungen entdeckt – hinter den Bergen. Wäre ja auch zu schön gewesen…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5561880848353055701?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5561880848353055701/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/statistik-in-springbok.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5561880848353055701'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5561880848353055701'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/statistik-in-springbok.html' title='Statistik in Springbok'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIpMVz4x1XI/AAAAAAAAAGA/0Fl0rmK4CFU/s72-c/L1010070.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4753344858768289790</id><published>2010-09-10T14:58:00.003+02:00</published><updated>2010-09-10T15:11:14.744+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tee'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roiboos'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Farm'/><title type='text'>Die Roiboos-Tour</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIouSqeCd2I/AAAAAAAAAF4/JEiafdtWR3s/s1600/L1010047.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIouSqeCd2I/AAAAAAAAAF4/JEiafdtWR3s/s320/L1010047.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5515271591841396578" /&gt;&lt;/a&gt;Faizal Gangat, unser Tourguide-Freund aus Kapstadt, hatte uns zu einer Roiboos-Tour in Clanwilliam geraten, und am Telefon war sie mit Annette schnell ausgemacht: Treffpunkt Elandsberg Farm, übermorgen, 9.30 Uhr. Annette und ihr Mann Chris stellten sich als rüstige Rentner heraus, die auf der Farm gleich mehrere Geschäfte betrieben: ein B&amp;B, eine Nursery, einen Shop mit Roiboos-Produkten – und eben die Info-Fahrten.&lt;br /&gt;Annettes Großvater hatte auf dieser Farm in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem gezielten Anbau von Roiboos begonnen. Noch heute wächst diese Fynbos-Pflanze nur in der Gegend um Clanwilliam. (Eine Gegend übrigens, die zu den biologisch reichsten der Erde gehört: In einem Gebiet von 90x45 Kilometer finden sich doppelt so viele Pflanzenarten wie in ganz Europa. Und es gibt mehr als 260 Roiboos-Arten…)&lt;br /&gt;Chris ist ein absoluter Botanik-Experte („My wife doesn’t call me a botanist, she calls me a passionist!“). Mit einem umgebauten Armeefahrzeug rumpelten wir über die Farm, hielten ab und zu, damit er seine Blumen pflücken konnte, und dann erzählte er faszinierende Geschichten, wie diese Pflanzen in der kargen Erde hier überleben und ihre Fortpflanzung organisieren.&lt;br /&gt;Und dann kamen wir zum Roiboos. Die San nutzten ihn schon viele Jahrhunderte als Medizin; und  vor Annettes Opa wurde er auch von den weißen Farmern nur wild geerntet. Erst seit 70, 80 Jahren gibt es große Plantagen. &lt;br /&gt;Zum Auspflanzen nutzt man heute Maschinen, die aber per Hand mit den Setzlingen „gefüttert“ werden müssen. 15.000 Stück kann eine solche Maschine pro Tag pflanzen. Sechs Jahre kann man die Pflanze ernten, dann liegt das Feld sechs Jahre brach – Roiboos-Farmer brauchen Platz. Auch die Verarbeitung hat ihre Tücken: Spezielle Maschinen häckseln den Tee auf die gewünschte Länge; dicke Äste und andere unerwünschte Teile werden herausgerüttelt; der Tee wird durch Zusatz von Wasser fermentiert und dann wieder getrocknet: bis hin zur keimfreien Verpackung - eine Wissenschaft für sich. &lt;br /&gt;Chris macht überzeugend Werbung für seine Farm, die sehr auf Qualität achtet. Das leitet zu seinem Farm-Shop über, und wir fuhren gut bepackt wieder von dannen.&lt;br /&gt;In Wahrheit ist die Roiboos-Sache natürlich noch viel komplizierter als hier beschrieben. Wer nicht gleich zur Tour nach Südafrika fahren, den Qualitäts-Tee aber schon einmal kosten will (immerhin 60 % der Produktion werden nach Deutschland exportiert!): Es gibt da eine Adresse in Ulm, die liefert ihn frei Haus… Denn, so Anette selbstbewusst und geschäfttüchtig, wenn wir ihn einmal probiert haben, dann wollen wir keinen anderen mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4753344858768289790?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4753344858768289790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-roiboos-tour.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4753344858768289790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4753344858768289790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/die-roiboos-tour.html' title='Die Roiboos-Tour'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIouSqeCd2I/AAAAAAAAAF4/JEiafdtWR3s/s72-c/L1010047.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3211211524678690192</id><published>2010-09-09T20:57:00.005+02:00</published><updated>2010-09-09T21:05:21.078+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wildblumen'/><title type='text'>Auf der Suche nach den wilden Blumen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkvxItXQ5I/AAAAAAAAAFw/PLmSOyFuknc/s1600/L1010032.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkvxItXQ5I/AAAAAAAAAFw/PLmSOyFuknc/s320/L1010032.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514991739889730450" /&gt;&lt;/a&gt;Jeder Reiseführer beschreibt sie, und im südafrikanischen Frühling sind sie der Hauptgrund für einen Ausflug an die Westküste: Die Wildblumen hier sind sehenswert, ein „must-see“ nicht nur für Touristen. Ganze Felder sind in der Regel voll davon, das Blütenmeer entfaltet sich in der Morgensonne, die Bilder schmücken jeden Südafrikaprospekt. &lt;br /&gt;Mittlerweile haben wir uns bis nach Springbok hochgearbeitet – nur die Wildblumen sind in diesem Jahr kaum zu sehen. Jeder ist voller Mitleid: „Das ist das erste mal so, seit ich hier wohne“, sagt die Frau im Telefonladen, und wünscht uns trotzdem noch eine gute Zeit. Die Kellnerin in der Pizzeria meint, sie sei enttäuscht, denn nun kämen viele Touristen nach Springbok, und es sei nichts von den Blumen zu sehen. &lt;br /&gt;Nur in Clanwilliam werden Wildblumen präsentiert (siehe Foto). Die „Wild Flower Show“ zeigt Blumen aus den einzelnen Regionen der Westküste – und die Pflanzen dort sind gut gewässert worden. &lt;br /&gt;Eigentlich sollten viele Landstriche jetzt so farbenfroh aussehen, aber es hat im Winter einfach zu wenig geregnet. Und deshalb haben die Wildblumen offenbar beschlossen, sich nicht zu zeigen. Viele Blumenfreunde sind vergeblich angereist – und haben trotzdem für nächstes Jahr schon die Zimmer gebucht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3211211524678690192?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3211211524678690192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/auf-der-suche-nach-den-wilden-blumen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3211211524678690192'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3211211524678690192'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/auf-der-suche-nach-den-wilden-blumen.html' title='Auf der Suche nach den wilden Blumen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkvxItXQ5I/AAAAAAAAAFw/PLmSOyFuknc/s72-c/L1010032.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2363161433087254440</id><published>2010-09-09T20:47:00.004+02:00</published><updated>2010-10-10T11:24:05.249+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tourismus'/><title type='text'>Hemingway</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIktU3F6i8I/AAAAAAAAAFo/g3ZVxMQoap4/s1600/L1010053.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIktU3F6i8I/AAAAAAAAAFo/g3ZVxMQoap4/s320/L1010053.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514989055101275074" /&gt;&lt;/a&gt;Einmal Afrika ganz nah spüren, ein Safari-Feeling, mitten im Busch, unter dem Sternenzelt? Wie Hemingway mit einem doppelten Whiskey vor dem Zelt den Sonnenuntergang beobachten? Manche Unternehmer leben ganz gut davon, Urlaubern dieses Gefühl vorzuspiegeln -  und wir bekamen jetzt einen kleinen Vorgeschmack darauf. Bei dem Versuch, ein Quartier auf dem Weg nach Norden zu ergattern, waren viele Mitbewerber (und mutmaßliche Blumenfreunde) schneller als wir – viele B&amp;Bs waren bereits ausgebucht, und wir erhielten nur lauter Absagen. &lt;br /&gt;Und plötzlich hatten wir Glück: KaruKareb hatte Platz – und wir landeten mitten in den Zederbergen und mitten im Busch. &lt;br /&gt;Auf dem Gelände einer alten abgelegenen, ziemlich großen Farm stehen heute versteckt an einem Fluss fünf Zelte, die einem das alte Afrika-Gefühl vermitteln. Zwei Stühle auf dem Vordeck, man blickt auf die Wildnis, zehn Meter entfernt rauscht ein kleines Flüsschen, das Nachbarzelt ist kaum zu entdecken. &lt;br /&gt;Im Zelt stehen zwei Betten mit vertrauenerweckend dicken Decken, ein kleiner Tisch mit einer Gästemappe und hilfreichen Tipps (Nicht die Taschenlampe vergessen, wenn man sich auf den Fußweg ins zwei Kilometer entfernte Haupthaus zum Dinner aufmacht!), und wer im gemauerten Bad die Badewanne(!) nutzen will, darf auch einen Blick in die Wildnis riskieren. Warmes Wasser liefert die Gastherme, und Licht gibt es auch: Drei kleine Glühbirnen werden durch Solarzellen gespeist. Der kleine Wasserkocher braucht – Solarstrom! – allerdings ungefähr 20 Minuten, bis das Wasser kocht. Und das Handy kann man vergessen: kein Empfang.&lt;br /&gt;Um sieben Uhr abends wird es dunkel. Stockdunkel. Der Bach rauscht weiter, und das eine oder andere Tier macht auch ein Geräusch. Hoffentlich haben die Urlauber vor uns den Ratschlag im Gästebuch gelesen und befolgt und die Paviane, die es hier gibt, nicht gefüttert…&lt;br /&gt;Und wenn die Sonne weg ist, wird es schnell ziemlich kalt. Man vertraut sich daher sehr früh den dicken Bettdecken an und horcht auf die Natur. Paviane haben wir nicht gehört (jedenfalls nicht wissentlich), und ins Zelt haben es nur einige kleine Fliegen geschafft. Und die gab’s ganz sicher auch schon bei Hemingway.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2363161433087254440?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2363161433087254440/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/hemingway.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2363161433087254440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2363161433087254440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/hemingway.html' title='Hemingway'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIktU3F6i8I/AAAAAAAAAFo/g3ZVxMQoap4/s72-c/L1010053.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3826541550985100208</id><published>2010-09-09T20:35:00.005+02:00</published><updated>2010-09-09T20:57:29.101+02:00</updated><title type='text'>Lost and Found(?)</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkqdghXnJI/AAAAAAAAAFg/qsF0g3dz8BM/s1600/L1010040.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkqdghXnJI/AAAAAAAAAFg/qsF0g3dz8BM/s320/L1010040.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5514985905126349970" /&gt;&lt;/a&gt;Für die interessierten Fachleute: Main Street, Clanwilliam, Südafrika. Sprechstundenzeiten auf Anfrage...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3826541550985100208?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3826541550985100208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/lost-and-found.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3826541550985100208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3826541550985100208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/lost-and-found.html' title='Lost and Found(?)'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIkqdghXnJI/AAAAAAAAAFg/qsF0g3dz8BM/s72-c/L1010040.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-781812709376387229</id><published>2010-09-07T10:18:00.005+02:00</published><updated>2010-10-10T11:24:54.333+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Landwirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weingut'/><title type='text'>Wasser und Wein</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.darlingtourism.co.za/images/members/grootepost14.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 230px; height: 153px;" src="http://www.darlingtourism.co.za/images/members/grootepost14.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;Schon bei der Quartiersuche für das Voorkamerfest in Darling hatte Shaun gefragt, ob wir denn auch nach „Groote Post“ zum Essen kämen. Na klar, wir waren ja vor einigen Jahren schon einmal auf der 1706 gegründeten Weinfarm. Das Restaurant hatte damals geschlossen, aber schon die Räumlichkeiten waren bezaubernd. Und beim „tasting“ hatten wir damals eine Visitenkarte des Weinhauses Strathmann in ZEVEN gefunden, offenbar einer der Hauptimporteure.&lt;br /&gt;Als erstes fragte Shaun, was wir trinken wollten. Dabei geht es - wie anderswo hier auch -   gar nicht um die Art des Mineralwassers, sondern gleich um Wein. Diesen Landessitten zu folgen, wird auch dadurch erleichtert, dass manche Flasche Wein nicht mehr kostet als in den teureren Hamburger Restaurants das französische Tafelwasser. Und sollte man die Flasche nicht ganz schaffen - was eigentlich nur passieren kann, wenn man allein isst -, dann nimmt man sie einfach in die Hand und schlendert damit hinaus.&lt;br /&gt;Wir haben Sauvignon Blanc des Jahrgangs 2010 geordert und gleich gelernt, dass auf Groote Post der beste Sauvignon Blanc des Landes wachse. Am Wochenende werde das auch in der „Sunday Times“ stehen. Einen Tag später bestellen wir beim umtriebigen Holländer in Yzerfontein deshalb wieder eine Flasche - diesmal kostet sie doppelt so viel, aber immer noch nur einen Bruchteil dessen, was bei uns im Restaurant für Wein verlangt wird (das fünf- bis siebenfache, sagen die Experten).  &lt;br /&gt;Weine in guter Qualität und auch sehr feine, die dann auch teurer sind, gibt es in Südafrika jede Menge. Und genau da liegt auch das Problem. Das Land hat nicht nur Weinberge, sondern auch einen Weinsee: überschüssige Produktion, die sich nicht gewinnbringend verkaufen lässt. In den vergangenen fünf Jahren hatten die Weinfarmer mit steigenden Kosten und sinkenden Margen zu kämpfen. Zwischen 2007 und 2010 sind laut PriceWaterhouse die Verkaufspreise um durchschnittlich 17 % gestiegen, während der Kostenanstieg doppelt so hoch war. Und der Export leidet unter dem starken Rand.   &lt;br /&gt;275 600 Menschen leben direkt und indirekt vom Weinanbau; 50 Milliarden Rand trägt er zur Wirtschaftsleistung bei. Die Farmarbeiter(innen) wollen (und brauchen) mehr Lohn, sie leben häufig auf dem Gelände, was Vor- und Nachteile, vor allem aber komplizierte Beziehungen zur Folge hat. Die Gewerkschaften klagen über willkürliche Behandlungen und nicht abgesicherte Wohnrechte, umgekehrt engagieren sich viele Farmer für die Erziehung und Ausbildung der Farmarbeiterkinder.  &lt;br /&gt;Nicht auf allen Farmen steht der Weinbau noch im Vordergrund; man kann dort wohnen, gut essen und feiern (Hochzeitsinszenierungen sind sehr beliebt), reiche Menschen kaufen sich eine Farm für &lt;em&gt;life style living&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;eco-living&lt;/em&gt;. Wieder andere erwerben eine, um mit dem Land zu spekulieren.             &lt;br /&gt;Auf jeden Fall ist es gut, wenn Ihr südafrikanischen Wein kauft und trinkt. Groote-Post-Weine gibt es in Hamburg beim Weinhaus Cord Stehr (dass vom Zevener Weinhaus Strathmann übernommen wurde), einen der von uns geschätzten Beyerskloof-Weine bei Jacques’s Weindepot, und wer es gern mit Siegel mag, kann Stellar-Organics-Weine bei der GEPA oder manchmal auch bei Rewe kaufen. &lt;br /&gt;Wer aber am liebsten die feinen Hartenberg-Weine mag, der muss immer noch nach Südafrika reisen. Und das ist auch okay!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-781812709376387229?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/781812709376387229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/wasser-und-wein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/781812709376387229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/781812709376387229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/wasser-und-wein.html' title='Wasser und Wein'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-6974762501847260334</id><published>2010-09-06T21:52:00.005+02:00</published><updated>2010-10-10T11:25:29.378+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Darling'/><title type='text'>Voorkamerfest in Darling</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIVIH2QD3LI/AAAAAAAAAFY/KV1M59FpDhA/s1600/L1000999.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIVIH2QD3LI/AAAAAAAAAFY/KV1M59FpDhA/s320/L1000999.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513892618444201138" /&gt;&lt;/a&gt;Drei Tage ländliches Kulturfest liegen hinter uns: Wir haben am Wochenende das Voorkamerfest in Darling besucht. Die Idee ist bestechend: Man kauft ein Ticket und bekommt eine Wundertüte – drei kulturelle Angebote à 20 Minuten, dargeboten in Wohnzimmern von Menschen in Darling. Die Karten konnte man ab 1. Juli bestellen, rasches Handeln war angesagt – und noch schlimmer war die Herbergssuche: Manches Quartier ist bereits heute für 2011 ausgebucht. &lt;br /&gt;Karten hatten wir problemlos bekommen, sogar für drei Touren – nur bei der Unterkunft mussten wir heftig suchen: Darling war schon ausgebucht, im 20 Kilometer entfernten Yzerfontein bekamen wir das letzte Zimmer in einem B&amp;B.&lt;br /&gt;Als wir am Freitagnachmittag in Darling ankamen, summte und brummte es bereits in dem kleinen Dorf; mit Mühe ergatterten wir einen Parkplatz. Die Organisation klappte hervorragend, kurz nach 17 Uhr saßen wir mit zwei Dutzend anderen Menschen in zwei afrikanischen Taxis (= Minibussen) und fuhren zu unserem ersten Wohnzimmer: Dort hörten wir Guy Buttery, einen in der Szene vermutlich sehr bekannten Gitarrenkünstler, der das Instrument gerade wieder neu erfunden hat und ihm wirklich erstaunliche Töne entlockte. (Das Haus gehörte übrigens Kapstadt-„Flüchtlingen“, die vor 14 Jahren nach Darling gezogen waren, um ihre Kinder hier großzuziehen und dies nicht bereut haben.)&lt;br /&gt;Unsere zweite Station war im Township von Darling, eine Stand-up Comedian, die ihr Programm in Afrikaans darbot – einiges konnte man trotzdem verstehen, viel Gelächter aber ging an uns vorbei. Auch die dritte Station war im Township: eine afrikanische Tanzgruppe, deren Darbietung wohlwollend aufgenommen, aber vermutlich von niemand recht verstanden wurde.&lt;br /&gt;Ähnliche Kulturtourneen gab es Samstag und Sonntag – mit einer klassischen Harfenistin (sie spielte in dem Haus einer Weißen aus Simbabwe, die vor vier Jahren nach Darling gezogen war und bedauerte, nicht schon 30 Jahre früher dorthin gekommen zu sein), zwei Kleinkunst-Pantomimen und einer an deutsche Ländlermusik erinnernde blinde Buren-Band und – am Sonntag – einer ambitionierten jungen Sängerin, die Miriam-Makeba-Lieder und Aretha-Franklin-Songs einstudiert hatte, einem schwarzen Stand-up-Comedian, der witzig  Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß aufs Korn nahm und einem Flötenspieler, der mit Klavierbegleitung klassische Fauré-Stücke intonierte. Und dabei hatten wir nur drei von sieben möglichen Kultur-Touren absolviert… &lt;br /&gt;Darling platzte an diesem Wochenende aus allen Nähten. So langsam begreifen wir die Bedeutung dieser ländlichen Kulturfeste – der Staat gibt hierfür kein Geld mehr, jetzt organisieren die Menschen die Feste selbst. Und auch wenn sie überwiegend „weiß“ sind, bringen sie doch ein wenig Miteinander: Wir kennen jetzt zumindest drei Township-Häuser von Darling von innen, deren Bewohner sich zum Mitmachen entschlossen hatten – beides im Südafrika von heute keine Selbstverständlichkeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-6974762501847260334?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/6974762501847260334/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/voorkamerfest-in-darling.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6974762501847260334'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/6974762501847260334'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/voorkamerfest-in-darling.html' title='Voorkamerfest in Darling'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TIVIH2QD3LI/AAAAAAAAAFY/KV1M59FpDhA/s72-c/L1000999.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7003694772352366988</id><published>2010-09-01T11:16:00.005+02:00</published><updated>2010-10-10T11:26:08.819+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pieter-Dirk Uys'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Darling'/><title type='text'>Bambi Kellermann</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4aflnzWiI/AAAAAAAAAE4/3Ctx6WO0lWA/s1600/Bambi.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 206px; height: 268px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4aflnzWiI/AAAAAAAAAE4/3Ctx6WO0lWA/s320/Bambi.bmp" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511872123925387810" /&gt;&lt;/a&gt;Gestern abend waren wir bei Bambi Kellermann. Bambi ist Evita Bezuidenhouts kleinere Schwester und wird ebenfalls von Pieter-Dirk Uys verkörpert, der als Bambi immer erklärt, dass die beiden Schwestern sich hassen und niemals, niemals gemeinsam an einem Ort anzutreffen seien. &lt;br /&gt;Im Fugard-Theater hieß das Programm „F.A.K. Songs and other Struggle Anthems“ (F.A.K. steht dabei für &lt;em&gt;Federation of Afrikaans Cultural Organisation&lt;/em&gt;, aber die sexuelle Anspielung ist durchaus gewollt), und es wurde heftig gesungen – Uys spielt mit Marlene Dietrich und Kurt-Weill-Liedern, die auf südafrikanische Verhältnisse umgedichtet wurden.&lt;br /&gt;Der Aufführungs-Ort atmet südafrikanische Geschichte: Ursprünglich war das Fugard-Theater mal eine Kirche im District Six gewesen, dann – seit 1906 – ein Lager für ein Warenhaus. 1966 beschloss die Regierung, den Bezirk zum „weißen Gebiet“ zu erklären; die Vertreibung der 60.000 Bewohner gehört zu den bekanntesten Apartheid-Geschichten. Seit 2002 gehört das Gebäude zum (beeindruckenden) District Six Museum; seit kurzem ist dort das Fugard-Theater beheimatet, benannt nach dem südafrikanischen Dichter Anatol Fugard. &lt;br /&gt;Mit auf der Bühne war „Bambi’s Bokkie Band“, und wir kannten viele der Musiker schon: Bis auf den Pianisten und Arrangeur Godfrey Johnson hatten wir sie alle schon bei MacMcKenzie’s Goema-Premiere gesehen. Und die Musik war wirklich ein Erlebnis; Godfrey (wir hatten ihn bei Mac kennen gelernt, als er mit ihm einige Lieder einübte) versteht sein Geschäft, und es war ein Vergnügen, ihm und den anderen zuzusehen (und zu hören!).&lt;br /&gt;Aber Bambi hat nicht nur gesungen. Zwischen den Liedern erzählte sie ihre Geschichte – geboren als Baby Poggenpoel, verheiratet 1957 mit dem alten Nazi Joachim von Kellermann, der später in Paraguay Minister wurde, starb und eingeäschert immer mit Bambi weiter in der Welt herumreist – und verteilte satirische Spitzen zum Beispiel an Präsident Zuma, der in dieser Woche gerade von einem Staatsbesuch in China zurückgekehrt war („Gottseidank ohne eine chinesische Ehefrau“ – Zuma hat ja derzeit schon drei Ehefrauen und eine Verlobte, die ihn nach China begleitet hat) oder an den ANC, dessen Abkürzung man jetzt so dechiffriert: A New Corruption. &lt;br /&gt;Das Publikum amüsierte sich, auch wenn einige Teile schwierig zu verstehen waren: manche Afrikaans-Texte für uns, manche deutsche Passagen für Südafrikaner, manche Anspielungen auf die Weimarer Republik, Josef Mengele und Martin Bormann für die historisch nicht so Bewanderten. Im Englischen würde man sagen: a must see! Sieben Vorstellungen in der Woche, 18 Tage lang: Ein starkes Programm. Hoffentlich gehen die Kapstädter hin!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7003694772352366988?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7003694772352366988/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/bambi-kellermann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7003694772352366988'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7003694772352366988'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/09/bambi-kellermann.html' title='Bambi Kellermann'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4aflnzWiI/AAAAAAAAAE4/3Ctx6WO0lWA/s72-c/Bambi.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2019682239795632456</id><published>2010-08-30T10:58:00.003+02:00</published><updated>2010-10-10T11:26:44.763+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kapstadt'/><title type='text'>Die Goema-Symphonie von Mac McKenzie</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH9jEvEf3hI/AAAAAAAAAFQ/4jc29S0yC4s/s1600/L1000978.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH9jEvEf3hI/AAAAAAAAAFQ/4jc29S0yC4s/s320/L1000978.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5512233401930735122" /&gt;&lt;/a&gt;Mac McKenzie und  Renate haben geheiratet - so hatte uns Regina geschrieben und gebeten, mit Wein, Buch und Glückwunschkarte in Bridgetown vorbeizufahren. Bridgetown ist Teil von Kapstadt, ein Wohngebiet für Coloureds der unteren Mittelklasse. In dem kleinen Haus des südafrikanisch-schweizerischen Ehepaares herrscht gute Stimmung, es wird gekocht und musiziert, und alle paar Minuten kommt jemand vorbei oder meldet sich per Handy für weitere Absprachen. Mac ist Musiker - ein gefragter Mann, arbeitet gleichzeitig an mehreren Projekten und war auch schon auf Deutschland-Tournee. Als wir in der kleinen Ein-Raum-Wohnung vorbeischauen, probt Mac gerade mit Godfrey, dem musikalischen Leiter des Fugard-Theaters, und mit Pieter-Dirk Uys soll auch eine neue Show einstudiert werden. &lt;br /&gt;An einer Weltpremiere nehmen wir zehn Tage später teil: das Cape Town Goema Orchester mit 27 Mitwirkenden führt Macs erste Goema-Symphonie auf. Goema, so wird die Kapstädter Karneval-Musik genannt, aber sie ist noch mehr, sagt Mac: „Das ist die Musik von Kapstadt, nicht nur zum Karneval. Der Rhythmus geht in jedes Herz und jede Seele – Goema ist die Art, wie wir gehen und tanzen, wie wir reden, wiie wir miteinander umgehen. Goema ist ganz einfach eine Sprache.“&lt;br /&gt;Mac hat mit diesen Elementen eine richtige Symphonie komponiert – für die klassischen Geiger, Cellisten und Flötistinnen eine echte Herausforderung, wie uns Renate in der Pause erzählt. Mit Gitarre, Bass, Marimba und Mbira kombiniert ergibt das eine manchmal sehr witzige Mischung. Im SABC-Studio in Greenpoint hat sich zur Premiere ein bunt gemischtes Publikum eingefunden, ein eher seltenes Zusammentreffen: In der Regel gibt es weiter eine „weiße“ und eine „schwarze“ Kultur. Macs Goema-Symphonie schlägt hier eine Brücke, und das Publikum hat sichtlich Spaß an der Musik. Auch den Musikern gefällt es; drei Tage lang haben sie intensiv geprobt, und die erste Geigerin atmet sichtbar auf, als der Schlussakkord erklingt. Der Rundfunk hat mit aufgezeichnet; Dokumentarfilmer haben den Abend gefilmt – und Mac McKenzie und Renate hoffen auf eine baldige zweite Aufführung. Genug kleine Festivals gäbe es.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2019682239795632456?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2019682239795632456/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/die-goema-symphonie-von-mac-mckenzie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2019682239795632456'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2019682239795632456'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/die-goema-symphonie-von-mac-mckenzie.html' title='Die Goema-Symphonie von Mac McKenzie'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH9jEvEf3hI/AAAAAAAAAFQ/4jc29S0yC4s/s72-c/L1000978.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-3850033773788225999</id><published>2010-08-30T10:52:00.009+02:00</published><updated>2010-10-10T11:29:03.479+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ANC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arbeitskampf'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Öffentlicher Dienst'/><title type='text'>Streik im öffentlichen Dienst</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4clzsHiMI/AAAAAAAAAFA/3GnxWLaCmUA/s1600/L1000908.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4clzsHiMI/AAAAAAAAAFA/3GnxWLaCmUA/s320/L1000908.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511874429804054722" /&gt;&lt;/a&gt;Seit über einer Woche streiken in Südafrika mehr als eine Million Angestellte des öffentlichen Dienstes – vor allem Lehrer und das Gesundheitspersonal. „Gehen Sie mal aufs Amt, wenn sie einen Antrag abgestempelt haben wollen“, sagt uns ein Südafrikaner. „Da sitzen die Leute herum, und alles dauert ziemlich lange. Aber wenn sie streiken, dann tanzen und springen sie (toyi-toying genannt) und entwickeln sie plötzlich eine ungeahnte Energie, als ob sie an den Olympischen Spielen teilnehmen wollten.“&lt;br /&gt;Der Tanz der Streikposten vor den Polizisten in Kimberley lässt ein wenig von dieser Energie ahnen: Vor der City Hall kämpfen tanzend ungefähr 100 Streikende – ihnen stehen fast ebenso viele Polizisten gegenüber. Am Ende zieht sich die Polizei mit ihrem Wasserwerfer langsam zurück. Sein Wasser ist mit blauer Farbe versetzt – sie lässt sich von der Haut nur schwer wieder abwaschen und erleichtert die Festnahmen, erklärt uns ein wohlgenährter Passant vor seinem Auto. Er hat Verständnis für die Streikenden: „Sie wehren sich dagegen, dass die Regierung sie ausplündert.“ Die Streikenden selbst erzählen, dass die hellblaue Flüssigkeit unangenehm auf der Haut ist.&lt;br /&gt;Die Gewerkschaft verlangt 8,6 Prozent mehr Lohn und 1000 Rand Wohngeld, die Regierung will nur 7 Prozent und 700 Rand geben. Ein junger Lehrer verdient 12.000 Rand im Monat, umgerechnet 1.200 Euro. Wenn man einer (alleinerziehenden) Lehrerin zuhört, die eine Hypothek auf ihrem Haus abzahlt und klagt, dass sie sich nicht einmal ein Auto leisten könne, kann man den Streik schon verstehen. &lt;br /&gt;Die Regierung aber bleibt diesmal hart, argumentiert - ebenfalls verständlich -, dass diese wieder über der Inflationsrate liegenden Lohnerhöhungen auf Kosten drängender anderer Ausgaben (für die Menschen ganz ohne Job und für die Infrastruktur) gehen würden. In den letzten fünf Jahren haben sich die Ausgaben für den öffentlichen Dienst fast verdoppelt. Weil der Streik zudem essentielle öffentliche Bereiche trifft, sammelt die Regierung mit ihrer harten Haltung bei der Bevölkerung im Moment Punkte (sogar im SABC-Fernsehen locker „brownie points“ genannt). &lt;br /&gt;Angesehen ist der Lehrerberuf ohnehin nicht. Immer wieder hören wir Schauergeschichten aus südafrikanischen Schulen: von Lehrern, die überhaupt nicht zum Unterricht erscheinen, weil sie keine Lust haben oder nebenbei ein Taxiunternehmen betreiben; von Schülern, die beim Schulabschluss noch nicht einmal ihren Namen richtig schreiben können; von Schulen, die korrupte Ministerialbeamte erfunden haben, um Gelder für sie abrechnen zu können, die aber niemals existiert haben. Südafrika gibt viel Geld für Bildung aus, aber die Qualität der Schulbildung in vielen öffentlichen Schulen ist so miserabel, dass das Land in internationalen Vergleichsstudien à la Pisa schlecht abgeschnitten hat – seitdem nimmt es an vielen Studien gar nicht mehr teil. &lt;br /&gt;Selbst Rita Weissenberg von „Shine“, die für die Arbeit mit pensionierten Lehrern im vergangenen Jahr den „Reconciliation Award“ des „Institute for Justice and Reconciliation bekommen hat, sagt nach einem Halbsatz mit Hinweis auf gute Pädagogen über die Lehrergewerkschaft SADTU: „I’m fed up with them.“ Und der „Mail &amp; Guardian“ kommentierte letzte Woche: „Die Lehrergewerkschaft gehört ganz eindeutig zu den Haupthindernissen für die Reform eines vergleichsweise teuren und auf groteske Weise unzureichenden Bildungssystems.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-3850033773788225999?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/3850033773788225999/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/streik-im-offentlichen-dienst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3850033773788225999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/3850033773788225999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/streik-im-offentlichen-dienst.html' title='Streik im öffentlichen Dienst'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH4clzsHiMI/AAAAAAAAAFA/3GnxWLaCmUA/s72-c/L1000908.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5061829500143560189</id><published>2010-08-30T10:52:00.008+02:00</published><updated>2010-10-10T11:27:35.734+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Landwirtschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weiße'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apartheid'/><title type='text'>Orania</title><content type='html'>Orania&lt;br /&gt;… ist aus Funk und Fernsehen wahrscheinlich bekannt. Dort haben sich dickköpfige Buren angesiedelt, denen das neue Südafrika von Anfang an nicht geheuer war, die gern von diesem unabhängig sein wollen. Wir sind, weil wir noch eine größere Strecke vor uns hatten, nicht reingefahren, haben aber in diesem trockenen Terrain die vielen bewässerten Felder registriert. Und mit Erstauen gelesen, was die offizielle Touristenbroschüre über das diesen Ort geschrieben hat:&lt;br /&gt;„Orania ist ein Beispiel für die ‚traditionelle’ Art der Afrikaaner zu leben und zeigt darüber hinaus den Erfindungsreichtum einer marginalisierten Gemeinschaft mit modernen Bewässerungstechniken, die sie in enger Zusammenarbeit mit Pionieren in Israel anwenden. Außerdem gibt es dort den einzigen umfassend organisch betriebenen  Weinbau im Südlichen Afrika, eine ebenfalls nach ausgeklügelten Methoden arbeitende Milchwirtschaft, und schließlich werden auch noch Pecan-Nüsse für den Export angebaut.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5061829500143560189?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5061829500143560189/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/oranie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5061829500143560189'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5061829500143560189'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/oranie.html' title='Orania'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8653840845315815467</id><published>2010-08-30T10:50:00.003+02:00</published><updated>2010-09-01T23:31:45.873+02:00</updated><title type='text'>Stille Waters</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH7GHQC7vhI/AAAAAAAAAFI/etwtEvajpzY/s1600/L1000938.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH7GHQC7vhI/AAAAAAAAAFI/etwtEvajpzY/s320/L1000938.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5512060821816720914" /&gt;&lt;/a&gt;„Übernachtet doch auf der Farm“, rief Dieter ins Telefon, als wir uns bei ihm aus Kimberley meldeten. Richmond lag dafür in der Tat günstig, in diesem großen Land nur ein paar hundert Kilometer entfernt, und so lernten wir „Stille Waters“ kennen, eine Farm in der Karoo. &lt;br /&gt;David und Kerstin mit ihren kleinen Kindern John und Hannah sind seit einem guten Jahr auf dieser Farm. Der nächste Kindergarten ist 60 Kilometer entfernt, der nächste große Laden auch – Holz für den Kamin, Milch, Tomaten und Bohnen hatten wir unterwegs für den Abend eingekauft. &lt;br /&gt;5000 Hektar ist die Farm groß, vier Arbeiter leben mit ihren Familien auf der Farm. David erzählt, dass Vieh auch gewildert wird. Vor kurzem war ein Schaf getötet und das Fleisch im Graben versteckt worden – was der Farmer aber entdeckt hatte. Nachts legten er sich mit einem seiner Farmarbeiter in der Nähe auf die Lauer und erwischte einen Mann, der das Fleisch wegbringen wollte. „Die Täter sind hier cleverer als die Polizei“, erzählt er. Sie operieren zu dritt, einer fährt mit dem Fahrrad ganz harmlos vorbei und sondiert die Lage, ein anderer kommt dann zu Fuß, wenn die Luft rein zu sein scheint. Und der dritte beobachtet mit dem Fernrohr, was passiert und gibt per Handy Anweisungen. „Technisch sind die besser ausgerüstet als wir“, meint David.&lt;br /&gt;Ein Polizist aber ist wachsam. Als wir auf der Farm übernachteten, kam abends um elf Uhr ein Streifenwagen vorbei. Der Polizist hatte Licht in dem Haus gesehen, in dem wir übernachteten und wollte wissen, ob alles in Ordnung sei. Dem Farmer hat er erzählt, dass er allein unterwegs sei, weil seine Kollegen lieber in der Wachstube säßen. Er hat versucht, von seinem Chef ein „unmarked“ Auto zu bekommen, also eines, das nicht gleich als Polizeifahrzeug erkennbar ist. Solche hat die Station auch. Aber der Chef hatte abgewunken…   &lt;br /&gt;Dieses Engagement ist schon außergewöhnlich – es gibt genug Geschichten, dass die Farmer oft ganz auf sich allein gestellt sind und von den Behörden keinerlei Hilfe erhalten. Und wenn sie mal jemand „red-handed“ (auf frischer Tat) geschnappt haben, dann wird der Fall oft so schlampig aufgenommen, dass kein Gerichtsverfahren möglich ist. Aber nun scheint es besser zu werden, ein patenter Polizist wurde nach Richmond versetzt, und die Farmer haben bereits ein Treffen mit der Polizei abgehalten. „Wir können nur Erfolg haben, wenn wir auch ihre Probleme verstehen“, sagt David. &lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machen wir uns nach einem Spaziergang um das Wasserreservoir (es weht ein kalter Wind!) wieder auf den Weg, schauen noch an der Hauptstraße von Richmond bei den Buch-Häusern vorbei (mittlerweile fünf Häuser im Dorf sind mit alten Büchern gefüllt, die Bibliotheken aussortiert haben; man kann stöbern und kaufen, und im Oktober gibt es ein Buch-Festival mit vielen Autoren, die dann in Richmond lesen – aber das ist eigentlich schon wieder eine ganz eigene Geschichte), und wir haben neue Hochachtung vor dem Farmerleben gewonnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8653840845315815467?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8653840845315815467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/stille-water.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8653840845315815467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8653840845315815467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/stille-water.html' title='Stille Waters'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TH7GHQC7vhI/AAAAAAAAAFI/etwtEvajpzY/s72-c/L1000938.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4519275872717597748</id><published>2010-08-29T11:39:00.002+02:00</published><updated>2010-08-29T11:46:57.349+02:00</updated><title type='text'>Alles Roger</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THosHBPt_mI/AAAAAAAAAEg/fWlmKlxH_aI/s1600/L1000963.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THosHBPt_mI/AAAAAAAAAEg/fWlmKlxH_aI/s320/L1000963.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510765593146293858" /&gt;&lt;/a&gt;Wenn wir an die T-Kreuzung nach Calitzdorp kämen, sollten wir unbedingt bei dem Fotografen reinschauen, hatte uns Charles vom Guesthouse in Prince Albert gesagt. Drei Häuser stehen an der Kreuzung, und als wir die Klingel suchen, kommt ein Mann auf uns zu: Wir haben Roger, den Fotografen, gefunden. &lt;br /&gt;Seit vier Jahren wohnt Roger hier in der Einsamkeit. Der Garten ist eine Pracht. Ein Gärtner hilft ihm; der Verkauf der Pflanzen steuert zum Einkommen bei. Im Haus ist Rogers Werkstatt: Eigentlich ist er Tischler. Ein großer, alter Schrank beherrscht den Raum – nein, alt sei der nicht, sagt Roger, den habe er getischlert. Das Holz stamme aus Südamerika und sei heute gar nicht mehr zu bekommen. Ein wunderbares Stück, das ein Kunde in Johannesburg zwar bestellt habe, dann aber nicht bezahlen konnte, weil seine Geschäfte mit China zusammengebrochen seien. „Aber er war ein gentleman und hat den schon ausgelieferten Schrank zurückexpediert.“&lt;br /&gt;Nebenan ist Rogers Werkstatt, penibel aufgeräumt – gerade ist ein Tisch aus African Rosewood in Arbeit. Bei Roger würden auch wir sofort tischlern lassen. &lt;br /&gt;Und Fotographieren kann er auch noch – ein kleines Zimmer ist mit großen Bildern vollgestellt. Sehr schade, dass es noch keinen Fotoband von ihm gibt; viele seiner Schwarz-Weiß-Bilder zeigen starke Geschichten – die vom Arbeiter, der in der trockenen Karoo-Erde ein Grab für seinen fünf Monate alten Sohn ausheben muss; die township-Hunde, die ein neues Zuhause gefunden haben und herumtollen. &lt;br /&gt;Eine halbe Stunde verbringen wir mit Roger Young – seine Mailadresse scheint nicht zu lügen: „everyoung“ heißt sie. Wir sollten wiederkommen, meint er, dann könnten wir in Ruhe einen Kaffee trinken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4519275872717597748?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4519275872717597748/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/alles-roger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4519275872717597748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4519275872717597748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/alles-roger.html' title='Alles Roger'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THosHBPt_mI/AAAAAAAAAEg/fWlmKlxH_aI/s72-c/L1000963.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-405788654581274612</id><published>2010-08-29T11:22:00.003+02:00</published><updated>2010-08-29T11:39:00.073+02:00</updated><title type='text'>Konzentrationslager</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THoqWD1IK9I/AAAAAAAAAEY/U05T5zB9KNY/s1600/L1000931.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THoqWD1IK9I/AAAAAAAAAEY/U05T5zB9KNY/s320/L1000931.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510763652514851794" /&gt;&lt;/a&gt;In Hopetown entdecken wir an einer Tankstelle auf der Schnellstraße ein Werbeblättchen: Ein paar Kilometer entfernt liegt eine kleine Farm, auf deren Gebiet noch Überbleibsel aus dem „Anglo-Boer War“ zu finden seien. Kurz entschlossen fahren wir dort hin und klingeln. Ja, sagt Rina Wiid, die Farmersfrau, sie könne uns das alles zeigen. Wir klettern vorn ins Bakkie: Zwei  Stunden dauert die Tour mit Rina. &lt;br /&gt;Als die Wiids Mitte der 90er Jahre die Farm kauften, ahnten sie nichts von der Geschichte dieses Geländes. Aber mit der Zeit entdeckten sie, dass um 1900 hier tausende britische Soldaten stationiert waren – und ein Konzentrationslager errichtet wurde. Wer mit Rina über das Gelände geht, entdeckt lauter Kleinigkeiten: verrostete Dosen, Flaschenöffner, Uniformknöpfe, Pfeifenteile, Munitionsreste – alle Fundstücke hat sie sorgfältig dokumentiert. Mit den Jahren ist Rina eine Expertin in Sachen Burenkrieg geworden. Und sie zweifelt die offizielle Geschichtsschreibung an: Es seien vermutlich sehr viel mehr Buren umgekommen als bis jetzt angenommen. &lt;br /&gt;Auch ein kleiner Friedhof mit einem Mahnmal gehört zu ihrer Farm. Aus dem Kriegsmuseum in Bloemfontein wissen wir, dass in den Lagern vor allem Kinder umgekommen sind. Als Erdmännchen auf ihrem Friedhof einige Knochen ausgebuddelt hatten und Rina sie in Pretoria untersuchen ließ, stellte sich heraus, dass es Knochen von zwei Kindern waren – obwohl laut offizieller Liste eine erwachsene Frau in dem Grab beerdigt sein sollte. Rina vermutet, dass sie darunter liegt - ein Beleg dafür, dass es mehr Tote gegeben hat, als die offiziellen Listen besagen.&lt;br /&gt;In der Nähe des Friedhofes hat sie in einem Häuschen, Teil des ehemaligen Krankenhauses, ein kleines Museum eingerichtet, in dem viele Fotos und Fundgegenstände die Geschichte des Lagers dokumentieren. Für uns neu: In diesem Lager waren schwarze und weiße Südafrikaner gemeinsam inhaftiert. „Sie haben die Schwarzen benutzt, um die Buren zu demütigen“, sagt Rina dazu. In den Archiven sei bei manchen Kindern „Vater unbekannt“ notiert worden, das seien von Briten oder von schwarzen Südafrikanern gezeugte Kinder gewesen. Das habe man aber vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten versucht. &lt;br /&gt;Steine markieren, wie groß die Zelte waren, in denen die Gefangenen leben mussten. Zwei Dutzend Menschen auf engstem Raum – und das bei 45 Grad Hitze im Sommer und Minustemperaturen im Winter. &lt;br /&gt;Auch Nachfahren der Buren, die hier inhaftiert waren, haben das Museum bereits besucht. Und Rina hat ihr Wissen auch zu Papier gebracht, mit Fotos als Belegen und Fußnoten mit Verweisen auf Literatur und Archive. Und das alles in diesem spärlich ausgestatteten Framhaus.„Das ist alles aus privater Initiative geschehen“, sagt sie. „Der Staat hat kein Interesse an dieser Geschichte.“ Demnächst wird sie aber in Bloemfontein im Museum über das berichten, was sie auf ihrer Farm gefunden, dokumentiert und in verschiedenen Broschüren festgehalten hat. &lt;br /&gt;Zurück in Kapstadt werden wir das neue Buch von Bill Nasson über den Anglo-Burischen in der „Book Lounge“ abholen und nun bestimmt bald lesen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-405788654581274612?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/405788654581274612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/konzentrationslager.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/405788654581274612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/405788654581274612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/konzentrationslager.html' title='Konzentrationslager'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THoqWD1IK9I/AAAAAAAAAEY/U05T5zB9KNY/s72-c/L1000931.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1006998571269457693</id><published>2010-08-29T11:09:00.004+02:00</published><updated>2010-08-29T11:21:40.071+02:00</updated><title type='text'>Prince Albert</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THomULPu7bI/AAAAAAAAAEQ/IKwwETODFJ0/s1600/L1000955.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THomULPu7bI/AAAAAAAAAEQ/IKwwETODFJ0/s320/L1000955.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510759222099242418" /&gt;&lt;/a&gt;„Als ich vor elf Jahren hierher zog, war hier nichts los“, erzählt uns der Galerist, „wenn zwei Autos in der Stunde die Hauptstraße entlang fuhren, haben wir schon gesagt, ‚Oh, heute ist ja ganz schön Betrieb.’“  Prinz Albert ist immer noch ein Geheimtipp, wird das aber wohl nicht mehr lange bleiben: Der abgelegene Ort am Rande der  Karoo hat sich mittlerweile ganz schön gemausert. Beim Frühstück in Graaff-Reinet hatte uns das nette Ehepaar aus „P.E“ (Port Elizabeth, ganz korrekt: Nelson Mandela Metropole) gesagt, dass wir Prince Albert dringend besuchen sollten. &lt;br /&gt;Schon die Anfahrt war ein Erlebnis: Nach der trockenen und manchmal doch etwas eintönigen Karoo ein fruchtbares Tal, mittendrin eine Weinfarm, bei der man schon beim Durchfahren sieht, dass hier nicht Winzer, sondern Investoren am Werk sind. Und dann auf einmal Blumen, Büsche, gepflegte Gärten: Prince Albert. Viele Gästehäuser, ein altehrwürdiges Hotel (das gerade versteigert werden soll), viktorianische Häuser, die liebevoll restauriert worden sind oder restauriert werden, einladende Cafés, Galerien – und kein einziger Stacheldraht- oder Elektrozaun um die Grundstücke, die Schilder „Armed Response“ sucht man hier vergeblich. Hier sind nur die Polizeistation und das kleine Gefängnis mit Zäunen und Gittern so geschützt wie andernorts die Wohnhäuser. Der Antiquitätenhändler ist seit einigen Tagen in Kapstadt, seine teuren Waren hat er aber draußen auf der Veranda stehen lassen. Unser Guesthouse hat einen wunderbar gepflegten Rasen, aber keinen Zaun; viele Anwohner halten Schwätzchen auf der Straße, es herrscht eine von Wohlstand und Sicherheit genährte Freundlichkeit. Fast jeder grüßt - auch uns, die Fremden. Auf der breiten Straße wird sogar Fahrrad gefahren. Wir reiben uns die Augen.  &lt;br /&gt;„Ja, einige Ausländer haben hier Grundstücke gekauft“, sagt uns Charles, der Guesthouse-Besitzer. Aber noch haben die Südafrikaner die Mehrheit. „Wir sind keine Wochenend-Stadt wie das näher an Kapstadt liegende Greyton“, meint die Frau, die uns einen betörenden Apfelkuchen verkauft, „man muß hier schon herziehen, und dann engagiert man sich auch für die Gemeinde.“ Mittlerweile hat Prince Albert gute Restaurants, eine sehr interessante Galerie (wir kaufen dort eine Foto-Serie über die Karoo), eine Kochschule, eine wunderbare Käserei (siehe Bild!) und ist weit mehr als das in den Reiseführern beschriebene Dorf mit umliegendem Obstanbau. &lt;br /&gt;Mit der Abgeschiedenheit erklärt man uns auch, dass es so gut wie keine Kriminalität gibt, die nächst größeren Städte sind alle etwa 150 km entfernt. Alkoholprobleme gibt es auch hier, das zeigen schon die „Drankwinkel“ gegenüber dem township. Aber es gibt keine harten Drogen, keine Bandenkriege, und die Zuwanderung hält sich in Grenzen.&lt;br /&gt;Aber was machen Sie denn, wenn Sie eine englischsprachige Zeitung lesen oder ein Buch kaufen wollen? fragen wir den Galeristen. Das ist kein Problem, sagt er, Bücher lassen wir von Amazon kommen, und wenn wir eine Zeitung wollen, dann wissen wir schon, wer an diesem Tag in die Stadt fährt (zum Beispiel nach Oudtshorn), der bringt sie uns dann mit.     &lt;br /&gt;Das glauben wir gern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1006998571269457693?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1006998571269457693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/prince-albert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1006998571269457693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1006998571269457693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/prince-albert.html' title='Prince Albert'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THomULPu7bI/AAAAAAAAAEQ/IKwwETODFJ0/s72-c/L1000955.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7881518278715195778</id><published>2010-08-24T23:55:00.007+02:00</published><updated>2010-08-25T00:08:07.760+02:00</updated><title type='text'>Wie Gott in Frankreich</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THRBw31W6kI/AAAAAAAAAEI/aXFLdiRGj9s/s1600/L1000904.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THRBw31W6kI/AAAAAAAAAEI/aXFLdiRGj9s/s320/L1000904.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509100552058235458" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Tisch im (Korn)Veld - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Die kulinarischen Genüsse in Südafrika suchen ihresgleichen. Auch wenn der Plastiktisch in der Halbwüste wie hier nach einer Traktorfahrt beim "Ouden Kraal" vor Bloemfontein nur der Vorbote für den obligatorischen &lt;em&gt;Sundowner&lt;/em&gt; ist...&lt;br /&gt;„Hi, I’m Gordon“, wurden wir an der Tür begrüßt, als wir in Graaf-Reinet beim B&amp;B nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragten. Schnell war klar: Gordon war vor drei Jahren Besitzer geworden, um der Koch sein zu können. Als junger Mann hatte er eine Lehre zum Koch wegen des mühseligen Kartoffelschälens abgebrochen, studierte lieber Jura und arbeitete anschließend als Investment Banker. &lt;br /&gt;Man kann sich bei Gordon nicht einfach an den Tisch setzen, man muß vielmehr in der Lounge Platz nehmen. Wenn – endlich – alle Gäste eingetroffen sind, erscheint der Chef mit einem kleinen Notizheft am Kamin und erklärt seinen Gästen, was ihnen gleich aufgetischt werden soll. Sie haben die Wahl zwischen zwei Vorspeisen, zwei Hauptgerichten und zwei Nachtischen – und Gordon wirbt mit einprägsamen Worten für jede der Möglichkeiten. Für einen der Nachtische habe er zwei Tage gebraucht, und er sei jede Minute wert; das Wild für das Hauptgericht – Kudu-Steak – habe er selbst geschossen, und wir würden uns die Finger danach lecken. Um die gute Qualität nicht zu überdecken, wird es gar nicht erst gewürzt, sondern nur mit Olivenöl eingerieben. &lt;br /&gt;Als überzeugter Slow-Food-Anhänger hatte Gordon es nicht eilig, und seine afrikanische Küchenmannschaft ist mittlerweile so gut trainiert, dass er sich noch länger mit seinen Gästen unterhalten kann, während die kombinierten Suppen und die Frühlingsrolle schon serviert werden. Und wirklich: Der Abend ist ein einziger Genuß. Der zelebrierende Koch und die moderne Karoo-Küche sind inzwischen schon Kult, die Botschafter verschiedener Länder sind deswegen schon nach Graaf-Reinet gekommen.   &lt;br /&gt;Am Tag zuvor, in Beaufort-West, hatten wir schon ein Karoo-Buffet nach Hausfrauenart kennnengelernt, ebenfalls sehr schmackhaft, magenfüllend und ausgesprochen preiswert.   &lt;br /&gt;„De Oude Kraal“ 35 Kilometer vor Bloemfontein schoss dann aber den Vogel ab. Die riesige Farm „Wilhelmshöhe“, auf der Kühe, Schafe und drei Strauße weiden, wird seit fast zwei Jahrzehnten auch als Guesthouse geführt – und was für eins! Die Kochkünste der Besitzerin sind berühmt, auch wir waren nach dem ersten Fünf-Gang-Menü hingerissen. Das Ambiente war gleichzeitig familiär und hochprofessionell. Während wir zum Abschluss an der Bar noch einen guten Cognac tranken, hatte ein freundliches Wesen in unseren Zimmern die Heizdecken eingeschaltet, so dass wir dann äußerlich und innerlich gewärmt einschlafen konnten. &lt;br /&gt;Außerhalb von Südtirol haben wir kaum je so gut gegessen. Kurz entschlossen haben wir unseren Aufenthalt um einen Tag verlängert, um das Dinner noch ein zweites Mal miterleben zu können. Kein Wunder, dass „De Oude Kraal“ viele Stammgäste hat und auch in diesen Wintertagen fast ausgebucht war. Unser Gourmet-Tipp daher: Vorbuchen!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7881518278715195778?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7881518278715195778/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/wie-gott-in-frankreich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7881518278715195778'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7881518278715195778'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/wie-gott-in-frankreich.html' title='Wie Gott in Frankreich'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THRBw31W6kI/AAAAAAAAAEI/aXFLdiRGj9s/s72-c/L1000904.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1926021230239796381</id><published>2010-08-24T23:16:00.002+02:00</published><updated>2010-08-24T23:18:39.162+02:00</updated><title type='text'>Ein Quilt zum "Burenkrieg"</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THQ3Ez_A4tI/AAAAAAAAAEA/POEGl_xkZj0/s1600/quilt.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THQ3Ez_A4tI/AAAAAAAAAEA/POEGl_xkZj0/s320/quilt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5509088799994471122" /&gt;&lt;/a&gt;Was bei uns „Burenkrieg“ genannt wird (wohl wegen der einseitigen Parteinahme), heißt in Südafrika „Anglo-Boer War“ – und obwohl er schon mehr als einhundert Jahre zurückliegt, sind wir immer wieder erstaunt darüber, wie sehr dieser Krieg heute noch im Bewusstsein der Südafrikaner verankert ist. Ein Gutteil der Ressentiments zwischen afrikaanssprachigen Buren und englischsprachigen Südafrikanern lässt sich damit begründen. &lt;br /&gt;In Bloemfontein haben wir ein Museum besucht, das diesem Anglo-Boer War gewidmet ist, wir waren fast alleine dort. Es ist ein althergebrachtes, eher düsteres Museum, in dem brav ein Ausstellungsstück neben das andere gereiht wurde. Wir haben auch aber neues gelernt, etwa, dass die burischen Gefangenen auch in Lager in andere britische Kolonien verschifft wurden und dass es auch Konzentrationslager für Schwarze gab.&lt;br /&gt;Detailliert ist im Museum festgehalten, was Frauen und Kinder in den einzelnen Konzentrationslagern  – zumeist Zeltstädten – in Südafrika erlitten. Unter den Toten überwiegen die Kinder, die den eiskalten Winter oft nicht überstanden haben.  &lt;br /&gt;Ein Ausstellungsstück im Museum sticht hervor: ein riesiger, aus der Ferne dreidimensional wirkender Quilt, der auf 15 Teilen das Schicksal der Frauen in diesem Krieg darstellt. Melanie vom „Ouden Kraal“ hatte uns darauf aufmerksam gemacht: Ihre historisch interessierte und handwerkliche begabte Mutter hat diesen Quilt produziert und dem Museum gestiftet; am 9. August, dem südafrikanischen Frauentag war er dort aufgehängt worden. Ihr war nur gesagt worden, er könne ruhig groß sein – dass er soooo groß werden würde, habe das Museum wohl nicht geahnt, meinte Melanie lächelnd. Nun ist der Quilt im 1. Stock des Museums kaum zu übersehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1926021230239796381?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1926021230239796381/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/ein-quilt-zum-burenkrieg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1926021230239796381'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1926021230239796381'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/ein-quilt-zum-burenkrieg.html' title='Ein Quilt zum &quot;Burenkrieg&quot;'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/THQ3Ez_A4tI/AAAAAAAAAEA/POEGl_xkZj0/s72-c/quilt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2529432592054959966</id><published>2010-08-24T19:20:00.003+02:00</published><updated>2010-08-24T19:25:46.265+02:00</updated><title type='text'>Von Kapstadt nach Kimberley</title><content type='html'>Nach dem bizarren Matjiesfontein war das bodenständige Beaufort West unser nächster Anlaufpunkt. Trucker machen hier gern Station, es gibt Geschäfte und Handwerksbetriebe. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt war Christian Barnard, der als Sohn eines Missionars dort  geboren wurde und später bekanntlich ein sehr glamouröses Leben führte. Es gibt ein kleines Museum zu seinen Ehren, in dem vor allem die zahlreichen Auszeichnungen des Herzspezialisten ausgestellt sind. Am Ende bekam der in aller Welt bekannte Doktor aus Rumänien sogar Heilmittel gegen seine Arthritis zugesandt. &lt;br /&gt;Anders als in Kapstadt werden wir überall in Afrikaans angesprochen und bedauern es einmal mehr, dass wir diese schon sehr vertraut klingende Sprache nicht sprechen. Schon oft haben wir beobachtet, dass Argumente und Emotionen auf Afrikaans mit sehr viel mehr Verve vorgetragen werden. Ein Vortrag von Professor Sampie Terreblanche hörte sich auf Englisch trotz allem Eifer bieder an; als er ins Afrikaans fiel, klang das ganz wortgewaltig. Und auch der weltgewandte und derzeit in Washington lehrende Professor Charles Villa-Vicencio wechselte bei der Diskussion letzte Woche ins Afrikaans, als er etwas unterstreichen bzw. jemanden ansprechen wollte. &lt;br /&gt;Wie präsent das Afrikaans im Western Cape ist, merkten wir beim vergeblichen Versuch, in Beaufort West eine englischsprachige Zeitung zu kaufen. Gelesen wird hier „Die Burger“ oder das Boulevardblatt „Son“. Bei CNA, der landesweiten Kette für Zeitungen/Zeitschriften und Schreibwaren, erhalten wir die Auskunft, man habe früher mal die linksliberale Wochenzeitung „Mail &amp; Guardian“ angeboten, aber niemand habe ihn gekauft.&lt;br /&gt;Eine wichtige und bittere Nachricht erfahren wir zwei Tage später bei Bloemfontein (hier hat das höchste Gericht des Landes seinen Sitz) aber doch. Im schönen &lt;em&gt;Guesthouse&lt;/em&gt; wohnt auch Jeremy Gauntlett, der berühmte Anwalt, der vor dem SADC-Tribunal den Sieg der Farmersfamilie gegen Mugabe mit erstritten hat. Nun haben die SADC-Staaten bei ihrem letzten Gipfel beschlossen, das Tribunal nicht nur grundsätzlich zu überprüfen, sie haben einfach auch die Richter nicht mehr bestätigt, so dass es jetzt nicht mehr arbeiten kann. Ein Sieg für Mugabe und ein weiteres trauriges Beispiel dafür, dass Rechtsstaatlichkeit weiterhin nicht prioritär ist bzw. abgewürgt wird, wenn das Ergebnis nicht passt. Finanziert hat dieses Tribunal übrigens die EU.   &lt;br /&gt;Zurück nach Beaufort West. Am nächsten Morgen verlassen wir die Nationalstrasse 1 und fahren eine kleinere über Aberdeen nach Graaf-Reinet. Die Karoo-Landschaft ist eintönig, es gibt auch keine großen Tankstellen mehr, diese gut organisierten Versorgungsbetriebe, auf denen man erstehen kann, was man für die Reise braucht und manchmal auch, was die Region zu bieten hat. &lt;br /&gt;Die Nationalstraßen sind hervorragend in Schuss, auch die nicht geteerten &lt;em&gt;gravel roads&lt;/em&gt; (eine sind wir bisher gefahren) werden gepflegt. Überall wird ausgebessert und verbreitert. Gibt es eine Baustelle, wird sie von mindestens acht Schildern angekündigt, bevor man von einer Fahnenschwenkerin endgültig zum Halten bewegt oder durchgewunken wird. Irgendwo muss es eine Verordnung geben, nach der diese Tätigkeit an Frauen vergeben wird. &lt;br /&gt;Wer den Film „Red Dust“ gesehen hat – aus Anlass der WM wieder im Fernsehen ausgestrahlt – erinnert sich vielleicht an die Einfahrt der Wagen der Wahrheits- und Versöhnungskommission in das Tal. Die Stadt rühmt sich, einer der historischen Glanzpunkte des Landes zu sein. Jedenfalls sind 200 Häuser unter Denkmalschutz gestellt, es gibt auch eine Reihe von Museen und mitten in der Stadt die alles überragende NG Kerk. Wir kommen gegen Mittag hier an, an einem Samstag. Eine ungünstige Zeit, wie sich herausstellt, denn die Museen sind bald zu. &lt;br /&gt;Die Dame im &lt;em&gt;Old Library Museum&lt;/em&gt; ermuntert uns zwar, noch schnell Eintritt zu zahlen, ist aber dann sehr hinterher, dass wir auch bald durch sind. Dabei interessiert uns der Raum über Robert Sobukwe, den Begründer des &lt;em&gt;Pan Africanist African Congress&lt;/em&gt;. Er wurde in Graff-Reinet geboren, war später auf Robben Island inhaftiert und hat anschließend als Rechtsanwalt in Kimberley gearbeitet. Seine Witwe soll noch in Graaf-Reinet leben. Die Bitte um eine Fotokopie eines langen Artikels aus der „Sunday Times“ über das heutige Graaf-Reinet und diesen berühmten Sohn der Stadt stösst allerdings auf komplettes Unverständnis.&lt;br /&gt;Auch in den anderen Städten und Museen (in Bloemfontein wurde der ANC begründet!) werden wir in den nächsten Tagen an berühmte schwarze Widerständler erinnert – der schwergewichtige deutsche Reiseführer von Iwanowski, der im vorderen Teil des Buch um Landeskundliches sehr bemüht ist, schreibt in den Absätzen über die meisten Städte eigentlich nur über  die europäische Siedlungsgeschichte. Dabei bieten auch Graaf-Reinet, Bloemfontein und  Kimberley township-Touren bzw. historische Spaziergänge an. In Bloemfontein ist noch zu spüren, dass der World Cup auch der Selbstpräsentation der Stadt auf die Sprünge geholfen hat. &lt;br /&gt;50 km nördlich von Graaf-Reinet und abseits der großen Straße liegt Nieu Bethesda, unser nächstes Ziel. Von trockenem Karoo-Charme spricht Iwanowski. Damit meint er offenbar vorwiegend die dort lebenden Weißen, die in diesem abgelegenen Tal u.a. Käse produzieren, Bier brauen, Gäste beherbergen und Läden betreiben. Zum Ort gehören aber auch 50 inzwischen afrikaanssprechende Xhosa und etwa 900 Coloureds. Arbeit für sie gibt es nur wenig, die wenigen Farmer haben ja schon ein paar Arbeiter auf ihrem Gelände, allenfalls für die Schafschur können sie noch mal jemanden gebrauchen. &lt;br /&gt;Ja, es gebe eine Schule, erfahren wir, aber die sei so schlecht, dass die Kinder, die später nach Graaaf-Reinet geschickt werden, oft nicht mal ihren Namen richtig schreiben können. Für die Lehrerinnen und Lehrer hat unsere Gesprächspartnerin nicht viel übrig. Ob sich überhaupt etwas geändert habe seit 1994? Eigentlich nicht. Und dabei ist die Camdeboo Municipality wie das ganze Eastern Cape fest in der Hand des ANC.&lt;br /&gt;Die bange Frage nach den Arbeitsmöglichkeiten beschäftigt uns bei der Anfahrt auf jeden Ort, wenn wir die großen townships sehen; viele Häuschen sind neu, eine Leistung der Regierung, aber wo sollen die Bewohner Arbeit finden? Viele Arbeitsplätze in der Dienstleistungs-industrie sind für unsere Verhältnisse schon mehrfach besetzt.   &lt;br /&gt;Das ist auch in Middleburg so, dem nächsten Ort. Am Sonntag wirkt das Stadtzentrum wie ausgestorben, niemand flaniert oder fährt Rad, einige Häuser sind regelrecht verrammelt. Nur vor den wenigen geöffneten (Lebensmittel-)Läden hängen schwarze Südafrikaner herum, Langeweile und Trostlosigkeit vertreibt aber auch das wohl nicht.&lt;br /&gt;Nach Middleburg ist die Reise erstmal zu Ende, unser rechte Hinterreifen ist total zerfetzt. Also auspacken und nachsehen, was sich unten im Kofferraum befindet. Derweil brausen die Autos mit 120 Stundenkilometern an uns vorbei. Von der sprichwörtlichen Hilfsbereitschaft ist nichts zu spüren. Wir schaffen es dann allein und verstehen am nächsten Tag beim Blick in die Zeitung, warum niemand angehalten hat: ein Reifenwechsel ist in Südafrika total normal, 12 Millionen Reifen verschleisst das Land pro Jahr. Das ist vermutlich Weltrekord…&lt;br /&gt;Also (es ist weiterhin Sonntag) nicht mehr über Seitenstraßen zum Gariep Dam (ehemals H.F. Verwoerd Dam), dem größten Stausee Südafrikas, sondern auf der Asphaltpiste schnurstracks nach Bloemfontein, laut Reiseführer die „Hochburg“ des Burentums. Melanie (siehe den nächsten Eintrag) zeigt uns auf dem Stadtplan die sehenswerten Gebäude und rät uns, die Strassen abzufahren. Wir aber fahren mitten hinein, weil wir das lieber zu Fuß machen wollen. Doch wir landen – gefühlt – nicht in einer Hochburg des Burentums, sondern in einer quirligen afrikanischen Stadt. Statt der schönen historischen Sandsteingebäude stechen die furchtbar hässlichen Bausünden der sechziger/siebziger Jahre ins Auge, die nun mit vielen Menschen, Kleinhandel und Straßengeschäften zu neuem Leben erwachen. Richtig gemütliches Sightseeing gelingt da nicht. &lt;br /&gt;Nächstes Ziel – inzwischen ist es Dienstag – ist Kimberley. Hier kann man nicht nur in das „große Loch“ schauen und etwas über das Diamantenfieber zwischen 1871 und 1914 lernen, wir lesen in einem der Museen auch von einem einst lebendigen Stadtviertel, in dem überwiegend Malaien und Inder wohnten. Es wurde dem Erdboden gleichgemacht, anders als in Kapstadts berühmten District Six wurden hier auch die religiösen Orte geschleift. Und wieder wurden wir an bedeutende Persönlichkeiten erinnert. Der Journalist und Autor Sol Plaatje hat hier gelebt; er war der erste Generalsekretär des ANC. Jetzt werden er und die Gewerkschafterin Frances Baard in den offiziellen Verwaltungsbezeichnungen gewürdigt.           &lt;br /&gt;In Kimberley wechselt unsere Expedition die Richtung: Ab Morgen geht es wieder zurück, Richtung Kapstadt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2529432592054959966?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2529432592054959966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/von-kapstadt-nach-kimberley.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2529432592054959966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2529432592054959966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/von-kapstadt-nach-kimberley.html' title='Von Kapstadt nach Kimberley'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-8073658743708771761</id><published>2010-08-20T14:24:00.005+02:00</published><updated>2010-08-20T14:33:34.910+02:00</updated><title type='text'>Matjiesfontein</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TG513ly5q9I/AAAAAAAAAD4/iux2q0_SPxc/s1600/L1000862.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TG513ly5q9I/AAAAAAAAAD4/iux2q0_SPxc/s320/L1000862.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5507468992219556818" /&gt;&lt;/a&gt;Der Reiseführer spricht von der „skurrilsten Übernachtungs-möglichkeit in Südafrika“. Recht hat er! Matjiesfontein wird in den Broschüren nur selten erwähnt – und als wir vor der N1-Autobahn abfahren, wissen wir auch, warum. Die Ortschaft besteht nur aus wenigen Gebäuden, vor allem aus einem: dem „Lord Milner Hotel“. &lt;br /&gt;Gebaut hat es der Schotte Jimmy Logan, der 1874 als junger Mann nach Südafrika kommt und in dem kleinen Nest Matjiesfontein an der Bahnlinie die Versorgung der Passagiere mit Lebensmitteln übernimmt. Bald ist Matjiesfontein ein beliebter Erholungsort für Kapstädter; während des Anglo-Buren-Krieges sind hier 10.000 britische Soldaten mit 20.000 Pferden stationiert, und das gerade gebaute „Lord Milner Hotel“ wird ein Lazarett für britische Offiziere. Dann gerät der Ort in Vergessenheit und wird erst 1968 aus dem Dornröschenschlaf gerissen: Das „Lord Milner“ wird restauriert, ist aber immer noch – siehe oben – ein leicht bizarrer Ausflug in die Geschichte. &lt;br /&gt;Der Eingang pompös mit viel rotem Teppich, der Portier in roter Uniform arbeitet schon 23 Jahre für das „Lord Milner“, die Dielen knarren für Jahrhunderte, die Honeymoon-Suite hat ein Badezimmer mit zwei(!) Wannen, ist aber ohne Heizung und mit einem Teppichboden ausgestattet, der vor einem halben Jahrhundert verlegt worden sein muß und augenscheinlich schon viel erlebt hat. Einige Jahrzehnte vorwegnehmend wurde das Bad aber schon mit einem Radioempfänger versehen, man kann wählen zwischen English, Afrikaans, Springbok und Musik. Der Balkon in Richtung Bahnhof ist riesengroß: Alles ist irgendwie skurril, auf koloniale Grandezza ausgelegt und doch nur spärlich bewohnt. Im Winter ist das Hotel kaum gebucht – wir zählen acht, neun Gäste. &lt;br /&gt;Beim Einchecken verspricht ein Zettel für nachmittags um sechs eine Stadtrundfahrt, und als wir nachfragen, heißt es: „Ja, wir können Jonny bitten, heute eine Tour zu machen.“ Es dürfte die kürzeste und abgedrehteste Stadtrundfahrt dieser Hemisphäre sein: Knapp zehn Minuten tuckern wir mit einem ausrangierten britischen Doppeldecker zweimal dieselben Straßen hinunter und hören vom Fahrer – „it’s show time“ – hundert Jahre alte Geschichten – und die von der britischen Königin, die nach dem Zweiten Weltkrieg im „Lord Milner Hotel“ teatime hatte (die Räume sind noch heute sehenswert). Big fun! Und Stimmenimitator ist Jonny auch noch: Zum Abschluß gibt’s eine Kostprobe von Eugene Terre’Blanche und Nelson Mandela.&lt;br /&gt;Ab 19 Uhr wird im Hotel das Dinner serviert: alle Tische sind mit Kerzen illuminiert, die Stühle etwas altersschwach, die Möbel wohl fast 100 Jahre alt. Die Damen der Bedienung tragen weiße Häubchen, die an die schwarzen Mammies aus „Vom Winde verweht“ erinnern. Der Reiseführer hatte von einer gnadenlos schlechten Erlebnisgastronomie geschrieben – aber das Karoo-Lamm ist excellent, ebenso das Steak. &lt;br /&gt;Der Barkeeper in der ebenso alten Bar des Hotels stammt auch aus Matjiesfontein. 370 Menschen leben hier, erzählt er – und sie leben für und mit dem Lord Milner“. Außer dem Hotel gibt es hier keine Arbeit. Nun ist der Besitzer in der vergangenen Woche verstorben, und niemand weiß so recht, wie es weitergeht. Eine Stiftung scheint Geld in das Dorf hineinstecken zu wollen – ein Spa und Konferenzzentrum ist geplant, und dreimal die Woche (wenn wir das richtig verstanden haben) halten Touristenzüge, Jonny macht seine Show, und die Bar bekommt Kundschaft. &lt;br /&gt;Dabei fällt dann alles mögliche aus der globalen Welt ab. Am Nachmittag fragt uns ein freundlicher Mann, ob er mit uns sprechen könne. Aus der Tasche zieht er einen Geldschein, 1 Dinar der Bank von Bahrein. Ob wir wüssten, wie viel das wert sei. Nein, aber das könne man dann doch im I… -  Ag ne, man, doch nicht in Matjiesfontein. Ob wir den Schein in Rand tauschen können? Wir geben ihm 10 und versprechen, jemanden zu fragen. Morgen wüssten wir dann, ob das zu wenig gewesen sei. Dann könnten wir ihm doch gleich 20 „bucks“ geben, dann müsse er morgen nicht wiederkommen. Die Logik ist bestechend, mit 20 Rand zieht er ab und erzählt noch von den ausländischen Münzen, die er gelegentlich von den Touristen bekommt.  &lt;br /&gt;Irgendwie kommen die Leute also über die Runden. Trotzdem will der Barkeeper das Hotel bald verlassen: Nein, in fünf Jahren werde er nicht mehr hier sein! Jungen Leuten wie ihm kann Matjiesfontein keine Zukunft bieten. Er hat schon ein Angebot, in der 25 Kilometer entfernten nächsten größeren Stadt zu arbeiten. Vielleicht will er auch in die Politik gehen – in die DA oder den ANC? Egal, sagt er, aber ich will etwas für meine Leute tun. Die, die bisher die Stimmen abgeräumt haben, haben nichts getan. Der letzte hatte einen Laden versprochen, aber dann doch nur eine „tavern“ aufgemacht. &lt;br /&gt;Das ist dann nicht mehr skurril, sondern eine alltägliche Erfahrung in Südafrika…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-8073658743708771761?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/8073658743708771761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/matjiesfontein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8073658743708771761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/8073658743708771761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/matjiesfontein.html' title='Matjiesfontein'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TG513ly5q9I/AAAAAAAAAD4/iux2q0_SPxc/s72-c/L1000862.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2112389612766747420</id><published>2010-08-20T14:23:00.001+02:00</published><updated>2010-08-20T14:24:37.099+02:00</updated><title type='text'>Aufbruch</title><content type='html'>Donnerstag, 19. August, 11.50 Uhr: Wir brechen zur ersten Expedition ins Landesinnere auf. Drei Wochen Kapstadt sind wie im Flug vergangen; jetzt wollen wir die große Stadt verlassen. Die erste Reise geht quer durch die Karoo in Richtung Kimberley – dort ist es jetzt tagsüber 27, nachts aber nur 2 Grad warm bzw. kalt. Mal sehen, wie uns das gefällt…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2112389612766747420?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2112389612766747420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/aufbruch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2112389612766747420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2112389612766747420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/aufbruch.html' title='Aufbruch'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2680879386987557578</id><published>2010-08-18T14:18:00.009+02:00</published><updated>2010-08-18T14:47:29.128+02:00</updated><title type='text'>Public Library</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGvRFJJJv-I/AAAAAAAAADw/XHp3cwylxQc/s1600/L1000852.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGvRFJJJv-I/AAAAAAAAADw/XHp3cwylxQc/s320/L1000852.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506724855674421218" /&gt;&lt;/a&gt;Die "Public Library" von Kapstadt liegt mitten in der Innenstadt, an der "Grand Parade", dem Platz vor dem Rathaus - zentraler gehts nicht. Wir haben das Gebäude beim Workshop des Instituts für Gerechtigkeit und Versöhnung zum erstenmal betreten - und fühlten uns in die Studentenzeit zurückversetzt. Großzügige Regale über drei Stockwerke (es war offensichtlich früher einmal eine alte Fabrikhalle - noch heute wird von der "Drill Hall" gesprochen), viele alte Bücher, sorgfältig eingebunden und mit Bibliothekszeichen versehen - und viele Schwarzafrikaner, die das Angebot nutzten, an den Lesetischen saßen und ihre Lektüre studierten. 40.000 Besucher zählte die Bibliothek im Jahre 2004 jeden Monat. Mit Hilfe einer amerikanischen Stiftung ist sie damals in die "Drill Hall" eingezogen. Vom Königreich der Mayas bis zur Volksrankheit Diabetes ist thematisch alles vertreten; ein spezielles Regal ist für &lt;em&gt;"Easy Reading"&lt;/em&gt; und damit wohl für die Anfänger reserviert.&lt;br /&gt;Geklaut wird vermutlich auch hier; am Eingang jedenfalls wird automatisch kontrolliert, und vor den Workshop-Räumen sitzt eine Wache - und weist uns flüsternd darauf hin, dass im nächsten Raum auch Internet-Computer zur Verfügung stehen. Lesen kann hier offensichtlich jeder; wer Bücher entleihen will, braucht einen Ausweis. Wenn Zeit dafür ist, werden wir die Bestände einmal genauer unter die Lupe nehmen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2680879386987557578?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2680879386987557578/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/public-library.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2680879386987557578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2680879386987557578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/public-library.html' title='Public Library'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGvRFJJJv-I/AAAAAAAAADw/XHp3cwylxQc/s72-c/L1000852.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5193081395841866090</id><published>2010-08-18T14:14:00.003+02:00</published><updated>2010-08-18T14:17:28.222+02:00</updated><title type='text'>Reconciliation Barometer und Open Society</title><content type='html'>Wie messbar ist der Zustand einer Gesellschaft? Diese Frage hat uns am Tag nach der Auszeichnung für Albie Sachs beschäftigt. Das &lt;strong&gt;Institute for Justice and Reconciliation&lt;/strong&gt; (IJR) hatte zu einem Workshop in die Public Library von Kapstadt eingeladen, um sein &lt;em&gt;Reconciliation Barometer&lt;/em&gt; zu diskutieren. Seit 2003 veröffentlicht das IJR dieses Barometer jedes Jahr und versucht so, den Stand der Versöhnung der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in Südafrika darzustellen. 3500 Leute, eine demographisch repräsentative Gruppe, werden dazu befragt. Wie sicher fühlen sich die Südafrikaner, wie viel Vertrauen haben sie in die Regierung, in die anderen politischen Institutionen, wie hoffnungsvoll sehen sie die wirtschaftliche Zukunft, wie sehen sie den Dialog der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, wie die Förderung bislang benachteiligter Rassen, wie die Geschichte Südafrikas? &lt;br /&gt;Aus all diesen Elementen setzt sich das Barometer zusammen, das zum Beispiel belegt, wie sehr die Stimmung der verschiedenen Volksgruppen von der wirtschaftlichen Lage und der Einschätzung der Zukunft abhängt – allerdings wohl eine Binsenweisheit, zu der man nicht unbedingt diese Befragung gebraucht hätte. Interessant aber, dass das Vertrauen ins Parlament und in die Regierung bei allen Gruppen in den vergangenen Jahren konstant immer weiter verloren gegangen ist. Nur noch 50 % alle Südafrikaner glauben, dass die politische Führung richtig handelt; vor sechs Jahren waren das noch 68 %. Interessanterweise war dieser Prozentsatz bei den &lt;em&gt;Whites &lt;/em&gt;2003 beim ersten Barometer sehr niedrig und hatte sich bis 2006 fast verdoppelt, ist dann aber wieder gesunken; bei den &lt;em&gt;Blacks &lt;/em&gt;hat die Zustimmung zur Regierung seit 2004 kontinuierlich abgenommen.&lt;br /&gt;Der Workshop sollte nun diskutieren, wie dieses Barometer weiterentwickelt werden könnte – aber leider war die Diskussion sehr akademisch-abgehoben und sehr „weiß“ – und man kann in der Tat heute ja durchaus fragen, wie wichtig das Stichwort „Versöhnung“ für einen 16jährigen Schwarzen überhaupt noch ist, der von der Apartheid selbst nichts mehr mitbekommen hat.&lt;br /&gt;Am Abend des gleichen Tages lernten wir den nächsten Index kennen: &lt;em&gt;The Open Society Monitoring Index&lt;/em&gt;. Im Oppenheimer-Raum des Afrikanistik-Seminars der University of Cape Town stellte die gleichnamige Stiftung dieses neue Instrument: Der Index soll den Stand der Demokratie in Südafrika widerspiegeln. Mamphela Ramphele – eine der intellektuellen Stars des Landes – kritisierte bei dieser Gelegenheit einmal mehr die Medienpolitik der Regierung. Der „free flow of information“ ist eines der zentralen Kriterien des Indexes für den Stand der Demokratie, die anderen beiden sind das Vertrauen in die Regierung und die Möglichkeit, sie für ihre Taten verantwortlich zu machen, sowie „the rule of law“ – also die Möglichkeit, seine Interessen aufgrund von Gesetzen auch einzuklagen.&lt;br /&gt;25 Fachleute waren eingeladen worden, die einzelnen Bereiche wie mit Schulnoten zu bewerte. Das Ergebnis: Südafrika ist Durchschnitt – keines der Kriterien wurde bei einer Skala von 1 (miserabel) bis 10 (ausgezeichnet) besser als mit 6,0 bewertet; einzige Ausnahme: das Kriterium „Freie und faire Wahlen“ erhielt die Note 7,4. Die Unabhängigkeit der Justiz wurde dagegen besonders kritisch gesehen: nur 3,4 Punkte; der Wille der Politik, diese Unabhängigkeit zu wahren, wurde sogar nur mit der Note 2,8 bewertet. &lt;br /&gt;Insgesamt also kein berauschendes Bild – aber ein weiterer Beleg dafür, dass die Zivilgesellschaft in Südafrika ziemlich stark ist und sich einem Abbau demokratischer Rechte nicht kampflos gefallen lässt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5193081395841866090?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5193081395841866090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/reconciliation-barometer-und-open.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5193081395841866090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5193081395841866090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/reconciliation-barometer-und-open.html' title='Reconciliation Barometer und Open Society'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4755398919592947121</id><published>2010-08-16T15:00:00.003+02:00</published><updated>2010-08-16T15:05:03.301+02:00</updated><title type='text'>Alltagserfahrungen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Strom&lt;/strong&gt; kommt auch in Südafrika aus der Steckdose. Aber nicht unbedingt automatisch aus der Leitung. Er kommt in vielen Haushalten nur, wenn man zuvor Einheiten erworben hat. Man geht in einen Laden, gibt seine Kundennummer an, bezahlt (zum Beispiel) 300 Rand, bekommt einen Code, den man zuhause eintippt. Das Gerät sollte man gut im Auge behalten, umso mehr, als die Uhr nun schneller läuft, da die Strompreise gerade erst kräftig erhöht wurden. Die Regierung hat notwendige Investitionen verschleppt, nun müssen schnell neue Kraftwerke gebaut werden. Dazu wurde ein Weltbankkredit beantragt (und bewilligt), dazu werden aber auch die Stromkunden zur Kasse gebeten. &lt;br /&gt;Von einem indischen Restaurant in der Kloofnek Road haben wir am Freitag abend beobachtet, dass in der Küche beschäftigte Frauen (die alle Plastikhauben tragen) zum gegenüber liegenden Laden (Friendly Shoppe) liefen, aber weder Brot noch irgendwie sonst etwas Erkennbares erwarben. Möglicherweise sollten sie „Strom“ kaufen. Kurze Zeit später gingen nämlich die Lichter aus, der Kellner räumte - leicht verlegen - ein, man habe offenbar versäumt, rechtzeitig Einheiten zu erwerben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geld&lt;/strong&gt; kann man an Automaten (ATMs) ziehen. Entweder bei der Bank, aber auch in verschiedenen Geschäften. In letzteren kann man nur 1000 Rand (100 Euro) ausgezahlt bekommen, dafür aber auch sein Handy aufladen. „Air Time“ heisst das, und ist ein ganz begehrtes Gut. Von Wissenschaftlern der Universität Kapstadt befragt, artikulierten Jugendliche im Township Du Noon ihren Wunsch nach „Air Time“, von den Forschern flugs als moderner Ausdruck von Hunger bzw. als Wunsch der Teilhabe an Modernität interpretiert. Jedenfalls gibt es mehr &lt;strong&gt;cell phones&lt;/strong&gt; als Festnetzanschlüsse (durchaus auch ein Sinnbild für das Versagen des Staates in Afrika), während handys weit verbreitet sind und inzwischen auch erfolgreich für Bankgeschäfte überhaupt genutzt werden können. Wir staunen, dass selbst Studenten blackberrys haben… &lt;br /&gt;Geldautomaten müssen natürlich auch wieder aufgefüllt werden, und das ist in Südafrika ein aufregender Vorrang. Als wir jüngst zum nahegelegenen Lifestyle Center spazieren, einer Art Mini-Shopping Mall, kreuzte uns ein Mann in Kampfanzug und mit Maschinengewehr. Natürlich dachten wir eine Sekunde an Kino, aber der Mann bezog Position vor dem netten kleinen Schreibwarenladen. Eine weitere Sekunde später erinnerten wir uns an einen Bericht im politischen Magazin „On Assignment“ (eine der ganz wenigen, wenn nicht die einzige sehenswerte Sendung des südafrikanischen Fernsehens SABC) über brutale Überfälle auf Geldtransporte. Und dann sahen wir auch das verbarrikadierte Gefährt auch auf der Straße stehen.       &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Buchläden&lt;/strong&gt; sind eher selten. Kapstadt hat aber zwei ganz hervorragende, die auch häufig Lesungen anbieten, einmal Kalk Bay Books und zum anderen die Booklounge in der Innenstadt. Und natürlich existiert auch immer noch Clarke’s in der Long Street. Exclusive Books gibt es im ganzen Land (und inzwischen auch in anderen afrikanischen Ländern) - nicht schlecht, aber eben auch mit einem zentral gesteuerten Angebot. Ich erinnere mich noch gut an den Ausgangspunkt, den „linken“ Buchladen im damals (1991) trendigen Johannesburger Stadtteil „Hillbrow“. &lt;br /&gt;Im Lifestyle Center  gibt es auch einen kleinen Laden von „Exclusive Books“. Wie andere Buchläden auch, überarbeitet er gerade sein Sortiment, die verbilligten Bücher werden auf einer Art Tapetentisch vor dem Laden angeboten. Macht der Laden zu, werden sie nicht etwa hereingetragen; vielmehr werden Pappen darüber ausgebreitet - und über alles soll dann eine Frau wachen. Die aber findet das ziemlich langweilig und blickt lieber auf den kleinen Bildschirm ihres cell phones.          &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Menschen statt Maschine&lt;/strong&gt;. Im Keller des Lifestyle Centers ist eine (drei Stockwerke) tiefe Garage. An der Einfahrt gab es einst einen Automaten, aus dem man ein Ticket zog. Der Automat ist seit ungefähr zwei Jahren defekt. Seitdem sitzt dort ein Mensch, meist eine Frau, und schreibt erst mit der Hand die Zeit auf das Ticket und hält dann eine „disc“ an einen kleinen Kasten, was wiederum auslöst, dass die Schranke angehoben wird. In einem Land mit fast vierzig Prozent Arbeitslosigkeit ist das ziemlich erfreulich. &lt;br /&gt;Heute abend um 19.41 hatte die Einleserin aber die Füsse hochgelegt und schlief fest. Unsere freundliche Ansprache weckte sie keinesfalls auf. Also hielten wir die Disc selbst an den Kasten, die Schranke ging nach oben. Was unsere Worte nicht vermochten, löste das elektronische Signal aus: sie machte die Augen auf und schrieb uns ein Ticket. Um gleich darauf die Augen wieder zuzumachen. Die nächste Einparkerin verdrehte uns gegenüber die Augen, musste aber auch etwas schmunzeln.       &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Diebe&lt;/strong&gt; haben es in der Innenstadt (CBD genannt) nicht mehr so leicht, es gibt nicht nur Überwachungskameras, sondern auch an jeder Ecke Wachpersonal, zu Fuss, per Rad und manchmal auch zu Pferde. Dennoch sah Ekkehard auf einmal einen Finger an seiner Kleidung entlangfahren und machte gerade noch rechtzeitig eine abschreckende Bewegung, woraufhin der Mann Leine zog. Alles war gut gegangen, doch das Straßenleben war nun anders. Die uns als nächstes begegnende Frau merkte an: That man has been following you. Daraufhin sagte der Türsteher des gegenüberliegenden Hotels: „Der hatte es auf sie abgesehen, ich habe ihn genau beobachtet.“ Den Mann festzuhalten und zu klären, ob etwas gestohlen worden war - das hatte niemand als wichtig erachtet  Stattdessen nahm sich der kräftige schwarzeTürsteher einen kleineren farbigen Mann mit Leuchtweste vor: „Hier, sag den Leuten von deiner Organisation, von der Stadt, dass sie ihre Arbeit nicht tun, dass sie nicht aufpassen.“ Doch der war nur für die Reinigung eingeteilt, dem Hotelmann sprachlich nicht gewachsen, aber doch seiner begrenzten Rolle so sicher, dass er kehrend von dannen zog.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4755398919592947121?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4755398919592947121/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/alltagserfahrungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4755398919592947121'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4755398919592947121'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/alltagserfahrungen.html' title='Alltagserfahrungen'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-920235633942416180</id><published>2010-08-16T14:58:00.000+02:00</published><updated>2010-08-16T14:59:46.920+02:00</updated><title type='text'>Lesen!</title><content type='html'>Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Büchern von europäischen bzw. amerikanischen Journalisten bzw. Schriftstellern, die in afrikanischen Ländern aufgewachsen sind. Alexandra Fuller (Let’s don’t go to the dogs tonight, deutsch: Unter afrikanischer Sonne) schildert sehr lakonisch  und faszinierend, wie sich ihre Eltern in Rhodesien/Simbabwe durchgeschlagen haben. Aminatta Forna, die in Schottland geboren und in Sierra Leone groß geworden ist, hat in The Devil That Danced on the Water (deutsch: Tanz mit dem Teufel) über ihre Familie geschrieben, ein ebenfalls sehr schönes Buch. Nun liegt ein drittes wunderbares Werk dieses Genres (half memoir, half travelogue) vor: Douglas Rogers erzählt in The Last Resort von seinen Eltern, die im Simbabwe Robert Mugabes ebenso störrisch wie stoisch an ihrer Lodge festhalten. &lt;br /&gt;Touristen kommen nicht mehr, aber das Ehepaar Rogers beherbergt auf seinem Land die unterschiedlichsten Menschen: vertriebene Farmer und verfolgte Angehörige der Opposition, aber auch Angestellte des Elektrizitätswerks, die dafür sorgen können, dass die Versorgung einigermaßen funktioniert. Zwischendurch fungiert das verpachtete Restaurant mit den Chalets auch als Adresse für Schäferstündchen von verheirateten Simbabwern mit ihren Freundinnen oder Prostituierten, und kurzzeitig wird es zum beliebten Ausflugslokal einer durch Diamantenhandel gut betuchten und schicken Jugend. Zusätzlich müssen die beiden Rogers’ auch noch zwischen Geldwechslern, Regierungsfunktionären, jugendlichen Schlägern und selbsternannten, aber undurchsichtigen Beschützern navigieren. Und immer wieder erfahren diese weißen Simbabwer Unterstützung von schwarzen Landsleuten. &lt;br /&gt;Wer an Simbabwe bzw. an Afrika interessiert ist, wer wissen möchte, wie man unter bizarren Umständen (über-)lebt oder einfach nur ein hinreißendes Buch lesen will - Amazon macht’s möglich. Und vielleicht findet sich ja auch in diesem Fall ein deutscher Verlag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-920235633942416180?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/920235633942416180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/lesen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/920235633942416180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/920235633942416180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/lesen.html' title='Lesen!'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4909019722686462640</id><published>2010-08-16T14:55:00.001+02:00</published><updated>2010-08-16T14:57:53.640+02:00</updated><title type='text'>Ein Preis für Albie Sachs</title><content type='html'>Bischof Tutu haben wir schon dreimal bei offiziellen Anlässen gesehen: auf der Buchmesse, bei „Dance for All“ und jetzt erfreulicherweise schon wieder, am Mittwoch abend, bei einer Preisverleihung für den Verfassungsrichter Albie Sachs. Das Institute for Justice and Reconciliation zeichnete Sachs mit seinem „Reconciliation Award“ aus und feierte dies mit einer Veranstaltung im Konferenzzentrum des Botanischen Gartens Kirstenbosch. Und da wir das Institut früher oft besucht haben, waren wir auch auf die Einladungsliste.&lt;br /&gt;Albie Sachs ist eine beeindruckende Persönlichkeit: Schon mit 17 Gegner der Apartheid, wurde er mehrfach gebannt und kam 168 Tage in Einzelhaft, ging dann 1966 ins Exil und arbeitete dort eng mit der ANC-Führung zusammen. 1988 pflanzte die Apartheid-Regierung eine Bombe in sein Auto in Mosambik; bei dem Anschlag kam er fast ums Leben. Er verlor einen Arm, ein Auge und musste vieles erst wieder mühsam lernen. Sein Buch „The soft vengeance of a freedom fighter“, das er darüber schrieb (deutsch „Die sanfte Rache eines Freiheitskämpfers“), gehört zu den bewegendsten Büchern, die ich gelesen habe – ein „must read“! Als Sachs 1990 nach Südafrika zurückkehrte, gehörte er bald zu den Vätern der neu erarbeiteten Verfassung, und erst 2009, mit 74 Jahren, ging er als Verfassungsrichter in Pension – widerstrebend, wie eine Kollegin in Kirstenbosch erzählte.&lt;br /&gt;Es war ein Erlebnis, ihn live zu erleben (Renate hatte Anfang der neunziger Jahre an einem Seminar der FES mit ihm teilgenommen). Es sei schon paradox, für gute Taten ausgezeichnet zu werden, meinte Sachs, denn schließlich mache man das ja nicht wegen einer Auszeichnung. Den Preis nehme er aber trotzdem gern entgegen: „It’s lekker to be appreciated.“ Gleichzeitig sei er aber traurig, weil er vielleicht zum letzten Mal mit Desmond Tutu öffentlich auftreten könne (Tutu hatte jüngst seinen Rückzug aus dem öffentlichen Leben angekündigt). Und er bat das Publikum um &lt;em&gt;standing ovations&lt;/em&gt; für den Erzbischof. Das stand dafür gerne auf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4909019722686462640?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4909019722686462640/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/ein-preis-fur-albie-sachs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4909019722686462640'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4909019722686462640'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/ein-preis-fur-albie-sachs.html' title='Ein Preis für Albie Sachs'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-1994832779020554620</id><published>2010-08-14T14:11:00.004+02:00</published><updated>2010-08-14T14:19:46.967+02:00</updated><title type='text'>Abenteuer Telekom-Hotline</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGaJGbyXguI/AAAAAAAAADo/QOHtxnwT9iA/s1600/L1000827.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGaJGbyXguI/AAAAAAAAADo/QOHtxnwT9iA/s320/L1000827.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5505238338138243810" /&gt;&lt;/a&gt;Ein glückliches Gesicht: Renate ist es gerade gelungen, eine e-Mail abzusetzen – die Freude ist groß. Seit drei Wochen sind wir nun in Kapstadt, seit drei Wochen schlagen wir uns mit der Telekom herum, um Zugang zu unseren Mails zu bekommen, und erst seit einigen Tagen haben wir einen &lt;em&gt;work-around&lt;/em&gt; gefunden, der uns halbwegs hilft.&lt;br /&gt;Das Problem lässt sich in drei Teile gliedern, und nur in einem Punkt ist die Deutsche Telekom vollkommen unschuldig: Der Internet-Zugang in der Bath Street ist nicht ganz einfach. Es gibt einige W-Lan-Netze in der Nachbarschaft, und eines von dem benachbarten Guesthouse ist ungesichert – unser bei Skyrove erworbener Zugang ins Internet. Leider reicht der Sender gerade bis zum Hauseingang, manchmal nur bis zur Grundstücksgrenze, und die Übertragungsrate ist entsprechend schwach. Bis man sich da ins weltweite Netz eingewählt hat, dauert es – und manchmal ist das Netzwerk auch ganz verschwunden.&lt;br /&gt;Da loben wir uns die Internet-Cafés. In dem des Lifestyle Centers sind wir bereits Stammgast, werden mit Handschlag begrüßt und haben eine Abo-Karte. Seine Mails aber nur per Webmail der Telekom lesen zu können, treibt einen über kurz oder lang mit Sicherheit in den Wahnsinn. Das konnte kein Dauerzustand sein. Und jetzt kommen die anderen beiden Problemfelder zum Tragen, bei denen die Telekom eine ziemlich unrühmliche Rolle spielt.&lt;br /&gt;In Hamburg hatten wir extra einen Feldversuch gestartet und Mails mit unseren Netbooks in einem Hotel mit W-Lan abgerufen – problemlos. Als wir dasselbe in Kapstadt probieren wollten, tat der Telekom-Server so, als ob er unsere beiden Mailkonten nicht kennen würde. Eine Mail an die T-Online-Hotline brachte die Standard-Antwort, mit hilfreichen Angaben, welche Daten zum Abruf der Mails eingegeben werden müssen. Auf die zweite Mail, dass wir dies alles bereits machten, aber der gewünschte Erfolg ausgeblieben sei, kam die zweite Standard-Antwort desselben Inhalts, nur diesmal mit Bildern. Auf die dritte Mail, dass dies wenig hilfreich sei, kam die dritte Hotline-Antwort, das Problem sei zu vielschichtig, und wir mögen doch anrufen. &lt;br /&gt;In den Tiefen des Internets findet sich auch eine Nummer, die die T-Online-Hotline extra für Auslands-Anrufe geschaltet hat. Drei Tage lang haben wir versucht, sie zu erreichen – immer ertönte das Besetzzeichen. Abends um 23 Uhr hatte ich dann immerhin die Tonschleife im Ohr, dass zur Zeit alle Kundenberater ins Gespräch vertieft seien und man nur etwas Geduld haben möge; der nächste Berater sei bereits für uns reserviert. Das wurde nach zehn Minuten allerdings auch etwas monoton, und ich gab auf. &lt;br /&gt;Wer immer einmal die Hotline der Telekom erreichen will, hier ein heißer Tip: Nachts gegen 3 Uhr sind die Chancen, nicht nur mit Automaten zu reden, am größten. Vor einigen Tagen gelang uns um diese Zeit der Durchbruch: Herr Kruse lieh uns für unser Problem sein Ohr. Auf den Hinweis, die notwendigen Daten seien alle korrekt eingegeben, war allerdings auch er erst einmal ratlos. Weitere Hilfe sei nur am lebenden Beispiel möglich, und damit war der persönliche Kontakt mit der Hotline unter Hinweis auf die schwache Sendleistung unseres Guesthouse-W-Lans beendet.&lt;br /&gt;Ganz untätig waren wir in der Zwischenzeit allerdings auch nicht gewesen. Googlemail hatte keine Schwierigkeiten, Konten in Kapstadt abzurufen, und unter Aufbietung aller Recherchekünste war es im Kundencenter von T-Online gelungen, für meine Mails eine Umleitung auf ein Googlemail-Konto einzurichten – allerdings musste ich dazu erst ein E-Mail-Paket bei der Telekom buchen, das mir gegen eine geringe Gebühr meine Mails jetzt noch sicherer macht. Für Renates Mail sagte der Telekom-Computer aber trotz aller Versuche hartnäckig, wir hätten kein Recht, eine Umleitung einzurichten. &lt;br /&gt;Also neue Mails an die Hotline, die Abhilfe versprach und meinte, am 10.8. sollten wir eine Umleitung einrichten können. Pustekuchen. Neue Mails, neue Ankündigung – und siehe da, seit zwei Tagen haben wir auch für Renates Konto eine Umleitung. Mittlerweile ist die erste Umleitung sogar überflüssig geworden, weil der Telekom-Server mich mittlerweile auch von Kapstadt aus akzeptiert. Warum er dafür so lange gebraucht hat, weiß vermutlich nur die Telekom, und vielleicht nicht einmal die. &lt;br /&gt;Nur damit Ihr so wisst, was wir in den ersten drei Wochen Kapstadt so alles getrieben haben…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-1994832779020554620?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/1994832779020554620/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/abenteuer-telekom-hotline.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1994832779020554620'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/1994832779020554620'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/abenteuer-telekom-hotline.html' title='Abenteuer Telekom-Hotline'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TGaJGbyXguI/AAAAAAAAADo/QOHtxnwT9iA/s72-c/L1000827.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-5574837193724817244</id><published>2010-08-08T15:50:00.004+02:00</published><updated>2010-08-08T16:00:04.234+02:00</updated><title type='text'>Cape Town Film Studios</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF63-3w_I2I/AAAAAAAAADg/QdkKkjD5tTo/s1600/L1000813.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5503038085442511714" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF63-3w_I2I/AAAAAAAAADg/QdkKkjD5tTo/s320/L1000813.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Hollywood arrives in Cape Town&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;… das meldete 2003 die gediegene &lt;em&gt;British Broadcasting Corporation&lt;/em&gt;. In dem Bericht sparten damals weder der (damalige) Premierminister Rasool noch das &lt;em&gt;Dreamworld Film City Konsortium&lt;/em&gt; mit großen Worten: 8.000 Arbeitsplätze sollten entstehen, in einer Art „Marshallplan“ Südafrikaner für das Filmgewerbe qualifiziert werden. Die Eröffnung war für 2005 vorgesehen. Doch nichts geschah; bei unseren nachfolgenden Besuchen konnten wir immer nur auf das feuchte Gelände gegenüber dem großen und armen Khayelitsha verweisen.&lt;br /&gt;Seit zwei Jahren gibt es einen neuen Anlauf, und nun waren wir am Freitag zur &lt;em&gt;sneak preview&lt;/em&gt; eingeladen! Zum ersten mal bekamen einige Film- und Pressemenschen zu sehen, wie weit die Filmstudios sind: mächtige Hallen sind entstanden und mächtig beeindruckend war auch, was wir bei der Führung zu sehen bekamen. Unser Freund Nico Dekker, CEO und gerade zurück aus Hollywood, steckte viele Gäste mit seinem Enthusiasmus an.&lt;br /&gt;Von der Autobahn sieht man schon zwei große Hallen, und wenn man auf die Straße nach Stellenbosch abgebogen ist und das Gelände erreicht hat, sind alle vier im Blick. Einige Büros sind bereits bezogen, die Schmink- und die Star-Garderoben werden gerade möbliert, die Hallen-Technik ist eindrucksvoll: 16 Meter hoch, schalldicht, eine mächtige Aircondition – das kann mehr als die britischen Pinewood-Studios, in denen die Bond-Filme entstanden sind.&lt;br /&gt;Und fast an jedes Detail wurde gedacht: Plug &amp;amp; Play heisst das, die ebenso launischen wie kühl kalkulierenden Filmbosse müssen ja anbeißen.&lt;br /&gt;Obwohl noch fast alles nicht fertig ist, hat die erste Produktionsfirma schon mit der Arbeit begonnen. Den Herren gefällt es, dass sie auf der einen Seite auf den Tafelberg und auf der anderen Seite auf die Berge von Somserset West blicken können. Die offizielle Eröffnung der Studios sollte erst Anfang, dann Ende Oktober sein, wird aber wohl jetzt doch wohl erst im kommenden Februar stattfinden, weil viele der „big shots“ (damit ist auch der Präsident nebst Ehefrauen gemeint) für den Oktober schon ausgebucht waren. Zu tun ist bis dahin jedenfalls noch eine ganze Menge, aber schon jetzt ist deutlich, dass dieses Studio für die Filmindustrie Südafrikas ein Quantensprung nach vorn ist. Das gibt es auf dem afrikanischen Kontinent noch nicht. Und mit den vier Produktionshallen ist es nicht getan: Mehr als 100 Filmfirmen haben bereits ihr Interesse bekundet, sich auf dem Gelände anzusiedeln – das wird die Phase 2 des Projektes sein. Und Phase 3 ist auf dem Reißbrett auch schon geplant: Wohnhäuser und Appartement-Blocks sollen das Gelände zu einer richtigen Filmstadt machen. Die BBC-Meldung stimmte also - nur der Zeitpunkt war etwas verfrüht...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-5574837193724817244?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/5574837193724817244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/cape-town-film-studios.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5574837193724817244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/5574837193724817244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/cape-town-film-studios.html' title='Cape Town Film Studios'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF63-3w_I2I/AAAAAAAAADg/QdkKkjD5tTo/s72-c/L1000813.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-2929972170835017260</id><published>2010-08-08T15:45:00.003+02:00</published><updated>2010-08-08T15:50:44.956+02:00</updated><title type='text'>Neighbourgoods Market</title><content type='html'>Das Wort "Woodstock" ist ja bei uns eigentlich anders besetzt, aber hier in Kapstadt ist das ein älterer Stadtteil – nicht direkt beim Zentrum, nicht besonders fein, eher ein gemischtes Viertel. An der Hauptstraße gibt es viele Händler &amp;amp; Handwerksbetriebe. Samstags ist vieles verrammelt, dafür stehen aber kilometerlang Mittelklassewagen am Strassenrand. Das liegt an der Old Biscuit Mill Factory, einem ehemaligen Fabrikgelände, in dem nun Kunsthandwerk und Antiquitäten verkauft werden. Gleich nebenan ist jeden Samstag ein Markt, der so viele Menschen anzieht, dass man im Gedränge kaum voran kommt. &lt;br /&gt;Die &lt;em&gt;parking guards&lt;/em&gt; hatten alle Hände voll zu tun, die Fahrer in nur ihnen bekannte Parklücken einzuweisen. Halb Kapstadt schien heute dort zu sein – das halbe weiße Kapstadt: Coloureds and Schwarze waren nur vereinzelt zu sehen. Der &lt;strong&gt;Whatiftheworld Neighbourgoods Market&lt;/strong&gt; ist vor allem eine Fressmeile. Französischer Käse, hausgemachte Terrinen, Apfelstrudel, Döner, Wein, Limoncello, hauchdünne Pizzas auf  Holzplatten, Wraps, selbst eingemachte südafrikanische Marmelade, Honig, Sushi, Fisch – "everything sold here is organic, eco-friendly, handpicked, caught this very morning", sagen die Werbetexte.&lt;br /&gt;Als wir etwas Käse kaufen wollten, grüßte uns der deutsche Generalkonsul – er stand vor uns in der Schlange. Er empfahl uns gegenüber Käse von einem Stand gegenüber, den weltbesten Brie, hergestellt in KwaZulu-Natal …aber der Stand war heute nicht aufgebaut, Winterferien.&lt;br /&gt;Der Markt ist ein Erlebnis – aber durchaus so teuer wie der Isemarkt in Hamburg. Das erklärt dann wohl die etwas einseitige Zusammensetzung der Kunden. In den Käse kann man sich reinlegen, nicht zu reden von der mit Brandy veredelten Wildterrine…&lt;br /&gt;www.neighbourgoodsmarket.co.za&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-2929972170835017260?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/2929972170835017260/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/neighbourgoods-market.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2929972170835017260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/2929972170835017260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/neighbourgoods-market.html' title='Neighbourgoods Market'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-7928816433863001647</id><published>2010-08-08T15:35:00.004+02:00</published><updated>2010-08-08T15:45:36.964+02:00</updated><title type='text'>Den öffentlichen Raum zurückerobern</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF60wR-fMyI/AAAAAAAAADQ/nswI3-e6gdM/s1600/L1000802.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5503034536245539618" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF60wR-fMyI/AAAAAAAAADQ/nswI3-e6gdM/s320/L1000802.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;Kapstadt hatte während der WM auch eine Fanmeile: von der Grand Parade, dem Platz vor dem Rathaus, bis hin zum neuen Stadion in Green Point. Da war während des World Cups viel los; selbst Nichtfussballfans haben das entspannte Miteinander im öffentlichen Raum genossen. Denn das gibt es im Alltag sonst selten. Im „Normalfall“ bewegt sich die weiße Mittelschicht von einem mindestens eingezäunten, häufig von Kameras überwachten, vielfach sogar einzeln bewachten Gelände im eigenen Auto zum nächsten (etwa vom eigenen Haus zum Büro oder zur Shopping Mall). Wer von den &lt;em&gt;townships&lt;/em&gt; der Schwarzen oder der Coloureds in die Stadt will, fährt meist „Taxi“: mit Minibussen, die sehr voll, aber nicht sehr sicher sind und deren Fahrer es meist sehr eilig haben. Die Weltmeisterschaft hat nun einen Schub gebracht, endlich erste Routen für ein öffentliches Busnetz einzurichten.&lt;br /&gt;Der Spaziergang über die Fanmeile ist auch jetzt eine Freude. Es sind nur wenig Menschen unterwegs, aber alles ist ordentlich angelegt und enthält vor allem ein Versprechen: ein nichtkommerzialisierter öffentlicher Raum. Warum hat man die Brücken über die vielbefahrene Buitengracht bloß nicht früher gebaut? Vor dem Stadion sehen wir dann die erste Busstation. Wow! Gegen Wind und Wetter geschützt, kann man dort ein- und aussteigen. Außer ein paar Arbeitern ist zwar niemand da, aber die Strecke ist ja auch noch nicht in Betrieb; es wird, so sehen wir später, an anderer Stelle noch gebaut. Schon jetzt aber hat Green Point, so heißt dieser Teil Kapstadts, mächtig gewonnen.&lt;br /&gt;Wenn es gelingt, ein öffentliches Bussystem so stark zu machen, dass auch der ständig wachsende Individualverkehr mit seinen elenden Staus zurückgedrängt werden kann, dann ist wirklich etwas gewonnen. Apartheid war ja auf Trennung angelegt, hier könnten nun in mehrfacher Hinsicht neue Verbindungen entstehen. Das wäre wirklich die vielbeschworene und im politischen Alltag längst als Waffe benutzte „Transformation“.&lt;br /&gt;Befahren wird derzeit nur die Strecke vom Gebäude der Stadtverwaltung zum Flughafen, die Busse sind meist leer, aber ein Anfang ist gemacht. Die Linie soll bis nach Atlantis, weit im Norden der Stadt, verlängert werden.&lt;br /&gt;Atlantis - das ist eine Geschichte für sich. Die Apartheidbürokraten begannen 1977 dort eine neue Stadt aus dem Boden stampfen, um Coloureds dorthin zu locken bzw. auszusiedeln und Industrie anzusiedeln. 2010 sollten dann eine halbe Million Menschen in Atlantis leben. Was man heute dort sieht, ist das Scheitern dieser Art von &lt;em&gt;social engineering&lt;/em&gt; - ein trauriger und trostloser Ort, an dem Betriebe eher schließen als neu entstehen.&lt;br /&gt;Dass nun dorthin die erste Buslinie eingerichtet wird, hat den ANC auf den Plan gerufen, den es ohnehin wurmt, dass in der Kapprovinz nun die Democratic Alliance unter Helen Zille regiert. Die Entscheidung zeige ein weiteres Mal den rassistischen Charakter der DA: Der größere Bedarf an öffentlichen Transportmöglichkeiten sei doch im riesigen, ganz überwiegend schwarzen Khayelitsha im Osten der Stadt. Doch dorthin gibt es immerhin eine Bahnlinie. Gerade erst, eigentlich muss es heißen: endlich, ist der Bahnhof von Kapstadt renoviert worden. Hell und freundlich sieht er nun von innen aus, und die Fliesen sind so blank, dass man dort sogar ausrutschen kann, hat uns eine stolze Kapstädterin gewarnt. In der kommenden Woche werden wir uns das einmal anschauen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-7928816433863001647?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/7928816433863001647/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/den-offentlichen-raum-zuruckerobern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7928816433863001647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/7928816433863001647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/den-offentlichen-raum-zuruckerobern.html' title='Den öffentlichen Raum zurückerobern'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TF60wR-fMyI/AAAAAAAAADQ/nswI3-e6gdM/s72-c/L1000802.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4146534815861789280.post-4469743010271929649</id><published>2010-08-05T12:28:00.009+02:00</published><updated>2010-08-05T12:46:30.487+02:00</updated><title type='text'>Gertrud</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TFqTwAtKQ2I/AAAAAAAAADI/9Ds4R5C73UE/s1600/L1000775.JPG"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 320px; FLOAT: left; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5501872347818902370" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TFqTwAtKQ2I/AAAAAAAAADI/9Ds4R5C73UE/s320/L1000775.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman;"&gt;Gertrud macht dienstags in der Bath Street sauber – auch für sie war die Fußball-WM ein großes Ereignis für Kapstadt: „Die Stadt war voller Menschen!“ Gertrud wohnt in Kayelitsha, einem großen Township ungefähr 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Sie ist erstaunt, dass wir es kennen und sogar schon dort gewesen sind – für die meisten Weißen sind die Townships unbekanntes Gebiet. Drei Kinder hat sie, die Tochter studiert an der Universität von Kapstadt - das kostet 2.100 Rand Gebühren im Jahr. Sie aufzubringen, ist jedes Jahr schwierig.&lt;br /&gt;Auf dem Weg zur Arbeit muss Gertrud zweimal das Sammeltaxi wechseln, eine Tour kostet sie 21 Rand. Seit der Fußball-WM gibt es zwar auch eine städtische Buslinie, aber mit der wäre sie länger unterwegs, und sie ist auch noch einen Rand teurer: Da bleibt sie lieber bei den Sammeltaxis.&lt;br /&gt;In der Presse wurde gerade eine Untersuchung zitiert, nach der Südafrika in einer Statistik weltweit führend ist: In keinem anderen Land geben die Leute soviel Zeit und einen so großen Anteil ihres Einkommens für den Weg zur Arbeit aus. Bei Getrud ist es ein knappes Drittel. Die Infrastruktur ist für die WM zwar deutlich verbessert worden, aber für sie brachte das Spektakel direkt keinerlei Fortschritt.&lt;br /&gt;Das deckt sich mit den Beobachtungen von Otto Kohlstock, der als Pastor im Township Philippi Armenprojekte betreut. In seinem neuen Rundbrief kann er keine positiven Aspekte der WM entdecken: Für die Armen habe sie nichts gebracht. Und nur ein einziger seiner „Kunden“ habe ein Spiel im Stadion gesehen – weil Kohlstocks Förderverein ihm ein Karte geschenkt hatte. Viele seien durch die WM sogar noch ärmer geworden: weil die fliegenden Händler ausgesperrt wurden und viele ihre Waren nicht mehr verkaufen konnten. Niemand in den Townships spreche heute noch von der WM. Nur die Fifa durfte ihren Gewinn steuerfrei ins Ausland exportieren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span lang="DE"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4146534815861789280-4469743010271929649?l=wilke-launer.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wilke-launer.blogspot.com/feeds/4469743010271929649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/gertrud.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4469743010271929649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4146534815861789280/posts/default/4469743010271929649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wilke-launer.blogspot.com/2010/08/gertrud.html' title='Gertrud'/><author><name>ekkehard</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05923649802931137455</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='22' src='http://2.bp.blogspot.com/-DX0xX8wvCN4/TyatY5verkI/AAAAAAAAANo/LyUpiLv_2dc/s220/Blog%2BPortrait.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JFd0uPSMhks/TFqTwAtKQ2I/AAAAAAAAADI/9Ds4R5C73UE/s72-c/L1000775.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
